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TV-Tipps

Hier finden Sie die Fernsehsendungen der kommenden ein bis drei Wochen zum Thema Wälder aufgelistet:
Am 02.05.08 15:25 - 15:45 Uhr auf | | 3sat: Affenalltag am Amazonas | | Im Westen des Amazonasgebietes werden die mächtigen Baumkronen beherrscht von einer Vielzahl unterschiedlicher Affen. Hans Giffhorn und seinem Team gelingen einzigartige Aufnahmen von bisher unbekannten Verhaltensweisen der Primaten.
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Am 03.05.08 16:00 - 16:30 Uhr auf | | ARD: Expedition in die Wildnis. Der Niassa-Nationalpark in Mosambik | An der nördlichen Grenze Mosambiks, am Grenzfluss Rovuma, der die ehemalige portugiesische Kolonie von Tansania trennt, liegt der Niassa-Nationalpark. Dieses Schutzgebiet beherbergt Afrikas letzte echte Wildnis, unberührte Natur. Der Park ist nahezu unpassierbar. Es gibt kaum Wege hinein, Teerstraßen schon gar nicht, es gibt keine luxuriösen Unterkünfte für Touristen, keine begleiteten Safaris.
Im Niassa-Nationalpark zu reisen ist wie auf eine Expedition des 19. Jahrhunderts zu gehen - zugegebenermaßen mit etwas besserer technischer Ausrüstung. Löwen und Leoparden bevölkern den Tierpark, mehr als 12 000 Elefanten leben hier, Zehntausende von Antilopen, Büffeln und Zebras. Mitten im Park sind aber auch menschliche Ansiedlungen, kleine Dörfer von Zäunen umgeben.
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Am 05.05.08 15:15 - 16:00 Uhr auf | | NDR: Der Nationalpark Pirin in Bulgarien | | Der nördliche Teil des Piringebirges wurde 1962 zum Nationalpark erklärt und 1983 in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbe aufgenommen. Im April beginnt in einem kleinen Dorf am Fuße des Pirin der Auftrieb der Karakachanherde. Der Name erinnert an die Karakachani, die nomadisierenden Hirten der Region, die früher mit ihren Schafen, Pferden und Hunden über das Gebirge im Südwesten Bulgariens zogen.
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Am 05.05.08 19:15 - 20:00 Uhr auf | | phoenix: Der lange Weg zum Äquator | Der Film folgt den Spuren von Charles-Marie de la Condamine, der 1735 mit einer französischen Expedition nach Ecuador aufbrach, um den Meridiangrad südlich des Äquators exakt zu vermessen. Bei seinen Expeditionen erkannte er als Erster den Wert des Kautschuks.
Die Reise führte Condamine mit dem Schiff von La Rochelle bis nach Panama und weiter in die Hafenstadt Guayaquil. Zu Fuß ging es über den Gebirgskamm der Anden nach Quito. Auf der Rückreise fuhr der Wissenschaftler den Amazonas hinab, von dem er nicht nur die erste auf astronomische Bestimmungen begründete Karte entwarf, sondern auch bedeutende Erkenntnisse mit nach Hause brachte: Er erkannte als Erster den Wert von Kautschuk als potenziellem Rohstoff und den des Pfeilgifts Curare für die Medizin.
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Am 06.05.08 18:30 - 19:15 Uhr auf | | phoenix: Vorstoß am Orinoco - Humboldts Entdeckungen in Südamerika | Humboldt und Bonpland wollen nachweisen, dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Amazonassystem gibt. Die Genehmigung dazu holen sie sich von der spanischen Krone. Die Reise im Kanu ist abenteuerlich, strapaziös und voller Gefahren. Vor allem durch seine guten Beziehungen zu den Indios dringt der vermessungs- und detailwütige Humboldt in zahllose unbekannte Sphären vor. Bis die kleine Reisegruppe nahe einer abgelegenen Handelsmission im Malariafieber steckenbleibt.
Alexander von Humboldt wird bis heute als der erste große Naturforscher verehrt. Weltweit sind Gebirge, Meeresströmungen, Tiere und ganze Regionen nach ihm benannt. Jüngst hat Daniel Kehlmanns Roman-Bestseller 'Die Vermessung der Welt' das Humboldt-Fieber neu entfacht. Der reisende Gelehrte des 18. Jahrhunderts gilt als der erste wirkliche Ökologe, als der erste Naturforscher, der die systematischen Zusammenhänge auf der Erde erkannte. Humboldt-Experte Frank Holl befasst sich seit Jahren mit den schriftlichen Hinterlassenschaften und den Exponaten Humboldts. Vor dem heute heftig diskutierten Klimawandel, so Holl, warnte Humboldt bereits vor 200 Jahren.
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Am 06.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | WDR: Waldwelten | Die größte Waldlandschaft der Erde ist die Taiga. Wie ein Gürtel liegt sie rund um den nördlichen Erdball. Ein Drittel aller Bäume wachsen hier, mehr als in den tropischen Regenwäldern. Die Taiga produziert soviel Sauerstoff, dass sich dies auf die gesamte Erdatmosphäre auswirkt. Auffallend ist nur, dass sich in diesen riesigen Waldgebieten wenig Tiere zeigen.
Bäume sind großartige Lebensformen, ob Zentimeter groß wie in den arktischen Tundren oder als Riesen wie die Mammutbäume in Kalifornien. Sie sind die Größten von allen auf unserer Erde. Sie erbringen wahre Höchstleistungen, genau wie die Kamera, die sich Meter um Meter den Stamm dieser Giganten hinauf bewegt.
Uralt sind die Grannenkiefern, älter als die ägyptischen Pyramiden. Schon während der Bronzezeit begannen sie zu wachsen, und sie leben immer noch.
Lilliputhausen herrscht auf der Südhalbkugel im chilenischen Valdivia Urwald. Die kleinsten Hirsche der Welt mit einer Schulterhöhe von gerade mal 30 Zentimetern oder die kleinste Katze von ganz Amerika durchstreifen den Wald. Die Miniaturkatze, der Kodkod, ist ein fleißiger Mottenjäger.
Die Laubwälder Nordamerikas und Europas bieten zahlreichen Tieren einen Lebensraum. Trotzdem vergehen 17 Jahre, ehe an der nordamerikanischen Ostküste Milliarden von Zikaden aufwachen. Der richtige Augenblick zum Schlüpfen ist dann für sie gekommen und der Wald wird gestürmt. Der größte Massenschlupf von Insekten.
Weder in den Nadelwäldern der Taiga noch in den tropischen Urwäldern existiert ein vergleichbares Schauspiel, das an die Frühjahrsblüte in den Laubwäldern der gemäßigten Breiten heranreicht. Und werden später die Tage wieder kürzer, stürzen sich große Teile der nordamerikanischen Wälder in einen spektakulären Farbenrausch. Selbst aus dem Weltraum lässt sich diese einzigartige Farbsinfonie noch erkennen.
Amurleoparden sind große Kostbarkeiten in den sibirischen Wäldern. Nur noch 40 Tiere soll es in freier Wildbahn geben. Der Film spürt einer Mutter mit ihrem Jungen nach.
Als wahre Wassertanks erweisen sich die afrikanischen Baobabs. Während der Regenzeit füllen diese Affenbrotbäume ihre Stämme Liter um Liter mit Wasser, mehrere Tausend kann das Holz aufnehmen und für die trockenen Monate speichern. Wenn ein Baobab aber in der Nacht zu blühen beginnt, dann erwachen die Lebewesen des Waldes und vergnügen sich auf ihm.
(Wdh. am 8.Mai, 14.15-15.00)
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Am 07.05.08 22:15 - 22:45 Uhr auf | | ZDF: Bienen in Gefahr? | |
Am 07.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (1/4): Eine Reise durch den Regenwald | Gerne spricht man von der "grünen Lunge" der Welt, wenn man an Amazonien denkt - das Gebiet rund um den Amazonas. Die grüne Lunge? "Wir kämpfen doch allein gegen alle", sagt Heriberto Gualinga, ein Quechua-Indianer aus Ecuador. Er lebt in dem Dorf Sarayacu, das sich schon seit Jahren gegen internationale Ölfirmen wehrt, die das Amazonas-Gebiet erschließen wollen. 1.500 Kilogramm Sprengstoff sind von den Ölfirmen rund um Sarayacu vergraben worden. Die schöne, heile Welt des Amazonas gibt es schon lange nicht mehr, der Urwald ist bedroht.
Und doch erlebt man sie noch, die traumhaften Begegnungen im Regenwald - etwa beim Volk der Zapara. Früh morgens setzen sie sich vor ihren Hütten zusammen und erzählen sich ihre Träume. Dazu trinken sie Chicha, ein leichtes Maniok-Bier, und deuten ihre nächtlichen Visionen. Wer nicht träumen kann, sagen die Zaparas, kann auch nicht gut durch den Tag gehen.
Aber kann man mit Träumen allein überleben? Das Volk der Cofanes im Nordosten Ecuadors würde antworten: nein. Denn in ihrem Gebiet wird seit Jahrzehnten Erdöl gefördert. In den riesigen Naturschutzgebieten mitten im Regenwald haben sich internationale Ölfirmen eingenistet und fördern den kostbaren Rohstoff. "Weine nicht um den Amazonas, du tankst Texaco" steht als Graffiti an den Hauswänden in der Hauptstadt Quito - die Ölförderung zieht verheerende Umweltschäden nach sich, doch Ölfirmen wie Texaco weigern sich, die Schäden zu beseitigen.
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Am 08.05.08 14:15 - 15:00 Uhr auf | | h3: Schatzkammer Madagaskar | | "Madagaskar erst sehen, dann sterben" - Naturwissenschaftler sprachen früher sogar vom "gelobten Land", wenn sie die Insel vor Afrikas Ostküste besuchten. Denn die meisten Lebewesen hier sind einmalig, und vieles scheint auf der Insel anders als anderswo auf der Welt. Gespenstische Affen schleichen nachts umher, bohren einen riesenlangen Finger in morsche Hölzer.
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Am 08.05.08 16:40 - 16:50 Uhr auf | | 3sat: Überlebensstrategien im Andenhochland | Über 7.500 Kilometer erstrecken sich die Anden, der längste Gebirgszug der Erde, entlang der Westküste Südamerikas. Mächtige Vulkane überragen die fruchtbaren Ebenen des Andenhochlands. Eisige Kälte, dünne Luft, schroffe Felswände und karge Geröllhalden an der Schneegrenze zeichnen diesen Lebensraum aus. Trotzdem findet sich in den scheinbar lebensfeindlichen Hochanden ein erstaunlicher Artenreichtum.
Überraschend viele Tiere und Pflanzen haben im Lauf von Jahrmillionen gelernt, sich den extremen Bedingungen anzupassen - Tiere, die es sonst nirgendwo gibt und deren Vorfahren in anderen Gebieten längst ausgestorben sind. Hans Giffhorn berichtet unter anderem über die Anpassungsstrategien der genügsamen Vicunas, der letzten wilden Nachfahren der amerikanischen Urkamele, und zeigt, dass auch Kolibris raffinierte Überlebenskünstler sind.
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Am 09.05.08 13:30 - 14:15 Uhr auf | | h3: Malaysia - Vielvölkerstaat unterm Halbmond | Das Staatsgebiet von Malaysia besteht aus zwei Landesteilen, die durch das Südchinesische Meer voneinander getrennt sind: West-Malaysia, südlich von Thailand auf der malaiischen Halbinsel gelegen, und Ost-Malaysia auf der Insel Borneo - mit den beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah. Rund 25 Millionen Menschen leben In dem Land, dessen Staatsreligion der Islam ist. Es besteht jedoch Religionsfreiheit für alle Bürger, was in Malaysia von grundlegender Bedeutung ist: Das Land wird aufgrund seiner zahlreichen Völker und Kulturen oft als "Asien im Kleinformat" bezeichnet.
Angehörige von drei großen asiatischen Kulturkreisen, dem indischen, chinesischen und malaiischen, bilden ein buntes Völkergemisch, das dem Land seinen multikulturellen Charakter verleiht. Entsprechend vielfältig sind die Glaubensrichtungen: Das Leben der Malaien wird von den Geboten des Korans bestimmt, die Malaysier indischer Abstammung bekennen sich mehrheitlich zum hinduistischen Glauben, die Angehörigen der chinesischen Volksgruppe fühlen sich den Lebensphilosophien des Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus verbunden. Hinzu kommen die Christen - ein Erbe der Kolonialzeit. Traumstrände, Dschungel und Reisterrassen, Tee-, Palmen- und Kautschukplantagen prägen die landschaftlichen Eindrücke in West-Malaysia. Den eigentlichen Reiz macht aber das multikulturelle Miteinander der Menschen aus: ihre Märkte und unterschiedlichen Küchen, ihre Tempel, Kirchen und Moschen, ihre religiösen Feste.
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Am 09.05.08 14:15 - 15:00 Uhr auf | | h3: Dschungelhunde - Brasiliens scheue Jäger | | Einst durchstreiften viele Waldhunde den atlantischen Regenwald Südamerikas. Aber durch die Abholzung der Wälder bleibt immer weniger Lebensraum für sie. Im Süden Brasiliens lebt der Waldhund Charles im Privatwald eines engagierten Tierschützers. Doch es fehlt eine Partnerin für Charles. Die geselligen Tiere leben und überleben nur im Rudel.
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Am 09.05.08 15:00 - 16:00 Uhr auf | | WDR/SWR: Frühlingserwachen - Der Natur auf der Spur | | Planet Wissen geht dieses Mal in etwas anderer Form auf Sendung: Birgit Klaus und Dennis Wilms erwarten ihr Publikum in der freien Natur, genauer gesagt auf einer Streuobstwiese am Rand des Nordschwarzwalds. Das sympathische Moderatorenpaar ist neugierig auf alles, was dort wuselt und wächst und stellt sich Fragen wie etwa "Wie viel Leben steckt eigentlich in einem Erdballen?" oder "Welche nützlichen Kräuter wachsen auf einer Wiese?". Die Antworten darauf geben Birgit Klaus und Dennis Wilms mit Hilfe der schönsten Filme, Studiogesprächen und Experimenten aus dem großen Archivschatz von Planet Wissen. Darüber hinaus berichten die beiden aktuell vom Stand der Apfelblüte in Deutschland. Planet Wissen hat mit Hilfe seiner Zuschauer bereits zweimal die Wanderung der Apfelblüte über ganz Deutschland hinweg dokumentiert und damit einen kleinen Datenfundus für die Klimaforschung geschaffen. In diesem Jahr folgt Beobachtungszyklus Nummer Drei und der Vergleich mit den beiden extrem ausgefallenen Vorjahren (2006 recht späte, dagegen 2007 sehr frühe Blüte) verspricht interessant zu werden.
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Am 12.05.08 12:30 - 13:15 Uhr auf | | mdr: Perlen des Regenwaldes (2/2): Ein Friedenspark in der Mitte Amerikas | Der Soldatenara steht im Norden Costa Ricas kurz vor der Ausrottung. Er hat dort sein wichtigstes Brutgebiet, doch noch immer fällt hektarweise Regenwald der Motorsäge zum Opfer. Mit jedem Almendro-Baum, der verschwindet, verringert sich die Zahl der Niststätten und Nahrungsquellen für den großen grünen Papagei. Im Grenzgebiet von Costa Rica und Nicaragua ist er zum Symboltier für den Kampf um die Erhaltung des einzigartigen Ökosystems geworden. Costa Rica will den Soldatenara retten, indem es den Maquenque-Nationalpark, den 26. im Land, genau in jener Region einrichtet, in der die Vögel traditionell ihre Jungen aufziehen.
Auf der anderen Seite des Rio San Juan, im nicaraguanischen Biosphärenreservat
Indio-Maiz, dem größten zusammenhängenden Primärwald Mittelamerikas, kommt der
Soldatenara noch recht häufig vor. Naturschutzorganisationen beider Länder
versuchen jedoch auch in den Pufferzonen außerhalb der Schutzgebiete, in denen sich immer mehr Menschen auf der Suche nach Land niederlassen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Arten für den ganzen Lebensraum zu stärken. Die Naturschützer scheuen dafür keine Mühe. Um sich mit den Bewohnern eines entlegenen Dorfes über ökologische und ökonomische Fragen austauschen zu können, kämpfen sie sich stundenlang auf Pferden durch metertiefen Schlamm. Es ist Regenzeit in Nicaragua.
Das riesige Biosphärenreservat Indio-Maiz, das sich entlang des Rio San Juan bis an die Karibikküste erstreckt, gilt als Herzstück des grenzübergreifenden Peace Parks "SI-A-PAZ" - "Ja zum Frieden". Auf wenigen Hektar sind hier mehr Tier- und Pflanzenarten zu finden als in ganz Europa: Erdbeerfrösche und Goldbaumsteiger am dunklen Dschungelgrund, Tukane, Amazonen, Mantelbrüllaffen und Klammeraffen da, wo mehr Licht einfällt.
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Am 14.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (2/4): Eine Reise durch den Regenwald | Stefan Schaaf besucht an der Grenze zwischen Ecuador und Peru die Achuar-Indianer. Auch in ihrem Gebiet werden riesige Ölvorkommen vermutet, aber dieses Volk setzt auf alternativen Tourismus. Und so betreiben sie in Eigenregie die ökologische Kapawi-Lodge. Bis vor 30 Jahren verarbeiteten die Achuaris die Häupter ihrer Feinde zu Schrumpfköpfen - nun sorgen sie in der Hotelküche für kunstvolle Arrangements mit Tomate auf den Tellern. "Wir wollen keine Verschmutzung hier", sagt der Präsident der Achuaris, Alejdanro Marapuna. "Viele Wissenschaftler nennen Amazonien die Lunge der Welt, und wir wollen diese weiter vergrößern."
Weiter südlich, im peruanischen Iquitos, erlebt das Filmteam eine Überraschung ganz anderer Art - Sabbat im Urwald. Weil die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts einen Kautschukboom erlebte, wanderten sephardische Juden aus den marokkanischen
Städten Rabat und Marrakesch an den Amazonas aus. Weiter geht es mit einem
Hospital-Schiff, das in Seitenflüssen des Amazonas abgelegene Dörfer ansteuert.
Betrieben wird es von US-amerikanischen Evangelikalen, denen die Missionierung
noch wichtiger ist als die medizinische Versorgung. Gegen solche Gesundbeter aus
dem Westen wehrt sich Manuel Ahuanari vom Volk der Cocamas. Er will in einem
Nationalpark alternativen Tourismus einführen.
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Am 19.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Es war einmal in Brasilien... | Sie kamen voll Hoffnung im Herzen auf ein besseres Leben nach Brasilien: Italienische Einwanderer, die den ärmlichen Verhältnissen ihrer Heimat in den 20er Jahren zu entkommen hofften. Was sie erwartete, waren viel Schweiß und Tränen, schier endlose Entbehrungen und nicht einmal mehr, die Aussicht, zurückkehren zu können. Im südlichsten Bundesstaat Brasiliens, im Rio Grande do Sul, schufen die Einwanderer ein kleines Stückchen Italien: Oft völlig unvorbereitet für das harte Pionierleben in der Wildnis, machten sich die Emigranten aus der Lombardei oder Venetien an die Arbeit und, gründeten im Bergland der Serra Gaùcha, an der Grenze zu Argentinien, Siedlungen, Plantagen und Handwerksbetriebe nach dem Vorbild ihrer italienischen Heimat.
Ein tollkühnes Unterfangen, denn Klima und Infrastruktur dieser unwirtlichen Gegend waren keineswegs mit dem warmen Italien vergleichbar: Die italienischen Einwanderer kamen in eine abgelegene und in den Wintern schneereiche Region, wo Pferde oft das einzige Fortbewegungsmittel sind. Auf sie waren die Menschen in dieser Gegend angewiesen, wenn sie Brennholz oder Nahrung beschaffen wollten.In den ersten Jahren pflegten die Pionierfamilien noch die italienische Sprache und vielfach war es erst die Schulzeit der Kinder, die aus den Einwanderern portugiesischsprachige brasilianische Bürger machte. Die Enkel dieser Pioniergeneration blicken heute mit Stolz und Respekt zurück auf die Aufbauleistungen der Großeltern und Eltern, die ihren Familien erst einmal eine Existenz und mit den Jahren auch einen gewissen Wohlstand sicherten.
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Am 20.05.08 21:00 - 23:00 Uhr auf | | arte: Themenabend: Klimawandel - Eine Gefahr für den Frieden | Die Erde erwärmt sich. Der Klimawandel wird unseren Planeten bestenfalls neu gestalten und schlimmstenfalls zerstören. Wenn die Temperatur auf dem gesamten Globus nur um ein oder zwei Grad steigt, ist eine Katastrophe für den Erdball nicht ausgeschlossen. Dass Untergangsvisionen für die kommenden Jahrzehnte nicht ganz unrealistisch sind, behaupten nicht mehr nur Umweltschützer. Auch Wissenschaftler, Politiker und sogar die eher vorsichtigen Militärs gestehen mittlerweile ein, dass der Klimawandel den Weltfrieden gefährdet. Gestern entschieden der Kalte Krieg, Unabhängigkeitskämpfe und große ideologische Auseinandersetzungen über die internationale Sicherheit. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, scheint der Klimawandel diese Rolle übernommen zu haben.
Im Norden wirkt sich die Veränderung des Weltklimas auf die Lebensqualität und die Wirtschaft aus. Im Süden hingegen vernichtet der Klimawandel Lebensraum und vertreibt die Menschen aus ihrer Heimat. Doch es handelt sich nicht mehr um eine in nord-südlicher Richtung, sondern quer durch die Industrie- und die Schwellenländer verlaufende Grenze. Die Veränderungen werden überall Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten verschärfen und die soziale Kluft vertiefen. Die angekündigte Krise wird niemanden verschonen. Sie stellt schon jetzt ein Problem für die gesamte Menschheit dar.
er Themenabend untersucht Brennpunkte des Klimawandels: die Barentssee mit ihren Gasvorkommen, die erodierten Ufer in Bangladesch, die amerikanische Militärakademie West Point und das von Überschwemmungen bedrohte Südfrankreich.Durch den Abend führt Annie-Claude Elkaim. Reportagen, Beiträge von renommierten internationalen Fachleuten (unter anderen H. Kempf, H. Vedrine, P. Schwartz) sowie Simulationen helfen, die Bedrohungen durch den Klimawandel zu verstehen und deutlich zu machen.
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Am 21.05.08 11:30 - 12:15 Uhr auf | | NDR: Borneo - Insel in den Wolken | | Eine Insel der Extreme - von den Tiefen des Ozeans bis zu ihrem höchsten Gipfel. Borneo wird überragt vom Mount Kinabalu - dem höchsten Berg Südostasiens. Mit einer Höhe von 4 100 Metern blockiert er den Weg der Regen spendenden Monsunwinde und schafft sein eigenes Klima. Zu seinen Füßen liegt einer der artenreichsten Regenwälder der Erde. Hier sind der Orang-Utan und das Sumatranashorn zu Hause. Über ihre Köpfe hinweg fliegen Schlangen und Eidechsen durch die Luft. In den Korallenriffen vor der Küste gleiten zahllose farbenprächtige Seebewohner durch eines der weltweit besten Tauchgebiete. Allein in den letzten zehn Jahren wurden auf Borneo 350 neue Arten entdeckt. Ein Garten Eden, der jedoch in Gefahr ist. Denn der schlimmste Feind dieses Paradieses ist der Mensch. Wo er eingreift wird das natürliche Gleichgewicht gestört ...
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Am 21.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (3/4): Eine Reise durch den Regenwald | Das Filmteam reist quer durch Brasilien, von der peruanischen Grenzstadt Tabatinga bis zur Mündung bei Belém. Noch immer gibt es im gigantischen Amazonasbecken Indiostämme, die kaum Kontakt mit der Zivilisation hatten - so auch der Stamm der Matis an der Grenze zu Peru. Die Männer tragen Muscheln und Knochen durch Nasen und Ohrläppchen. Die Sendung zeigt sie bei ihrer Jagd mit dem Blasrohr und der Fischerei mit dem Speer. Doch die Krankheiten der Weißen sind schon bis zu ihnen vorgedrungen: Die meisten Stammesmitglieder sind Hepatitis-krank, viele sind bereits gestorben.
Im Rio Ariaú, einem Seitenarm des Flusses, trifft das Team auf Kranke, denen der Amazonas ein bisschen Lebensfreude gibt: Leukämie-kranke Kinder spielen mit Botos, den Fluss-Delphinen. Es ist der einzige Ort auf der Welt, wo es eine Delphintherapie mit freilebenden Exemplaren gibt. Manaus war einmal die reichste Stadt der Welt. Hier setzten die Kautschukbarone ihrer Allmacht ein Denkmal: Das Opernhaus. Wer würde sich nicht an den Film von Werner Herzog erinnern und an den "wahnsinnigen" Klaus Kinski? Seu Nonatinho ist seit 35 Jahren die Seele des Kunsttempels. Eigentlich ist er längst pensioniert, aber er kann nicht aufhören mit der Arbeit in der "schönsten Oper der Welt".
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Am 25.05.08 13:15 - 14:00 Uhr auf | | mdr: Zuflucht am Viktoriasee - Nashörner, Schimpansen und Schuhschnäbel in Entebbe | Nach drei Monaten Quarantäne im Zoo von Entebbe trifft das Schimpansenkind Onapo
wieder auf Artgenossen. Seine Mutter ist im Budongo Forest, einem dichten
Regenwald im Osten Ugandas, getötet worden. Onapo wird nun an die Gruppe im Zoo
gewöhnt. Zunächst lernt er die Schimpansenkinder Aluma und Pearl kennen. Etwas
schwieriger gestaltet sich der erste Kontakt mit Zakayo, dem unumschränkten Chef
auf Afrikas größter Schimpansen-Freianlage. Weil für die vielen Affen, die eine
Zuflucht brauchen, das Gehege trotz seiner 3.000 Quadratmeter nicht ausreicht,
hat der Zoo eine Insel im Viktoriasee gekauft. Auf Ngamba Island leben
mittlerweile rund 40 Schimpansen. Mehrere internationale
Tierschutzorganisationen, darunter das Jane-Goodall-Institut, sind an dem
einzigartigen Projekt zur Rettung dieser Menschenaffen beteiligt.
"Abu Markub" - "Vater des Schuhs" - nennen die Araber den überaus seltenen
Schuhschnabel, über den man bis heute nicht viel weiß. Zusammen mit Nilwaranen
und Webervögeln bewohnen hier zwei der über einen Meter großen Vögel ein
geräumiges Aviarium, das die Tierwelt der Feuchtgebiete Ugandas präsentiert. In
der nahe gelegenen Savannenanlage teilen sich Afrikanischer Büffel,
Pinselohrschwein und Warzenschwein eine riesige Anlage. Sie verstehen sich gut
miteinander und so zieht das Trio oft gemeinsam durch die Zoo-Steppe. Mooby, das
Warzenschwein liebt besonders erfrischende Schlammbäder. Diese Leidenschaft
teilt es mit den beiden Nashörnern Sherino und Kabira. Sie kamen 2001 nach
Entebbe und sind bislang die einzigen Breitmaulnashörner Ugandas.
Mit der Umgestaltung zum "Uganda Wildlife Education Centre" Mitte der
1990er-Jahre ist am Ufer des Viktoriasees ein einzigartiger, moderner Heimatzoo
geschaffen worden. Für die meisten Ugander die einzige Möglichkeit, die Tierwelt
ihres Landes kennen zu lernen. Mit 130.000 Besuchern pro Jahr verzeichnet der
Zoo von Entebbe mehr Zulauf als alle ugandischen Nationalparks zusammen.
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Am 25.05.08 22:00 - 23:00 Uhr auf | | mdr: Natürlich Afrika: KAZA - ein Megapark für Elefanten | Sie wandern über viele Kilometer, bis sie Wasser finden - und wenn es sein muss,
jedes Jahr an einen anderen Ort. Im letzten Jahrhundert haben Grenzen, Zäune,
Siedlungen oder vermintes Gelände die Elefanten dabei fast überall in Afrika
behindert. Damit sie wieder auf ihren alten Routen ziehen können, richten jetzt
fünf Länder im Süden Afrikas eine gigantische Schutzzone ein: Die
Kavango-Zambesi Transfrontier Conservation Area, kurz KAZA.
Schutzgebiete in Namibia, Angola, Botswana, Simbabwe und Sambia werden durch
grüne Korridore zu einem Megapark verbunden. Sie sollen den Elefanten, die vor
allem in Botswana zu viele geworden sind, zukünftig ermöglichen, unbehelligt zu
Wasser und Weidegründen in den Nachbarländern zu gelangen. Angola, wo bis 2002
ein blutiger Bürgerkrieg tobte und kaum noch Elefanten leben, könnte dann mit
den Grauen Riesen Touristen anziehen. Die traditionellen Stammesoberhäupter im
Caprivi-Zipfel in Namibia sorgen bereits dafür, dass die Menschen mit den
zurückkehrenden wilden Tieren zusammenleben und von ihnen profitieren.
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Am 26.05.08 15:30 - 16:15 Uhr auf | | 3sat: Mythen und Multis auf Sulawesi - Entdeckungsreisen im Inselreich | Die indonesische Insel Sulawesi ist die Heimat von ungefähr 20 verschiedenen
Völkern und Kulturen. Im Lore Lindu Nationalpark wurden darüber hinaus Überreste
einer 4.000 Jahre alten Megalithkultur entdeckt. Doch nicht nur die Kultur,
sondern auch die Natur zeichnet sich durch exotische Vielfalt aus: tropische
Dschungelwälder, Seenlandschaften, Vulkangebirge, Strände und Buchten wechseln
einander ab.
Im Mittelpunkt des Reiseberichts stehen die Lebensweisen und die Traditionen der
Völker von Sulawesi, wie zum Beispiel der Toraje und Kajang. Noch halten sie an
ihren jahrhundertealten Überlieferungen fest, aber ihre Identität ist zunehmend
bedroht.
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Am 26.05.08 18:00 - 19:00 Uhr auf | | arte: Brasilien - Frauen gegen Raubbau | | Im brasilianischen Teil des Amazonasgebiets findet sich die größte Vielfalt an
Pflanzen und Tieren auf der ganzen Welt. Dort leben aber auch über 19 Millionen
Menschen, großteils als Bauern, Jäger und Sammler.
Seit jedoch Viehzüchter und Holzfäller in ihr Land eindringen, verlieren immer
mehr Bewohner den Zugang zu den natürlichen Ressourcen, von denen ihr Überleben
abhängt. Denn jedes Jahr werden 17.000 Quadratkilometer des brasilianischen
Regenwalds abgeholzt, meistens um Weideland für die Viehzucht zu schaffen. Diese
Zerstörung der Umwelt, aber auch ihrer traditionellen Lebensweise wollen die
Amazonas-Bewohner nicht mehr länger hinnehmen. Vor allem die Frauen der Region
haben sich zusammengeschlossen, um Widerstand gegen diese verheerende
Entwicklung zu leisten. Ihr Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und in den
tausenden kleinen Dörfern die Lebensqualität zu verbessern.
Indem es die Frauen mit den Holzfällern aufnehmen, stellen sie gleichzeitig auch
die von Männern dominierte Gesellschaft prinzipiell in Frage.
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Am 27.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Paraguay - Das Volk der Ayoreo | Die Ayoreo-Indianer lebten ursprünglich in den dichten Wäldern im Nord-Westen
Paraguays, auf einem Gebiet, das sich über 550.000 Hektar erstreckte. Als Jäger
und Sammler ernährten sich die Nomaden von Wildschweinen, Ameisenbären und
Gürteltieren, die in dieser Gegend zahlreich vorkommen, sowie von wildem Honig,
Obst und Gemüse.
Seit den 60er Jahren sind jedoch viele von ihnen von ihrem angestammten
Territorium vertrieben worden. Denn große brasilianische oder paraguayische
Unternehmen eignen sich illegal Land an, um die Edelhölzer des Waldes zu roden
und teuer zu verkaufen. Erst kürzlich wurden viele der Ayoreo von mennonitischen
Großgrundbesitzern verjagt, weil sie die Weidegründe für ihre Tiere ausdehnen
wollen.
Während einige Ayoreo nun für einen Hungerlohn arbeiten, haben sich andere in
die Tiefen des Waldes zurückgezogen und verweigern jeglichen Kontakt zur
Außenwelt. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie den Raubbau an ihrem Wald und
dessen natürlichen Ressourcen anprangern. Außerdem fordern sie die Rückgabe
ihrer ursprünglichen Territorien, um wieder in Frieden leben zu können.
Dabei hoffen sie vor allem auf die Hilfe von NGOs und einer über ihr Schicksal
informierten Weltöffentlichkeit. Denn es kann nicht in ihrem Interesse allein
liegen, die Natur und die kulturelle Vielfalt vor dem Aussterben zu bewahren.
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Am 28.05.08 13:15 - 14:00 Uhr auf | | mdr: Natürlich Afrika: Das grenzenlose Paradies - Afrikas Traum vom größten | Es wirkt wie ein gut choreographierter Seiltanz, wenn die Männer und Frauen von
Game Capture im Krüger-Nationalpark die Giraffe einfangen und auf den speziell
angefertigten Transporter lotsen. Bis zum Augenblick ihrer Freilassung in einem
mosambikanischen Schutzgebiet ein gefährliches Unterfangen für alle Beteiligten.
Erst wenn die Giraffe in die endlose Weite ihrer neuen Heimat trabt, können die
Tierfänger aufatmen. Elefant und Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard - seit rund
100 Jahren locken die "Big Five" Menschen aus der ganzen Welt in den Krügerpark.
Im benachbarten Mosambik gibt es Dickhäuter, Huftiere und Großkatzen längst nicht
mehr. Kriege und Wilderei haben dort eine Wildnis ohne wildes Leben
zurückgelassen. Jetzt werden Tausende Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen aus
Südafrikas überbevölkertem Tierparadies in den Anrainerstaat umgesiedelt -
Kernstück eines waghalsigen Projektes, das den Namen "Great Limpopo
Transfrontier Peace Park" trägt. Im südlichen Afrika sollen für das größte
zusammenhängende Naturreservat der Welt koloniale Grenzen und Zäune aus Zeiten
des Kalten Krieges fallen, die seit Jahrzehnten die natürlichen Wanderrouten der
Savannenbewohner zerschneiden.
Milliarden sind nötig, um dem gigantischen Park von der Größe der Niederlande
Leben einzuhauchen. Die Osterweiterung eines der faszinierendsten
Wildlife-Angebote bietet gleichzeitig die Chance, im von der Natur reich
gesegneten, aber bitterarmen Mosambik den Tourismus zu fördern. Straßen und
Camps müssen gebaut sowie Manager und Wildhüter ausgebildet werden. Möglichst
schnell sollen die ersten Besucher ihre Devisen in Mosambik lassen und den
skeptischen Menschen in den Dörfern des Reservates überzeugende Beweise liefern,
dass die wilden Tiere ihr größtes Kapital sind. Gelingt dies nicht, warnt Anton
Rupert, südafrikanischer Multimillionär und Begründer der Peace-Park-Idee, wird
der Traum vom größten Naturschutzgebiet der Welt platzen. Das wäre eine
Katastrophe für die Tiere und ein herber Rückschlag auf dem Weg zu einem neuen,
friedlichen Afrika.
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Am 28.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Südafrika - Naturschutz am Kap | Kapstadt gehört zu den touristischen Topzielen in Afrika. Umspült vom Atlantik,
liegt die Millionenstadt zu Füßen des 1.000 Meter hohen Tafelbergs. Hier findet
man eine der artenreichsten Tier- und Pflanzenwelt der Erde. Neben 250 Land- und
rund 40 Meeressäugetierarten gibt es in Südafrika fast ein Zehntel aller
weltweit bekannten Blütenpflanzen, etwa 24.000 Arten. Das sind weit mehr, als in
ganz Europa vorkommen. Auf der Halbinsel um Kapstadt existiert sogar eines von
sechs Florenreichen der Erde: Capensis, das kleinste und artenreichste von
allen.
Doch die natürliche Vielfalt ist bedroht. Daher wurden bereits zu Beginn des 20.
Jahrhunderts erste Schutzzonen in Kapstadt eingerichtet. Mehr als 20 Parks und
Naturreservate sind seitdem in und um die Stadt entstanden. Da die Parks nicht
eingezäunt sind, ist der Schutz der Tiere und Pflanzen eine besondere
Herausforderung. Zusätzlich erschwerend wirkt der massive Zustrom von
Flüchtlingen, die mit provisorischen Hütten jegliche Freiflächen in und um die
Townships besiedeln. Wie also schaffen die Kapstädter konkret den Spagat
zwischen Naturschutz auf der einen und Stadtentwicklung auf der anderen Seite?
Da ist zum Beispiel Jenni Trethowan aus Kapstadt. Die 46-Jährige leitet die
Tierschutzorganisation "Baboon Matters". Mit einem Team aus 30 Wildhütern ist
die Tierschützerin permanent im Einsatz, um Paviane aus Wohngebieten
fernzuhalten. Rund 350 von ihnen leben noch am Kap, Tendenz fallend. Durch
zunehmende Verstädterung kommt es immer häufiger zu Konflikten zwischen Menschen
und Affen. Mülltonnen werden geplündert, und auch ein Besuch der Affen in den
Wohnhäusern ist nicht selten. Viele Betroffene versuchen, sich mit Gift oder
Waffengewalt des Problems zu entledigen. Zwischen zehn und 15 Affen kommen dabei
pro Jahr ums Leben. Um aufzuklären, organisiert Jenni Trethowan geführte Touren
zu den Pavianen. Und sie ist nur ein Beispiel für den konkreten Natur- und
Tierschutz am Kap.
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Am 28.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (4/4): Eine Reise durch den Regenwald | Wer vom Karneval in Rio schwärmt, der war noch nie am Amazonas. Auf einer
Flussinsel messen sich in der Stadt Parintins Jahr für Jahr die roten Garantidos
und die blauen Caprichosos. Sie kreieren atemberaubende Umzugswagen, ziehen
Hunderte von Tänzern zu einer farbenprächtigen Choreographie zusammen und
schicken ihre beiden schönsten Frauen an die Front. Der Film begleitet Maria von
den Caprichosos in ihren letzten Tagen bis zum Beginn des dreitägigen
Volksfestes.
Der Amazonas ist auch ein einzigartiges Naturparadies. Für das Überleben dieser
grünen Lunge der Erde zu kämpfen, kann lebensgefährlich sein. Zum Beispiel für
den Befreiungstheologen Padre Boeing. Er kämpft für ein Naturschutzgebiet in der
Gegend um Santarém. Doch hier im Norden steht der Staat auf Seiten der
Mächtigen: der Großgrundbesitzer, der Sojafarmer und der Holzfäller. Den
Todeskommandos der Mächtigen sind in den vergangenen 20 Jahren allein in diesem
Bundesstaat 450 Aktivisten zum Opfer gefallen. Umgerechnet 4000 Euro kostet der
Mord an einem Geistlichen.
In Belém mündet der Amazonas in den Atlantik. Rosilene lebt seit 42 Jahren hier,
und sie nimmt auch in diesem Jahr wieder teil am Círio de Nazaré, dem größten
religiösen Ereignis in Brasilien. Eine riesige Marienstatue wird an einem Seil
durch die Straßen gezogen. Am Ende des Festes wird die Statue auf den Fluss
hinausgezogen, ein Teil des ewigen Mythos Amazonas.
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Am 29.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Sumatra - Letzte Zuflucht Urwald | Im Dschungel Sumatras lebt die nomadische Volksgruppe der "Orang Rimba". Ihren
Namen haben sie sich selbst gegeben, er bedeutet so viel wie "Urwaldmenschen".
Von den Menschen außerhalb des Urwaldes werden sie "Kubu" genannt. Die Kubu
bewohnen diesen Wald seit Jahrhunderten, sie leben von der Jagd, dem Ackerbau
und dem Sammeln wilder Früchte. Der Dschungel bietet nicht nur eine reichhaltige
Nahrungspalette, sondern auch Holz, Fasern und Blätter, mit denen sie ihre
Hütten bauen. Die Blätter werden außerdem genutzt, um Verletzungen und
Krankheiten zu heilen.
Die Dokumentation begleitet einige Orang Rimba auf der Suche nach einem neuen
Siedlungsgebiet. Mit diesem Verhaltensmuster folgen sie ihrer Tradition: Wenn
jemand stirbt, muss die gesamte Großfamilie in einen anderen Teil des Dschungels
wechseln, da ansonsten der Geist des Toten Unglück oder sogar Tod über die
Stammesmitglieder bringen könnte.
Das Dilemma: Jeder Umzug führt die Kubu immer näher an den Rand ihres
schrumpfenden Territoriums. Verantwortlich für das kontinuierliche Verschwinden
ihres Lebensraumes sind die Holzfäller, mit denen die Orang Rimba zunehmend in
Konflikt geraten, obwohl sie im Grunde genommen ein friedliebendes Volk sind.
Seit jeher versuchen sie, Streit aus dem Weg zu gehen und ziehen so höchstens
symbolisch einen Graben um ihren Lebensraum. "WunderWelten" vermittelt einen
lebendigen Eindruck von der traditionellen Lebensweise der Kubu, deren komplexe
Kultur in der Zukunft zu verschwinden droht.
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Am 29.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Alarm am Panamakanal | Der Panamakanal: Das sind hohe Mauern, ausgefeilte Technik und gigantische
Bauwerke. Doch dieser Durchstich der engsten Stelle zwischen Atlantik und
Pazifik, der 60 Kilometer misst und aus einem System von Schleusen besteht, wird
vor allem vom Urwald beherrscht, den die Ozeanriesen auf dem Gatúnsee
durchqueren. Dieser See entstand zwischen 1907 und 1913 durch die Aufstauung des
Rio Chagres und dient als Speicher, der die Schleusen mit Wasser versorgt.
In den 100 Jahren seit Eröffnung des Panamakanals entwickelte sich an seinen
Ufern ein einzigartiger Zufluchtsort für Tiere und Pflanzen, während weiter
entfernte Regionen abgeholzt wurden. Doch seit 2007 wird der Kanal erheblich
verbreitert. Riesige Urwälder werden gerodet und Berge abgetragen. Um neuen
Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen, werden Ausgleichsflächen
ausgewiesen. Den Rodungsarbeitern folgen Tierretter, die die heimatlos
gewordenen Tiere an geeigneten Orten wieder aussetzen.
Für Archäologen und Paläontologen ist der Bau des neuen Kanals eine noch nie da
gewesene Chance, Informationen über die Besiedlung der Region zu erhalten, über
Tierwanderungen und Pflanzenverbreitung, über die Entwicklungsgeschichte des
gesamten amerikanischen Kontinents.
Die Dokumentation unternimmt eine Fahrt auf einem Panamax-Schiff, der größten
Schiffsklasse, die den Kanal durchqueren kann. Es ist eine Reise von Atlantik
zum Pazifik, die einen ganzen Tag lang dauert. Während das Schiff Schleusen
passiert, den mächtigen Gatúnsee durchquert, an verfallenen Städten vorbei kommt
und am Rio Chagres, der dieses Technik- und Naturwunder speist, wird nicht nur
die Funktionsweise des Kanals erklärt, sondern auch aufgezeigt welche
Auswirkungen ein Neubau auf die gesamte Landbrücke Panamas haben wird.
Zu der facettenreichen Fauna gehören die Affen auf den Inseln im Gatúnsee,
Tapire, Krokodile, Schildkröten, Schlangen sowie das vielfältige Leben unter
Wasser. Außerdem besucht das Filmteam die Emberá, einen Indianerstamm, der sich
vor 30 Jahren hier ansiedelte. Fraglich ist, ob die Indianer hier bleiben
können, wenn der Spiegel des Sees steigt, um die noch größeren Schleusen zu
betreiben?
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Am 29.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | arte: Peru - Delfine in Gefahr | Von der Pazifikküste bis in das wenig bekannte peruanische Amazonasbecken
begleitet "360o - Geo Reportage" den deutschen Biologen Stefan Austermühle und
seine peruanische Frau Nina Pardo bei ihrem schwierigen Unterfangen, die
peruanischen Fischer davon zu überzeugen, den Delfinfang aufzugeben.
Sowohl die Meeresdelfine vor der Küste Perus als auch die Flussdelfine der
Regenwaldregion sind in ihrem Bestand gefährdet. Doch für die Fischer ist der
Verkauf von Delfinfleisch eine wichtige Einnahmequelle. Nach wochenlanger
Recherche ist endlich eine Razzia auf dem Fischmarkt von Callao, einer
Hafenstadt nahe Lima, von Erfolg gekrönt. Der Einsatz ist für die Polizeibeamten
wie auch für die Mitarbeiter von "Mundo Azul" angesichts der extremen Armut und
der latenten Gewaltbereitschaft in Peru gefährlich. So galt der Verkauf billigen
Delfinfleisches auf dem Schwarzmarkt in der Vergangenheit nicht als
ernstzunehmendes Verbrechen.
Doch "Mundo Azul" macht mehr, als illegales Delfinfleisch aufzuspüren.
Regelmäßig forscht Stefan Austermühle auch an Delfinen in freier Natur. Er
fotografiert sie, um ihren Bestand zu erfassen. Und er will beweisen, dass es
einen Zusammenhang zwischen der Überfischung der Meere, der Umweltverschmutzung
und dem Rückgang der Delfinbestände gibt. Gleiches planen er und seine Frau auch
im Amazonasgebiet. Am Pazifik trägt eines der Projekte von "Mundo Azuls" erste
Früchte. Einige Fischer fahren zum ersten Mal mit ihren Booten Touristen zu den
Delfinen hinaus, statt Jagd auf sie zu machen.
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Am 30.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Nicaragua - Der Wald der Mayagna | In Awas Tingni, einem kleinen Dorf am Rio Wawa an der Atlantikküste Nicaraguas,
leben die 850 Angehörigen des Stammes der Mayagna. "WunderWelten" gewährt
Einblicke in das Leben dieser Indianer und schildert vor allem deren Kampf um
die Rechte an ihrem angestammten Gebiet. Sie zogen gegen ihren eigenen Staat vor
Gericht, denn 1996 verkaufte die Regierung Nicaraguas 90.000 Hektar des
indianischen Landes an ein koreanisches Forstunternehmen.
Würden die Indianer enteignet, müssten sie in die nächstgelegene Stadt, Puerto
Cabezas, umziehen. Dies hätte aber fatale Folgen, denn dadurch wäre die
traditionelle Lebensweise der Mayagnas bedroht.
Ihr Fall wurde zum ersten Landrechtsstreit zwischen einer indigenen Gruppe und
einer Staatsregierung, der dem Interamerikanischen Gerichtshof für
Menschenrechte in San José, Costa Rica, vorgelegt wurde. Ihrer Liebe zu ihrem
Land, die die Mayagnas in ihren Gesängen zum Ausdruck bringen, tat dies jedoch
keinen Abbruch. Die Dokumentation zeigt sie voller Erwartung der
Gerichtsentscheidung, die letztendlich über ihr Schicksal entscheiden soll.
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Weitere Sendungen, die nicht direkt zum Thema passen, aber vielleicht auch von Interesse für Sie sind:
Am 02.05.08 05:15 - 05:25 Uhr auf | | SWR: Malaysia - Vielvölkerstaat unterm Halbmond | Das Staatsgebiet von Malaysia besteht aus zwei Landesteilen, die durch das Südchinesische Meer voneinander getrennt sind: In Malaysia, das nicht umsonst auch als "Asien im Kleinformat" bezeichnet wird, leben Angehörige von drei großen asiatischen Kulturkreisen: dem malaiischen, chinesischen und indischen. Entsprechend vielfältig sind die Glaubensrichtungen: Das Leben der Malaien wird von den Geboten des Koran bestimmt, die Malaysier indischer Abstammung bekennen sich mehrheitlich zum hinduistischen Glauben, die Angehörigen der chinesischen Volksgruppe fühlen sich den Lebensphilosophien des Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus verbunden. Hinzu kommen die Orang Asli, die Ureinwohner Malaysias. Traumstrände und Dschungel, Reisfelder und Teeplantagen prägen die landschaftlichen Eindrücke in West-Malaysia.
Den eigentlichen Reiz macht aber das multikulturelle Miteinander der Menschen aus, vor allem in den Städten: Ihre Märkte und unterschiedlichen Küchen, ihre Tempel und Moscheen, ihre religiösen Feste. Eine beeindruckende Vielfalt, wie die Reise von der Hauptstadt Kuala Lumpur zu den Cameron Highlands zeigt.
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Am 05.05.08 23:15 - 00:50 Uhr auf | | WDR: Schatten über dem Kongo | "Schatten über dem Kongo" erzählt die Geschichte eines fast vergessenen Völkermordes. Im Jahr 1885 wurde auf der Kongo-Konferenz in Berlin der belgische König Leopold II als Herrscher des Kongo-Staates eingesetzt. Damit begann eine beinahe beispiellose Geschichte von Ausbeutung, Verfolgung und millionenfachem Mord an der einheimischen Bevölkerung. Denn Leopold verwandelte das an Bodenschätzen reiche Land in ein gigantisches Arbeitslager. Als man ihm den Kongo 1908 wieder entzog, hatte er schätzungsweise über eine Milliarde Dollar Gewinn aus seiner Kolonie gezogen, rund 10 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben.
Dem couragierten Einsatz eines Einzelnen war es zu verdanken, dass Leopold seine "Privatkolonie" wieder abgeben musste: Edmund Morel, Kontorist einer Schifffahrtslinie, erkannte als Erster das Ausmaß des Terrors und gründete die erste große Menschenrechtsbewegung des 20. Jahrhunderts, die Congo Reform Association. Doch bis heute hat sich das Land nicht völlig von den Folgen der Schreckensherrschaft erholt. Denn die meisten der nachfolgenden Herrscher regierten das Land weiter im Stil der alten Kolonialherren. Erst 2006 konnte das Volk nach vielen von Diktatur und Bürgerkrieg geprägten Jahrzehnten wieder einen demokratischen Präsidenten wählen.
Der Film "Schatten über dem Kongo" entstand nach dem gleichnamigen Buch des amerikanischen Schriftstellers Adam Hochschild. Die Regisseurin Pippa Scott hat daraus eine bewegende Dokumentation auf höchstem filmischen Niveau gemacht, die exemplarisch die Ursachen vieler Probleme des afrikanischen Kontinents aufzeigt. Wie der englische Originaltitel "King Leopolds Ghost" andeutet: Der Schatten des Kolonialismus liegt noch immer über vielen Ländern Afrikas.
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Am 22.05.08 11:00 - 11:45 Uhr auf | | 3sat: Deutsche Kolonien: Vom Entdecker zum Eroberer | Die Kolonialpolitik Deutschlands fand mit dem Ersten Weltkrieg ein rasches Ende. Mit dem Versailler Vertrag erlosch jeder Anspruch Deutschlands auf seine ehemaligen Übersee-Territorien. Die Sehnsucht nach den Kolonien lebte jedoch weiter. Kolonialausstellungen, Völkerschauen und Spielfilme zielten auf die nostalgische Verklärung der deutschen Kolonialzeit. Auch die Nazis bemächtigten sich des Themas. Schon früh forderten einige führende Köpfe die Rückgabe der Kolonien - eine taktische Möglichkeit, um andere außenpolitische Ziele zu erreichen. Bei vielen der in den ehemaligen Kolonien verbliebenen Deutschen fiel diese Rhetorik auf fruchtbaren Boden.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs erlebte der koloniale Gedanke dann einen letzten, kurzen Aufschwung: Spielfilme wie "Carl Peters" und "Germanin" feierten die Taten deutscher Kolonialpioniere und dienten zugleich der Propaganda gegen den Kriegsgegner England. Nach Stalingrad und den Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten gab Hitler 1943 endgültig seine Pläne für Afrika auf. Der Traum der Kolonialrevisionisten von einem deutschen Reich in Afrika war endgültig ausgeträumt. Ein Rückblick auf die deutsche Kolonialgeschichte.
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Am 22.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | phoenix: Pommern unter Palmen: Deutschstämmige in Brasilien | | Die deutsche Eiche ist hier eine Palme, aber ansonsten ist in Pomerode fast alles "wie in der guten alten Heimat" - mit Bier und Volksmusik, Dirndl und Entenbraten. Südlich von Sao Paulo, gleich am Atlantikstrand, liegt eine Art Deutschland im Mini-Format. Dort ließen sich Mitte des 19. Jahrhunderts Auswanderer aus Pommern nieder. Und noch heute fühlen sich ihre Nachfahren der alten Heimat eng verbunden.
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Am 27.05.08 22:00 - 22:30 Uhr auf | | 3sat: Charity Business - Die Schattenseiten der Wohltäter | | Das Jahr 2007 hat es erneut gezeigt: In der globalisierten Welt geht die Schere
zwischen Arm und Reich immer weiter auf. Erfolgreiche Geschäftsleute werden
immer reicher und mächtiger und übernehmen inzwischen auch Aufgaben, die
eigentlich Sache der Regierungen wären: den Kampf gegen Aids und Armut oder das
Eintreten für Menschenrechte zum Beispiel. Milliardäre wie Bill Gates und Warren
Buffet spenden riesige Summen für gute Zwecke - und lassen sich auch gern als
die neuen Retter der Welt feiern. Was steckt wirklich hinter ihrer
Großzügigkeit, welche Motive treibt diese "Achse des Guten" an? Keineswegs reine
Menschenliebe, sondern auch Imagepflege und beinharte Geschäftsinteressen.
Der französische Journalist Frederik Dupois schaut hinter die Kulissen des
großen Spenden-Business.
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Dauertipps
Umweltmagazine:
Globus (Seit Januar eingestellt, Nachfolger im Mai)
WDR: Dschungel (dienstags 21.00-21.45 einmal im Monat)
Bay3: Unkraut (montags 21.20-21.45 14-tägig)
arte: Sylva - Von Bäumen und Menschen (jeden dritten Montag im Monat 19.00-19.45)
Naturdokumentationen :
ARD: Abenteuer Wildnis (Montag bis Freitag 15.15-16.00)
ARD: Expeditionen ins Tierreich (abends, unregelmäßig)
ARD: Wunder der Erde (abends, unregelmäßig)
ZDF: Wunderbare Welt (Montag bis Freitag 16.15-17.00)
NDR: Tierwelten (mittwochs 20.15-21.00)
arte: GEO-Reportagen (erste Woche im Monat Montag bis Donnerstag 20.15-20.45)
vox: Tierzeit (samstags 17.55-18.30)
n-tv: Toyota World of Wildlife (sonntags 7.15-8.00, Wdh. 22.15)
kabel1: Abenteuer Natur (in Winterpause)
Auslandsmagazine :
ARD: Weltspiegel (sonntags 19.10-19.50 einmal im Monat?)
ZDF: Auslandsjournal (donnerstags 21.15-21.45 wöchentlich, Wdh. freitags 5.00)
3sat: Auslandsjournal extra (freitags 21.00-21.30)
SWR: Auslandsreporter (montags 21.45-22.15)
CNN: Alles, u.a. samstags 18.30 Insight Africa und sonntags 15.30 International Correspondents
NDR: Länder-Menschen-Abenteuer (montags bis donnerstags 15.15-16.00 und donnerstags 20.15-21.00, im WDR: Mo-Mi 16.15, SWR: Mi 16.15, Bay3: Mo-Do 17.02, h3: Mi 21.00, ORB: Sa 14.00, MDR: So 10.15 und Mo 13.00)
Beachten Sie auch die ausführlichen TV-Tipps zu Entwicklungspolitik von Misereor.
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