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Aktuell

Waldbrände in Russland (3)

9. August, 2010

Zahl der Waldbrände in Russland zurück gegangen

MOSKAU (RIA Novosti). Die Zahl der auf dem russischen Territorium fixierten Brände hat sich um 122 - von 564 am Samstag auf 442 am Sonntag - verringert. Das teilt das russische Unternehmen Scanex mit, das Fernerkundungsangaben der auf den NASA-Satelliten Terra und Aqua angebrachten Spectroradiometer MODIS verarbeitet und veröffentlicht. Einmal pro 24 Stunden scannen die Radiospektrometer MODIS die Erdoberfläche und messen die elektromagnetische Strahlung. Sie fixieren auch Quellen einer starken Wärme- bzw. Infrarotstrahlung, die meistens Brandherde sind.

Der dichte Nebel kann jedoch die „Sehschärfe“ der Messgeräte beeinträchtigen, die dann nicht alle Brände „sehen“ können. Laut Fernerkundungsdaten wurden auf russischem Territorium am Freitag 376, am Samstag 564 und am Sonntag 442 Naturbrände registriert. Neue Angaben über die Zahl der Brände am Montag werden am Montagabend bekannt.

Nach Angaben per Sonntag wurde im Gebiet Rjasan die größte Zahl der Waldbrände registriert (66), am Samstag gab es hier nur noch 38 Brände. Den zweiten Platz auf der schwarzen Liste nimmt der Autonome Bezirk der Chanten und Mansen ein, wo die Zahl der Brände von 53 am Samstag auf 75 gestiegen ist. Den dritten Platz belegt das Gebiet Moskau, wo die Zahl der Waldbrände von neun auf 28 gestiegen ist.

Die Top-Ten-Liste der von den Naturbränden betroffenen russischen Gebiete sieht weiter wie folgt aus: Gebiete Nischni Nowgorod (26 Brandherde), Swerdlowsk (25), Tambow (23), Wladimir (13) und Brjansk (13), Teilrepubliken Marij El (22) und Baschkirien (15).

MODIS (Moderate-resolution Imaging Spectroradiometer) ist ein wissenschaftliches Instrument zur Messung elektromagnetischer Strahlung. Die Übersetzung des Begriffs bezeichnet ein Bildgebungs-Radiospektrometer mittlerer Auflösung. 1999 wurde es von der NASA auf die Umlaufbahn gebracht. MODIS befindet sich auf den Satelliten Terra und Aqua.

Die Instrumente sind dafür ausgelegt, großräumige, geodynamische Prozesse zu erfassen, darunter Veränderungen der Wolkenbedeckung und des Strahlungshaushalts, aber auch Informationen über die tiefere Atmosphäre oder Ozeane zu liefern.


8. August, 2010

Brände in Russland: Bedenkliche Statistik bei leichter "positiver" Tendenz

MOSKAU (RIA Novosti). 554 Wald- und Torfbrände auf einer Fläche von insgesamt mehr als 190 000 Hektar sind nach dem Stand von Sonntagmittag in Russland aktiv.

„Innerhalb des zurückliegenden Tages brachen auf dem Territorium der Russischen Föderation 269 neue Brände aus, 276 konnten im selben Zeitraum gelöscht werden“, teilte das Informationsamt des Zivilschutzministeriums Russlands mit.

Die Gesamtzahl der Naturbrände ging im Laufe des vergangenen Tages um 13 zurück, während die Brandfläche praktisch unverändert geblieben ist.

Im Laufe des vergangenen Tages konnten drei Torfbrände bekämpft werden. Zwei neue Torfbrände brachen zugleich aus. „Derzeit sind vier Torfbrände im Gebiet Swerdlowsk und 22 im Gebiet Moskau registriert“, hieß es.

Insgesamt wurden in diesem Sommer in Russland mehr als 25 600 Naturbrände auf einer Gesamtfläche von mehr als 744 000 Hektar verzeichnet, darunter mehr als 1 000 Torfbrände mit einer Gesamtfläche von 354 Hektar.

Die Leiterin des Informationsamtes, Irina Andrianowa, verwies am Sonntag auf eine „positive Tendenz“: In der Republik Tatarstan und im Gebiet Uljanowsk wurden die Brandherde vollständig bekämpft. Keine Brände wurden in den Gebieten Tula und Belgorod registriert. In der Teilrepublik Mordwinien entstanden fünf Brände, während gleichzeitig 23 gelöscht wurden.

Verbessert habe sich die Lage im Gebiet Wladimir, wo die Zahl der bekämpften Brände ebenfalls höher ist als die der neu entstandenen.

Am kompliziertesten ist heute die Lage in den Gebieten Nischni Nowgorod (76 Brandherde)und Kirow sowie im Moskauer Umland (jeweils 49 Brandherde). Der Einsatz von Löschflugzeugen ist durch die dicke Qualmwolke behindert.

Im Gebiet Moskau entstanden im Laufe des vergangenen Tages 26 Brände, während 28 zugleich bekämpft wurden, teilte Andrianowa mit. Die Gesamtfläche der Brände um Moskau herum beläuft sich derzeit auf 210 Hektar.


7. August, 2010

Brandfläche in Russland um 14 000 Hektar gewachsen - Smog über Moskau stärker

MOSKAU (RIA Novosti).Die Fläche der schweren Wald- und Torfbrände in Russland ist in den zurückliegenden 24 Stunden um 14 000 auf 193 516 Hektar gewachsen.

Das teilte der russische Zivilschutz am Samstag in Moskau mit. Somit brennt in Russland der Wald auf einer Fläche, die der von etwa 380 000 Fußballfeldern gleichkommt. Landesweit seien 853 Brandherde registriert. In der Nacht zum Samstag seien 290 neue Wald- sowie 32 Torfbrände ausgebrochen, darunter 26 allein im Großraum Moskau.

Der Smog über der russischen Hauptstadt wird am Samstag immer dicker. Die Sichtweite in manchen Straßen beträgt keine 50 Meter. Der Gehalt an Kohlenmonoxid in der ohnehin schon stark verrußten Luft übersteigt die maximal zulässigen Werte um etwa das Secheinhalbfache. Trotz der Glühhitze mit Temperaturen von rund 40 Grad Celsius machen die meisten Stadtbewohner die Fenster nicht auf. Diejenigen aber, die "frische Luft" schnappen wollen, verdecken ihre Fenster mit nassen Bettlaken.

Alle Polizeistreifen in Moskau wurden am Samstag angewiesen, mit Blaulicht zu fahren, damit Bürger sie leicht erkennen könnten. Jede Streife ist ausreichend mit Medikamenten und Trinkwasser ausgestattet. Im Notfall können die Polizisten per Funk Erste Hilfe für Bürger holen, die zu stark an Hitze und Smog leiden.

Nach Angaben des stellvertretenden Moskauer Bürgermeisters, Pjotr Birjukow, haben sich die Stadtbehörden bereit erklärt, Kinderferienlager aus gefährdeten Regionen zu evakuieren. Dafür seien komfortablie Busse mit Klimaanlage bereitgestellt worden.

Ab Samstag werden die Torfbrände bei Moskau rund um die Uhr gelöscht. Nach Angaben des stellvertretenden Zivilschutzministers, Generaloberst Alexander Tschuprijan, hatten die Einsatzkräfte bislang nachts dafür gesorgt, dass sich die Brände nicht ausweiten. "Für die Nachtarbeiten wurde bereits die notwendige Beleuchtungs- und Wasserversorgugnstechnik vorbereitet", sagte er.

Im Großraum von Moskau sind gegenwärtig mehr als 5000 Feuerwehrmänner, Soldaten und Freiwillige, darunter ein Team aus Bulgarien, im Einsatz gegen die tobenden Flammen. Nach Angaben des russischen Zivilschutzes sollen gegen die Brände spezielle Reagenzien angewandt werden. Sie seien bereits in die Kreise Jegorjewsk, Schatura und Orechowo-Sujewo angeliefert worden, wo die Wald- und Torfbrände im Gebiet Moskau am stärksten seien.

"Die Lage um das Atomforschungszentrum Sarow 400 Kilometer östlich von Moskau, in den Gebieten Wladimir und Woronesch sowie in der Teilrepublik der Mari ist stabil", sagte ein Ministeriumssprecher.


9. August, 2010

250 neue Brände

Russland: Die Feuerwehr bekommt das Flammenmeer nicht in den Griff. Wegen des Qualms reisen die ersten Diplomaten ab.

(dpa) - Trotz internationaler Hilfe breiten sich die Waldbrände in Russland weiter aus. Zwar gaben die Behörden die ersten Erfolge im Kampf gegen die Feuersbrunst bekannt, doch allein in den vergangenen 24 Stunden brachen mehr als 250 neue Brände aus. Mittlerweile stehen 200 000 Hektar Land in Flammen.(...)

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2585617_0_8289_-250-neue-braende.html


8. August, 2010

NASA: CO-Menge über Russland nimmt täglich um rund 1000 Tonnen zu

MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Die Gesamtmenge an CO in der Atmosphäre über dem europäischen Teil Russlands nimmt täglich um 700 000 Tonnen zu. Diese Angaben gewann der an Bord des NASA-Satelliten Aqua stationierte Infrarot-Sensor AIRS (Atmospheric Infrared Sounder).

Laut dem NASA-Bericht erreichte die CO-Gesamtmasse in der Atmosphäre über Russland am 1. August 15 Millionen Tonnen. Damit liegt sie knapp hinter den Rekordwerten von 2002, als ebenfalls starke Torfbrände registriert wurden. Die Geschwindigkeit der CO-Zunahme war dabei in diesem August rund dreimal höher als vor acht Jahren.

Die Beobachtungen vom 21. Juli bis zum 1. August registrierten sowohl eine Zunahme der CO-Konzentration in der Atmosphäre als auch eine beträchtliche Vergrößerung der Brandfläche. Große CO-Mengen werden in 5 500 Meter Höhe über West- und Zentralrussland registriert. Auf dieser Höhe kann die Verschmutzung beachtliche Strecken zurücklegen, stellen Experten fest.


8. August, 2010
Moskauer Bevölkerung leidet weiter unter Smog (apn) - Die Moskauer Bevölkerung ächzt weiter unter dem durch zahllose Wald und Torfbrände verursachten stickigen Smog. Wind aus dem Südosten wehte unablässig Rauch in die von fast 15 Millionen Menschen bewohnte Hauptstadtregion, für die nach Angaben von Meteorologen kein Ende der seit Tagen andauernden schwersten Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren in Sicht ist.(...)

http://www.ad-hoc-news.de/moskauer-bevoelkerung-leidet-weiter-unter-smog--/de/News/21533506


Sonntag 08.08.2010, 16:19

Russen flüchten ins Ausland

(AFP)(...)

http://www.focus.de/panorama/welt/waldbraende-russen-fluechten-ins-ausland_aid_539067.html


9. August, 2010

Sterblichkeitsrate in Moskau hat sich fast verdoppelt

Moskau (AFP)(...)

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5icP8WqSCAoQneo3DAUFneESW3S7A


Es ist wie im Krieg

Von Kerstin Holm, FAZ, 9.8.10

Der giftige Qualm in Moskau wird immer dichter, und die Waldbrände breiten sich im ganzen Land immer weiter aus. Russland steht in Flammen - seit mehr als einem Monat. Die Regierung unternahm lange nichts. Jetzt lassen sich die Feuer nicht mehr aufhalten.(...)

http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E6B04746F17F441F1A59926F9F80CAAE3~ATpl~Ecommon~Scontent.html




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