Aktuell


Erfolg für Guarani

Brasilien: Richter erlauben Indianern auf ihrem Land zu bleiben

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 10.2.12

In Brasilien haben Richter einer Guarani -Gemeinde erlaubt auf ihrem angestammten Land zu bleiben. Dieses Land hatten die Indianer wieder besetzt, nachdem sie gezwungen worden waren über eineinhalb Jahren in einem provisorischem Lager zu leben.

Die Richter haben einen Räumungsbefehl aufgehoben, der die Guarani dazu gezwungen hätte, ihr Land zu verlassen und in entsetzlichen Bedingungen – am Straßenrand oder in einem überfüllten Reservat – zu leben. Die 170 Guarani der Laranjeira Nanderu-Gemeinde können jetzt auf einem kleinen Streifen ihres Landes bleiben, bis weitere Landforschungen ausgeführt werden. Ihr Gebiet wird zur Zeit von einer Viehfarm besetzt.

Zehn Vertreter der Guarani sind nach São Paulo gereist, um an einer Besprechung teilzunehmen, bei der die Richter ihre Entscheidung treffen sollten. Ein Guarani aus Laranjeira Nanderu sagte: “Das ist unser Traum, nichts anderes. Die Untersuchungen sollen durchgeführt werden, damit gezeigt wird, dass wir Anspruch auf unser angestammtes Land haben”.

Die positive Entscheidung folgt dem Einsatz sowohl der Guarani, als auch von Survival International, der brasilianischen NGO CIMI und anderer Organisationen. Die brasilianischen Behörden sind dafür zuständig, das gesamte Land der Guarani zu kartieren und für die alleinige Nutzung durch die Indianer zu schützen.


Antipersonenmine tötet einen Indianer in Kolumbien

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 15.2.12

Im Mapiripán-Distrikt Zentralkolumbiens kam ein älterer Indianer wegen einer Antipersonenmine ums Leben. Juan Bautista Ladino, Mitglied des vertriebenen Jiw-Volkes (auch unter dem Namen Guayabero bekannt) war auf dem Weg zum Fischen, um seine Familie zu ernähren, als er auf eine Mine trat, die von einer bewaffneten Gruppe gelegt worden war.

Ladinos Tot ist der letzte einer Reihe von Angriffen gegen die Jiw, die durch Kolumbiens internen Krieg – zwischen Guerilla-Gruppen, Paramilitär und Militär – von ihrem Land vertrieben wurden. In 2008 starben ebenfalls eine junge Jiw-Frau und ihr neun Monate altes Kind, nachdem sie auf eine Antipersonenmine getreten waren.

Während die Gewalt auf ihrem Land fortdauert, sind die Jiw gezwungen worden in Lager in der Nähe des Nukak-Volkes umzusiedeln. Laut der Vereinten Nationen, sind beide Völker vom Aussterben bedroht.

In einer Aussage, erklärte NAXAEN, die Organisation der Jiw: “Wegen des bewaffneten Konfliktes, der scheinbar zur Absicht hat uns zu verfolgen, fühlen wir uns wie gefangen. Selbst wenn wir aus unseren Häusern fliehen um den Konflikt zu entkommen, werden wir von den bewaffneten Gruppen als menschliche Schutzschilde genutzt. Immer wieder greifen sie unsere Gebiete an und verbieten uns, die Nahrung, die wir täglich zum Überleben brauchen, sammeln zu gehen.”

“Wir, die Jiw, wollen an diesem Konflikt nicht teilnehmen.” Die Organisation hat die kolumbianische Regierung aufgefordert, sofort zu handeln und Kontrolle über das Gebiet zu nehmen, um das Überleben der Jiw zu sichern.




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