
Hier finden Sie die Fernsehsendungen der kommenden ein bis drei Wochen zum Thema Wälder aufgelistet:
Am 14.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Vom Todesstreifen zur Lebensader - Das grüne Band | 40 Jahre wurde Deutschland durch eine Grenze getrennt. Sie war zugleich Symbol für den ideologischen Graben zwischen dem kommunistischen Osten und dem kapitalistischen Westen. Als diese Grenze 1989 endlich geöffnet wurde, entdeckten Biologen und Naturschützer, dass sich im ehemaligen 'Niemandsland', das jahrzehntelang nur von ein paar Grenzsoldaten betreten werden durfte, eine außergewöhnliche Natur entwickelt hatte. Viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen standen und stehen bis heute auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer sprach von europäischem 'Tafelsilber'.
2007 machte sich der Biologe und Kameramann Heribert Schöller ein Jahr lang auf die Suche nach dem, was vom einstigen 'Tafelsilber' noch da ist. Er entdeckte Erstaunliches. Heute werden viele Bereiche des 'Grünen Bandes' geschützt, zum Teil in groß angelegten Projekten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Etliche Naturschutzgebiete sind entstanden, darunter die Biosphärenreservate Rhön, Elbe, Drömling und Schaalsee sowie ein Nationalpark im Harz.
Fast 1.400 Kilometer führt die Reise über den ehemaligen 'Todesstreifen' vom Vogtland bis hinauf zur Ostsee und berührt von Süden nach Norden typische Landschaften und Lebensräume. So ist das 'Grüne Band' in höchstem Maße repräsentativ für die Natur Deutschlands und Mitteleuropas: die Mittelgebirge von Rhön und Harz mit ihren riesigen Waldgebieten, wo wieder Schwarzstorch und Luchs leben, das große Urstromtal der Elbe mit seinen Störchen, Seeadlern und den legendären Elbebibern und nicht zuletzt die Ostsee mit dem freiem Blick aufs Meer und dem ungewöhnlichen Ruf eines der seltensten Vögel Deutschlands.
Ähnliche Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere haben Heribert Schöller und Martin Böttner in ihrer Dokumentation 'Naturoase Truppenübungsplatz' aus dem Jahr 2005 beschrieben, in dem sie zeigen, wie sich nach dem Abzug der Roten Armee aus der ehemaligen DDR und der Auflösung der Nationalen Volksarmee ehemalige militärische Sperrzonen zu neuen Wildnisgebieten entwickelten.
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Am 14.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | NDR: Der Tiger und der Mönch | | Schon die Dreharbeiten dieser Dokumentation hatten einen ungewöhnlichen Auftakt: Das Team stand wenige Meter von einem 200 Kilogramm schweren Tiger entfernt, und der neben ihm stehende, gut gelaunte Mönch rief den Fernsehleuten zu: "Fremde mag er nicht besonders, wenn er welche sieht, greift er manchmal ohne Vorwarnung an!".
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Am 14.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (2/4): Eine Reise durch den Regenwald | Stefan Schaaf besucht an der Grenze zwischen Ecuador und Peru die Achuar-Indianer. Auch in ihrem Gebiet werden riesige Ölvorkommen vermutet, aber dieses Volk setzt auf alternativen Tourismus. Und so betreiben sie in Eigenregie die ökologische Kapawi-Lodge. Bis vor 30 Jahren verarbeiteten die Achuaris die Häupter ihrer Feinde zu Schrumpfköpfen - nun sorgen sie in der Hotelküche für kunstvolle Arrangements mit Tomate auf den Tellern. "Wir wollen keine Verschmutzung hier", sagt der Präsident der Achuaris, Alejdanro Marapuna. "Viele Wissenschaftler nennen Amazonien die Lunge der Welt, und wir wollen diese weiter vergrößern."
Weiter südlich, im peruanischen Iquitos, erlebt das Filmteam eine Überraschung ganz anderer Art - Sabbat im Urwald. Weil die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts einen Kautschukboom erlebte, wanderten sephardische Juden aus den marokkanischen
Städten Rabat und Marrakesch an den Amazonas aus. Weiter geht es mit einem
Hospital-Schiff, das in Seitenflüssen des Amazonas abgelegene Dörfer ansteuert.
Betrieben wird es von US-amerikanischen Evangelikalen, denen die Missionierung
noch wichtiger ist als die medizinische Versorgung. Gegen solche Gesundbeter aus
dem Westen wehrt sich Manuel Ahuanari vom Volk der Cocamas. Er will in einem
Nationalpark alternativen Tourismus einführen.
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Am 15.05.08 14:15 - 15:00 Uhr auf | | hr: Im Land der Regenbogenschlange | | Queensland ist der zweitgrößte Bundesstaat Australiens und mit rund 1,8 Millionen Quadratkilometern etwa fünf mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Es bedeckt das gesamte Nord-Ost-Gebiet Australiens und besitzt die größte Vielfalt an Fauna und Flora des Fünften Kontinents. Dazu gehören das größte Korallenriff der Erde - das Great Barrier Reef - und die weltweit ausgedehntesten Sandinseln.
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Am 16.05.08 21:00 - 21:45 Uhr auf | | rbb: Tropenparadies Kuba | | Unter Krokodilen und Riesenschlangen.
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Am 17.05.08 01:25 - 02:10 Uhr auf | | 3sat: Masuren | Masuren, das ehemalige Ostpreußen, gilt als die grüne Lunge Polens. Jahrzehntelang wurde die Region im Norden des Landes fast ausschließlich von einheimischen Touristen bereist, erst in den letzten Jahren wurde dieses naturbelassene Gebiet für den internationalen Tourismus entdeckt. Das Land der dichten Wälder und kristallenen Seen eignet sich hervorragend für den sanften Tourismus. Wassersportler - allen voran Kanuten - finden dort ein selten schönes Revier mit über 3.000 Seen. Wald und Wasser wechseln sich ab und bieten vielen Tieren, die anderswo längst verschwunden sind, den idealen Lebensraum. Auch die Geschichte hat im Land an der Ostsee ihre Eindrücke hinterlassen. Vor allem deutsche Spuren sind es, beginnend, mit den Burgen aus Backstein, die die Ritter des Deutschen Ordens im 12. und 13. Jahrhundert gebaut hatten, bis hin zu den Ruinen des NS-Führerhauptquartiers Wolfschanze, in dem Adolf Hitler von einem Weltreich träumte. Dort scheiterte auch das Attentat vom 20. Juli 1944.
Wolfgang Wegner hat sich nach Masuren aufgemacht und fernab der klassischen Touristenrouten einen ebenso schlichten wie paradiesischen Landstrich vorgefunden.
(Sendung in der Nacht vom 17. auf den 18.) |
Am 17.05.08 02:10 - 02:50 Uhr auf | | 3sat: Ostpreußens Küste | Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Stürme darüber hinwegfegen. Im Kriegswinter 1944/45 zeigte sich die raue Landschaft von ihrer unwirtlichen Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pillau - und so mancher ertrank in den eisigen Fluten.
Susanne Hanke begibt sich auf den Weg der Flüchtenden - in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Dabei hat sie unter anderem die Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens im Blick. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg, wo sich kaum Spuren der Natur finden lassen. An der Memel hingegen ist sie noch weitgehend unberührt. Dort lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise und hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung aus sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und Elche. Letzte Station des Filmteams ist die älteste Vogelwarte der Welt - Rossitten, heute Rybatschij, wurde 1901 gegründet.
(Sendung in der Nacht vom 17. auf den 18.) |
Am 17.05.08 02:50 - 03:35 Uhr auf | | 3sat: Ostpreußens Wälder | Das frühere Ostpreußen, die Region zwischen Weichseldelta und Memelmündung, ist ein Land der historischen Städte und Seen. In seinen Wäldern findet sich eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, wie man sie nur noch in wenigen europäischen Landstrichen findet. Sie bieten Platz für große Gruppen von freilebenden Wisenten, Wildschweinen und Dammwild. Auch Füchse gibt es dort, obwohl sie in der Vergangenheit von Jagdgesellschaften verfolgt wurden. Heute können sie in der von Menschen fast ungestörten Natur gut überleben. Auch der reichen Vogelwelt kommt die Ruhe der Naturlandschaft zugute: Störche und Kraniche sind dort ebenso beheimatet, wie Eisvögel und viele Arten von Singvögeln.
Thomas Willers stellt die abgelegene Region Osteuropas im Lauf der Jahreszeiten vor.
(Sendung in der Nacht vom 17. auf den 18.) |
Am 17.05.08 03:35 - 04:20 Uhr auf | | 3sat: Ostpreußens Zauberwald | Die Rominter Heide in Ostpreußen galt einst als bevorzugtes Jagdgebiet der Hohenzollern. Das Lieblingsrevier der deutschen Kaiser wurde nach Hitlers Machtübernahme zum Jagdrevier der Nazis mit Reichsjägermeister Hermann Göring an der Spitze. Heute durchzieht die polnischrussische Grenze den Urwald, in dem noch immer Rothirsche, Elche, Luchse und Wölfe leben. Es ist ein naturbelassener Wald mit uralten Eichen, Fichten und Kiefern, mit einsamen Waldseen, Brüchen, Schonungen und Mooren. Kurz vor dem Winter hüllt der Morgennebel die Heide ein und macht den Wald zum Zauberwald. Die letzten Kraniche ziehen nach Süden, Menschen klauben Kartoffeln von den Feldern und machen Holz für den Winter.
Wolfgang Wegner war im Spätherbst zwischen Goldap und Szittkehmen unterwegs und kam ins Gespräch mit Menschen, die in der Rominter Heide leben.
(Sendung in der Nacht vom 17. auf den 18.) |
Am 17.05.08 05:05 - 05:45 Uhr auf | | 3sat: Wildes Masuren | Masuren - das sind dunkle Wälder, klare Flüsse und tiefblaue Seen. In der Landschaft im Nordosten Polens leben Tiere, die in vielen Teilen Europas längst verschwunden sind. Wisente und Elche durchstreifen die ausgedehnten Wälder, Fischotter tauchen in sauberen Flüssen nach Beute. Dort bleibt im Einklang mit der Landwirtschaft noch Platz für Feuchtwiesen und Sümpfe, in denen sich die Frösche tummeln. Auch die Weißstörche finden dort noch ausreichend Nahrung. Ihre Lebensbedingungen sind so gut, dass manche Dörfer mehr Störche als Einwohner zählen. Das Fortleben des Wiesents ist in Polen ebenfalls gesichert. Doch es gibt auch Tiere, deren Lebensbedingungen sich in Masuren verschlechtern: die der Birkhühner etwa oder die der buntschillernden Blauracken.
Der Film zeigt die vielfältige Tierwelt in Masuren und stellt unter anderem auch die Wildrinder vor, die in dieser Region beheimatet sein.
(Sendung in der Nacht vom 17. auf den 18.) |
Am 17.05.08 16:00 - 16:30 Uhr auf | | ARD: Die geheimnisvollen Salomonen | | Fast 1000 Inseln und Inselchen zählt man zum Inselstaat der Salomonen. Sie gehören zu den geheimnisvollsten Orten der Südsee - viele sind von der Zivilisation noch so gut wie unberührt. Krokodile, Vulkane, Regenwälder - ein uriges Land, in dem sich die wenigen Touristen noch wie Entdecker fühlen können. So wie ARD-Korrespondent Mario Schmidt, der mit seinem Team durch den Südseestaat reiste. Mit dem Boot durchquerten sie die längste Lagune der Welt und erlebten den Alltag der Menschen. Auch heute noch werden auf traditionelle Weise neue Inseln gebaut und - tatsächlich - Muschelgeld hergestellt. Doch mit einer Tradition wurde gebrochen: Die Bewohner der Inseln waren gefürchtete Krieger, die von ihren Raubzügen abgeschlagene Köpfe als Trophäen mitbrachten. Schädelschreine erinnern an die blutige Zeit der Vorfahren.
Wegen immer wieder aufflackernder politischer Unruhen sind die Salomonen touristisch wenig erschlossen. Doch vor allem unter Tauchern gilt das Land schon lange als Geheimtipp: Es ist eines der besten Tauchreviere der Welt. Riesige Mantas und Meeresschildkröten und die gigantischen Walhaie sind dort zu finden, aber auch ein riesiger Wrack-Friedhof, der neben vielen Meeresbewohnern die Reste der großen Seeschlachten zwischen den USA und Japan im Zweiten Weltkrieg birgt.
Eine der größten Sorgen und Herausforderungen heute für die Menschen ist der Klimawandel. Erste Küstendörfer wurden bereits aufgegeben, weil das Wasser immer höher steigt.
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Am 18.05.08 12:05 - 12:50 Uhr auf | | hr: Russlands Nordwesten | | Die Filmreise verläuft im europäischen Teil Russlands, und dennoch ist es eine Reise in eine ferne Welt - von der wohl europäischsten aller russischen Städte in das über tausend Kilometer entfernt liegende Gebiet Murmansk nördlich des Polarkreises, von der Weltstadt in die Taiga und Tundra.
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Am 18.05.08 16:00 - 16:30 Uhr auf | | 3sat: Arche Noah im ewigen Eis | | Die Vielfalt der Pflanzen ist akut bedroht, denn jeden Tag verschwinden wertvolle Arten für immer. Auf der arktischen Insel Spitzbergen entsteht deshalb ein gigantisches Saatgut-Lager, das 'Arctic Seed Vault'. Das Unternehmen macht deutlich, wie wichtig der Erhalt der Pflanzenvielfalt ist, und welcher Aufwand betrieben wird, um alle noch vorhandenen Samen unserer Kulturpflanzen für die Ewigkeit in einer Samen-Datenbank zu bewahren. Die Welternährungsorganisation schätzt, dass weltweit bereits 75 Prozent der landwirtschaftlichen Vielfalt bei Nahrungspflanzen verloren gegangen ist. Nur noch wenige Kulturpflanzen dominieren die Landwirtschaft. Sie sind zwar sehr ertragreich, doch die meisten sind auch sehr anfällig für Schädlinge und Klimaveränderungen. Der Klimawandel stellt an Reis, Mais, Weizen und andere Säulen der Welternährung Anforderungen, die wir heute bestenfalls ahnen können: Sie müssen Trockenheit, Hitze und neue Pflanzenkrankheiten verkraften. Auf diese und andere nicht vorhersehbare Entwicklungen müssen die Forscher in Zukunft mit neuen Züchtungen reagieren können. Dafür sind aber Ursprungsformen, die Samen der altbewährten Sorten und die der verwandten Wildpflanzen, notwendig. Das haben Forscher und Ernährungsorganisationen zwar früh erkannt. In Gen- und Saatgutbanken auf der ganzen Welt versuchen sie, die Artenvielfalt zu erhalten. Doch auch diese sind gefährdet: Naturkatastrophen und Kriege haben bereits wertvolle Bestände vernichtet. Die Arche Noah im ewigen Eis soll deswegen Kopien aller Pflanzen sicher beherbergen.
Die 3sat-Dokumentationsreihe 'hitec' berichtet über das riesige 'Arctic Seed Vault' und seine ambitionierte Aufgabe, mit über vier Millionen Pflanzensamen die Welternährung atombombenfest und vor Naturkatastrophen geschützt zu sichern.
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Am 19.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Es war einmal in Brasilien... | Sie kamen voll Hoffnung im Herzen auf ein besseres Leben nach Brasilien: Italienische Einwanderer, die den ärmlichen Verhältnissen ihrer Heimat in den 20er Jahren zu entkommen hofften. Was sie erwartete, waren viel Schweiß und Tränen, schier endlose Entbehrungen und nicht einmal mehr, die Aussicht, zurückkehren zu können. Im südlichsten Bundesstaat Brasiliens, im Rio Grande do Sul, schufen die Einwanderer ein kleines Stückchen Italien: Oft völlig unvorbereitet für das harte Pionierleben in der Wildnis, machten sich die Emigranten aus der Lombardei oder Venetien an die Arbeit und, gründeten im Bergland der Serra Gaùcha, an der Grenze zu Argentinien, Siedlungen, Plantagen und Handwerksbetriebe nach dem Vorbild ihrer italienischen Heimat.
Ein tollkühnes Unterfangen, denn Klima und Infrastruktur dieser unwirtlichen Gegend waren keineswegs mit dem warmen Italien vergleichbar: Die italienischen Einwanderer kamen in eine abgelegene und in den Wintern schneereiche Region, wo Pferde oft das einzige Fortbewegungsmittel sind. Auf sie waren die Menschen in dieser Gegend angewiesen, wenn sie Brennholz oder Nahrung beschaffen wollten.In den ersten Jahren pflegten die Pionierfamilien noch die italienische Sprache und vielfach war es erst die Schulzeit der Kinder, die aus den Einwanderern portugiesischsprachige brasilianische Bürger machte. Die Enkel dieser Pioniergeneration blicken heute mit Stolz und Respekt zurück auf die Aufbauleistungen der Großeltern und Eltern, die ihren Familien erst einmal eine Existenz und mit den Jahren auch einen gewissen Wohlstand sicherten.
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Am 19.05.08 19:15 - 20:00 Uhr auf | | phoenix: Im Reich der Krokodile | | Der Kakadu Nationalpark ist der Größte Australiens. Er wurde nicht nur aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, sondern auch wegen der kulturellen Schätze seiner Ureinwohner, der Aborigines. Sie leben seit mehr als 50.000 Jahren dort. Seit der Gründung des Parks 1978 bestimmen überwiegend Weiße über das Land. Weiße Tour-Guides zeigen die Naturschönheiten und erklären die Kultur der Aborigines. Einen direkten Kontakt zu den Ureinwohnern gibt es kaum. Das soll sich jetzt ändern. Der Park soll in Zukunft aus der Sicht der Ureinwohner präsentiert werden. Dazu müssen Aborigines zu Tour-Guides ausgebildet und verstärkt in die Ranger-Arbeit eingebunden werden. So ist der Ranger Gary Lindner als Sohn einer Aborigine-Mutter und eines weißen Buschmannes prädestiniert, sich zwischen den Welten der Weißen und der Ureinwohner zu bewegen. Seine Hauptaufgabe besteht allerdings darin, Touristen vor gefährlichen Krokodilen zu schützen. Doch er fühlt sich auch dem Schutz der riesigen Salzwasserkrokodile verpflichtet, die die unangefochtenen Herrscher des Parks sind. Die unter Artenschutz stehenden Leistenkrokodile sind hier so zahlreich vertreten wie sonst nirgendwo auf der Welt. Immer wieder kommt es zu Krokodilattacken, meist weil Menschen zu leichtsinnig sind. Ein weiteres Beispiel für das zunehmende Engagement der Aborignes im Kakadu Nationalpark bietet Natasha Nadji. Sie ist die Enkelin von Bill Neidji, der über Jahrzehnte die Aborigine-Führungsfigur der Region und schon zu Lebzeiten eine Legende war. Natasha erfüllt mit ihren 21 Jahren bereits heute eine Vorbildfunktion. Sie ist eine der wenigen Aborigine-Tour-Guides im Park und führt Touristen durch ihr Land.
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Am 20.05.08 03:40 - 04:20 Uhr auf | | phoenix: Unterwegs mit der Starship: Venezuela - Mission zum grünen Planeten | |
Am 20.05.08 04:20 - 05:05 Uhr auf | | phoenix: Unterwegs mit der Starship: Panama - Im Reich der Affenadler | |
Am 20.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | ZDF: Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (2/2) | | Auch in Teil 2 zieht es den Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling wieder in exotische Länder: Diesmal sucht er die Letzten ihrer Art in Indonesien, Kanada und Ruanda.
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Am 20.05.08 21:00 - 22:35 Uhr auf | | arte: Themenabend: Klimawandel - Eine Gefahr für den Frieden | Die Erde erwärmt sich. Der Klimawandel wird unseren Planeten bestenfalls neu gestalten und schlimmstenfalls zerstören. Wenn die Temperatur auf dem gesamten Globus nur um ein oder zwei Grad steigt, ist eine Katastrophe für den Erdball nicht ausgeschlossen. Dass Untergangsvisionen für die kommenden Jahrzehnte nicht ganz unrealistisch sind, behaupten nicht mehr nur Umweltschützer. Auch Wissenschaftler, Politiker und sogar die eher vorsichtigen Militärs gestehen mittlerweile ein, dass der Klimawandel den Weltfrieden gefährdet. Gestern entschieden der Kalte Krieg, Unabhängigkeitskämpfe und große ideologische Auseinandersetzungen über die internationale Sicherheit. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, scheint der Klimawandel diese Rolle übernommen zu haben.
Im Norden wirkt sich die Veränderung des Weltklimas auf die Lebensqualität und die Wirtschaft aus. Im Süden hingegen vernichtet der Klimawandel Lebensraum und vertreibt die Menschen aus ihrer Heimat. Doch es handelt sich nicht mehr um eine in nord-südlicher Richtung, sondern quer durch die Industrie- und die Schwellenländer verlaufende Grenze. Die Veränderungen werden überall Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten verschärfen und die soziale Kluft vertiefen. Die angekündigte Krise wird niemanden verschonen. Sie stellt schon jetzt ein Problem für die gesamte Menschheit dar.
er Themenabend untersucht Brennpunkte des Klimawandels: die Barentssee mit ihren Gasvorkommen, die erodierten Ufer in Bangladesch, die amerikanische Militärakademie West Point und das von Überschwemmungen bedrohte Südfrankreich.Durch den Abend führt Annie-Claude Elkaim. Reportagen, Beiträge von renommierten internationalen Fachleuten (unter anderen H. Kempf, H. Vedrine, P. Schwartz) sowie Simulationen helfen, die Bedrohungen durch den Klimawandel zu verstehen und deutlich zu machen.
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Am 20.05.08 22:35 - 23:00 Uhr auf | | arte: Die Feuerpatrouille | | Jeden Sommer wüten in Frankreichs Süden verheerende Feuer. Allein in der Provence brennen dabei knapp 300 Quadratkilometer Wald ab. In dem bergigen und unübersichtlichen Gelände sind die Brandherde oft schwer zu entdecken. Nur Ortskundige können rechtzeitig vor den Feuern warnen. Jeden Tag während des heißen, trockenen Sommers gehen sie auf Patrouille. So auch Serge Abbes. Er überwacht einen Waldabschnitt in der Nähe seines Heimatortes im Departement Bouchesdu-Rhône - einem beliebten Urlaubsgebiet in der Provence. Beim ersten Anzeichen eines Feuers muss er Alarm schlagen und im Ernstfall die Löschwagen der Feuerwehr direkt in die Gefahrenzone führen. Nur er kennt die gefährdeten Ortschaften in der Umgebung, die Beschaffenheit des Geländes und den Standort der Löschwasserzisternen. Serge Abbes ist Teil eines großen Netzwerks. Im Departement Bouchesdu-Rhône gibt es insgesamt 125 'Sapeurs-Forestiers', so genannte 'Waldretter', die Feuerwehrmann und Förster zugleich sind. Außerdem beobachten Profis und Freiwillige auf 31 Wachtürmen die trockenen Garrigue-Wälder. 4.000 Feuerwehrleute und die Löschfliegerstaffel 'Pélican' sind permanent in Bereitschaft. Die Feuerwachzentrale in Avignon koordiniert die Einsätze. Trotz aller Technik und Vorsicht bleibt die Arbeit von Serge Abbes gefährlich. Wenn er während einer Feuerpatrouille in einen Brand geraten sollte, helfen ihm nur seine Ortskenntnis, das Funkgerät und eine Portion Glück.
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Am 21.05.08 09:50 - 11:05 Uhr auf | | arte: Geklonte Kreaturen - Artenschutz der Zukunft | Trotz vielfältiger Programme zum Artenschutz sterben immer mehr Tierarten aus. Vor diesem Hintergrund gibt es vermehrt Anstrengungen, zumindest die genetischen Informationen der Arten vor dem Verschwinden zu bewahren. Projekte wie die 'Frozen Arc' des Natural History Museum in London oder die 'Frozen Zoo'-Konzepte in den USA zielen darauf ab, das Erbgut, das heißt Gewebe- und DNS-Proben vom Aussterben bedrohter Arten zu sammeln und tief gefroren für die Nachwelt zu bewahren.
Vordergründig gilt die globale Gendatenbank als Wissensressource, die Erkenntnisse über die Entstehung der Arten und ihre Veränderungen in der Evolutionsgeschichte liefern soll. Doch nicht wenige Wissenschaftler hoffen, eines Tages aus dem tief gefrorenen DNS-Material genetische Klone zu produzieren, um ausgestorbene Tiere wieder auferstehen zu lassen.
Begonnen hat alles mit dem Klonschaf Dolly aus dem schottischen Roslin Institute. 1997 schafften es Forscher erstmals, ein Tier aus einer Körperzelle zu erzeugen. Seitdem wurden Kühe, Ziegen, Mäuse, Kaninchen, Schweine, Hunde, Katzen, Pferde und auch Wölfe geklont.
Doch heißt das, dass auch vom Aussterben bedrohte Tierarten durch Klonen gerettet werden können? Im Prinzip ja, denn die Technik dafür steht bereit. Aber ob es die Gesellschaft auch will, ist eine andere Frage.
Staunend nimmt man zur Kenntnis, dass die biotechnische Entwicklung unaufhaltsam voranschreitet. Selbst wenn sich in den nächsten Jahrzehnten die Einsicht durchsetzen sollte, dass es vielleicht doch sinnvoller ist, den natürlichen Lebensraum bedrohter Tiere zu schützen, anstatt die Tiere später zu klonen - sollte dies nicht gelingen, gibt es immer noch die Vision von Betsy Dresser aus New Orleans. Sie stellt sich vor, dass eines Tages, wenn die Erde so weit heruntergewirtschaftet ist, dass kein Leben mehr möglich sein wird, tief gefrorene Tiere und Pflanzen in Raumschiffe gepackt und in neue Welten geschickt werden. Auf einem anderen Planeten soll dann alles von vorn beginnen.
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Am 21.05.08 11:30 - 12:15 Uhr auf | | NDR: Borneo - Insel in den Wolken | | Eine Insel der Extreme - von den Tiefen des Ozeans bis zu ihrem höchsten Gipfel. Borneo wird überragt vom Mount Kinabalu - dem höchsten Berg Südostasiens. Mit einer Höhe von 4 100 Metern blockiert er den Weg der Regen spendenden Monsunwinde und schafft sein eigenes Klima. Zu seinen Füßen liegt einer der artenreichsten Regenwälder der Erde. Hier sind der Orang-Utan und das Sumatranashorn zu Hause. Über ihre Köpfe hinweg fliegen Schlangen und Eidechsen durch die Luft. In den Korallenriffen vor der Küste gleiten zahllose farbenprächtige Seebewohner durch eines der weltweit besten Tauchgebiete. Allein in den letzten zehn Jahren wurden auf Borneo 350 neue Arten entdeckt. Ein Garten Eden, der jedoch in Gefahr ist. Denn der schlimmste Feind dieses Paradieses ist der Mensch. Wo er eingreift wird das natürliche Gleichgewicht gestört ...
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Am 21.05.08 14:45 - 19:00 Uhr auf | | phoenix: Themennachmittag Klima | |
Am 21.05.08 16:50 - 17:35 Uhr auf | | arte: Vom Todesstreifen zur Lebensader - Das grüne Band | |
Am 21.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | NDR: Bärenkinder allein im Wald | | Der Film erzählt die Geschichte zweier Bärenkinder, die schon früh ihre Mutter verloren haben. Pasha und seine Schwester Masha sind gerade einmal sechs Monate alt. Werden die beiden eine Chance haben, allein in der Wildnis Weißrusslands zu überleben?
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Am 21.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (3/4): Eine Reise durch den Regenwald | Das Filmteam reist quer durch Brasilien, von der peruanischen Grenzstadt Tabatinga bis zur Mündung bei Belém. Noch immer gibt es im gigantischen Amazonasbecken Indiostämme, die kaum Kontakt mit der Zivilisation hatten - so auch der Stamm der Matis an der Grenze zu Peru. Die Männer tragen Muscheln und Knochen durch Nasen und Ohrläppchen. Die Sendung zeigt sie bei ihrer Jagd mit dem Blasrohr und der Fischerei mit dem Speer. Doch die Krankheiten der Weißen sind schon bis zu ihnen vorgedrungen: Die meisten Stammesmitglieder sind Hepatitis-krank, viele sind bereits gestorben.
Im Rio Ariaú, einem Seitenarm des Flusses, trifft das Team auf Kranke, denen der Amazonas ein bisschen Lebensfreude gibt: Leukämie-kranke Kinder spielen mit Botos, den Fluss-Delphinen. Es ist der einzige Ort auf der Welt, wo es eine Delphintherapie mit freilebenden Exemplaren gibt. Manaus war einmal die reichste Stadt der Welt. Hier setzten die Kautschukbarone ihrer Allmacht ein Denkmal: Das Opernhaus. Wer würde sich nicht an den Film von Werner Herzog erinnern und an den "wahnsinnigen" Klaus Kinski? Seu Nonatinho ist seit 35 Jahren die Seele des Kunsttempels. Eigentlich ist er längst pensioniert, aber er kann nicht aufhören mit der Arbeit in der "schönsten Oper der Welt".
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Am 22.05.08 15:15 - 16:00 Uhr auf | | NDR: Die wunderbare Welt der Pilze | |
Am 22.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Der Nationalpark Lagodechi in Georgien | | Seit Wochen schon hört man im Hall der Berghänge das Aufeinanderprallen der Ture, der Ostkaukaukasischen Steinböcke. 3.000 Meter über der georgischen Ebene kämpfen die stärksten Männchen um die Weibchen. Die Paarungszeit dauert nur von November bis Januar, und nur wer die Rivalen besiegt, kann sich fortpflanzen.
Die Rundhornsteinböcke leben im Osten des 1.300 Kilometer langen Kaukasus-Gebirges, das Europa und Asien trennt. Als Grenzgänger zwischen Georgien, der russischen Teilrepublik Dagestan und Aserbaidschan werden die letzten Steinböcke ihrer Art im georgischen Nationalpark Lagodechi besonders behütet. Das noch zu Zarenzeiten gegründete älteste Schutzgebiet des gesamten Kaukasus liegt an der Südseite des Gebirges, knapp 200 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Tiflis und etwa 400 Kilometer weit weg vom Doppelgipfel des Elbrus.
Auch die Kaukasus-Birkhähne zeigen im Frühling vollen Einsatz. Sie setzen eher auf Sichtwerbung. Wer hoch und ausdauernd genug hüpft, kann bei einem Birkhuhn landen. Den Nachwuchs zieht die Mutter allein auf. Viel Zeit bleibt nicht dafür, denn im Hochgebirge sind die Sommer kurz. Darauf haben sich die Kleinasiatischen Frösche in 2.500 Meter Höhe längst eingestellt. Erstaunlicherweise können sie sogar bei Schnee um eine Partnerin werben.
In den Urwäldern von Lagodechi - eine fast 220 Quadratkilometer große reine Laubwaldfläche - gibt es nahezu doppelt so viele Baum- und Straucharten wie in Mitteleuropa. Viele von ihnen sind nur hier beheimatet. Es handelt sich dabei zum Teil um Relikte aus dem Tertiär, denn die Gletscher der letzten Eiszeit gelangten nicht über den Kaukasuskamm rüber.
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Am 23.05.08 13:15 - 14:00 Uhr auf | | 3sat: Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette | | Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette, zwischen Deutschland und Holland gelegen, ist ein touristischer Geheimtipp, ein Dorado für Radler und Pilzsucher, eine Landschaft aus Heide und Mooren, Seen und Wäldern. Das malerische Idyll ist mit 800 Quadratkilometern so groß wie Berlin. Roermond, der alte niederländische Bischofssitz, gehört ebenso dazu wie das nordrheinwestfälische Festungsstädtchen Brüggen. Verwaiste Schlagbäume, die an eine Grenze erinnern, die es nicht mehr gibt, animieren zu einer faszinierenden Zeitreise - zu den Ruinen eines einstigen Militärflugplatzes, zu den Spinnrädern, die sich bis heute drehen, und zum ehrwürdigen Wasserschloss Krickenbeck, einer der ersten Tagungs-Adressen Deutschlands.
Eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten des Naturparks Maas-Schwalm-Nette.
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Am 23.05.08 14:15 - 15:00 Uhr auf | | h3: Geister in Steppe und Wald | | Gehörte der Bison zusammen mit den Prärieindianern um 1700 noch zu den eigentlichen Ureinwohnern des nordamerikanischen Kontinents, so war er nur hundert Jahre später beinahe ausgerottet. Der Fortbestand dieser eindrucksvollen Tiere ist aufs Engste mit dem Schicksal der verschiedenen Indianerstämme verbunden. Die Geschichte des Bisons ist gleichzeitig auch ein Spiegel der indianischen Kultur.
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Am 23.05.08 15:15 - 16:00 Uhr auf | | rbb: Alaska - Die 48 Stunden von Kodiak | | Kodiak in Alaska ist die zweitgrößte Insel der Vereinigten Staaten. Hier ist der Kodiak-Bär zu Hause, das größte Landraubtier der Welt. Jahr für Jahr im Sommer und im Herbst, wenn die Lachse zu Hunderttausenden zu den Laichplätzen aufsteigen, herrscht an den Flüssen Hochbetrieb. Dann machen die Bären reiche Beute.
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Am 23.05.08 21:00 - 21:45 Uhr auf | | rbb: Die Wildschweine im Teutoburger Wald | |
Am 25.05.08 13:15 - 14:00 Uhr auf | | mdr: Zuflucht am Viktoriasee - Nashörner, Schimpansen und Schuhschnäbel in Entebbe | Nach drei Monaten Quarantäne im Zoo von Entebbe trifft das Schimpansenkind Onapo
wieder auf Artgenossen. Seine Mutter ist im Budongo Forest, einem dichten
Regenwald im Osten Ugandas, getötet worden. Onapo wird nun an die Gruppe im Zoo
gewöhnt. Zunächst lernt er die Schimpansenkinder Aluma und Pearl kennen. Etwas
schwieriger gestaltet sich der erste Kontakt mit Zakayo, dem unumschränkten Chef
auf Afrikas größter Schimpansen-Freianlage. Weil für die vielen Affen, die eine
Zuflucht brauchen, das Gehege trotz seiner 3.000 Quadratmeter nicht ausreicht,
hat der Zoo eine Insel im Viktoriasee gekauft. Auf Ngamba Island leben
mittlerweile rund 40 Schimpansen. Mehrere internationale
Tierschutzorganisationen, darunter das Jane-Goodall-Institut, sind an dem
einzigartigen Projekt zur Rettung dieser Menschenaffen beteiligt.
"Abu Markub" - "Vater des Schuhs" - nennen die Araber den überaus seltenen
Schuhschnabel, über den man bis heute nicht viel weiß. Zusammen mit Nilwaranen
und Webervögeln bewohnen hier zwei der über einen Meter großen Vögel ein
geräumiges Aviarium, das die Tierwelt der Feuchtgebiete Ugandas präsentiert. In
der nahe gelegenen Savannenanlage teilen sich Afrikanischer Büffel,
Pinselohrschwein und Warzenschwein eine riesige Anlage. Sie verstehen sich gut
miteinander und so zieht das Trio oft gemeinsam durch die Zoo-Steppe. Mooby, das
Warzenschwein liebt besonders erfrischende Schlammbäder. Diese Leidenschaft
teilt es mit den beiden Nashörnern Sherino und Kabira. Sie kamen 2001 nach
Entebbe und sind bislang die einzigen Breitmaulnashörner Ugandas.
Mit der Umgestaltung zum "Uganda Wildlife Education Centre" Mitte der
1990er-Jahre ist am Ufer des Viktoriasees ein einzigartiger, moderner Heimatzoo
geschaffen worden. Für die meisten Ugander die einzige Möglichkeit, die Tierwelt
ihres Landes kennen zu lernen. Mit 130.000 Besuchern pro Jahr verzeichnet der
Zoo von Entebbe mehr Zulauf als alle ugandischen Nationalparks zusammen.
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Am 25.05.08 22:00 - 23:00 Uhr auf | | mdr: Natürlich Afrika: KAZA - ein Megapark für Elefanten | Sie wandern über viele Kilometer, bis sie Wasser finden - und wenn es sein muss,
jedes Jahr an einen anderen Ort. Im letzten Jahrhundert haben Grenzen, Zäune,
Siedlungen oder vermintes Gelände die Elefanten dabei fast überall in Afrika
behindert. Damit sie wieder auf ihren alten Routen ziehen können, richten jetzt
fünf Länder im Süden Afrikas eine gigantische Schutzzone ein: Die
Kavango-Zambesi Transfrontier Conservation Area, kurz KAZA.
Schutzgebiete in Namibia, Angola, Botswana, Simbabwe und Sambia werden durch
grüne Korridore zu einem Megapark verbunden. Sie sollen den Elefanten, die vor
allem in Botswana zu viele geworden sind, zukünftig ermöglichen, unbehelligt zu
Wasser und Weidegründen in den Nachbarländern zu gelangen. Angola, wo bis 2002
ein blutiger Bürgerkrieg tobte und kaum noch Elefanten leben, könnte dann mit
den Grauen Riesen Touristen anziehen. Die traditionellen Stammesoberhäupter im
Caprivi-Zipfel in Namibia sorgen bereits dafür, dass die Menschen mit den
zurückkehrenden wilden Tieren zusammenleben und von ihnen profitieren.
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Am 26.05.08 15:30 - 16:15 Uhr auf | | 3sat: Mythen und Multis auf Sulawesi - Entdeckungsreisen im Inselreich | Die indonesische Insel Sulawesi ist die Heimat von ungefähr 20 verschiedenen
Völkern und Kulturen. Im Lore Lindu Nationalpark wurden darüber hinaus Überreste
einer 4.000 Jahre alten Megalithkultur entdeckt. Doch nicht nur die Kultur,
sondern auch die Natur zeichnet sich durch exotische Vielfalt aus: tropische
Dschungelwälder, Seenlandschaften, Vulkangebirge, Strände und Buchten wechseln
einander ab.
Im Mittelpunkt des Reiseberichts stehen die Lebensweisen und die Traditionen der
Völker von Sulawesi, wie zum Beispiel der Toraje und Kajang. Noch halten sie an
ihren jahrhundertealten Überlieferungen fest, aber ihre Identität ist zunehmend
bedroht.
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Am 26.05.08 18:00 - 19:00 Uhr auf | | arte: Brasilien - Frauen gegen Raubbau | | Im brasilianischen Teil des Amazonasgebiets findet sich die größte Vielfalt an
Pflanzen und Tieren auf der ganzen Welt. Dort leben aber auch über 19 Millionen
Menschen, großteils als Bauern, Jäger und Sammler.
Seit jedoch Viehzüchter und Holzfäller in ihr Land eindringen, verlieren immer
mehr Bewohner den Zugang zu den natürlichen Ressourcen, von denen ihr Überleben
abhängt. Denn jedes Jahr werden 17.000 Quadratkilometer des brasilianischen
Regenwalds abgeholzt, meistens um Weideland für die Viehzucht zu schaffen. Diese
Zerstörung der Umwelt, aber auch ihrer traditionellen Lebensweise wollen die
Amazonas-Bewohner nicht mehr länger hinnehmen. Vor allem die Frauen der Region
haben sich zusammengeschlossen, um Widerstand gegen diese verheerende
Entwicklung zu leisten. Ihr Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und in den
tausenden kleinen Dörfern die Lebensqualität zu verbessern.
Indem es die Frauen mit den Holzfällern aufnehmen, stellen sie gleichzeitig auch
die von Männern dominierte Gesellschaft prinzipiell in Frage.
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Am 27.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Paraguay - Das Volk der Ayoreo | Die Ayoreo-Indianer lebten ursprünglich in den dichten Wäldern im Nord-Westen
Paraguays, auf einem Gebiet, das sich über 550.000 Hektar erstreckte. Als Jäger
und Sammler ernährten sich die Nomaden von Wildschweinen, Ameisenbären und
Gürteltieren, die in dieser Gegend zahlreich vorkommen, sowie von wildem Honig,
Obst und Gemüse.
Seit den 60er Jahren sind jedoch viele von ihnen von ihrem angestammten
Territorium vertrieben worden. Denn große brasilianische oder paraguayische
Unternehmen eignen sich illegal Land an, um die Edelhölzer des Waldes zu roden
und teuer zu verkaufen. Erst kürzlich wurden viele der Ayoreo von mennonitischen
Großgrundbesitzern verjagt, weil sie die Weidegründe für ihre Tiere ausdehnen
wollen.
Während einige Ayoreo nun für einen Hungerlohn arbeiten, haben sich andere in
die Tiefen des Waldes zurückgezogen und verweigern jeglichen Kontakt zur
Außenwelt. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie den Raubbau an ihrem Wald und
dessen natürlichen Ressourcen anprangern. Außerdem fordern sie die Rückgabe
ihrer ursprünglichen Territorien, um wieder in Frieden leben zu können.
Dabei hoffen sie vor allem auf die Hilfe von NGOs und einer über ihr Schicksal
informierten Weltöffentlichkeit. Denn es kann nicht in ihrem Interesse allein
liegen, die Natur und die kulturelle Vielfalt vor dem Aussterben zu bewahren.
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Am 28.05.08 13:15 - 14:00 Uhr auf | | mdr: Natürlich Afrika: Das grenzenlose Paradies - Afrikas Traum vom größten | Es wirkt wie ein gut choreographierter Seiltanz, wenn die Männer und Frauen von
Game Capture im Krüger-Nationalpark die Giraffe einfangen und auf den speziell
angefertigten Transporter lotsen. Bis zum Augenblick ihrer Freilassung in einem
mosambikanischen Schutzgebiet ein gefährliches Unterfangen für alle Beteiligten.
Erst wenn die Giraffe in die endlose Weite ihrer neuen Heimat trabt, können die
Tierfänger aufatmen. Elefant und Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard - seit rund
100 Jahren locken die "Big Five" Menschen aus der ganzen Welt in den Krügerpark.
Im benachbarten Mosambik gibt es Dickhäuter, Huftiere und Großkatzen längst nicht
mehr. Kriege und Wilderei haben dort eine Wildnis ohne wildes Leben
zurückgelassen. Jetzt werden Tausende Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen aus
Südafrikas überbevölkertem Tierparadies in den Anrainerstaat umgesiedelt -
Kernstück eines waghalsigen Projektes, das den Namen "Great Limpopo
Transfrontier Peace Park" trägt. Im südlichen Afrika sollen für das größte
zusammenhängende Naturreservat der Welt koloniale Grenzen und Zäune aus Zeiten
des Kalten Krieges fallen, die seit Jahrzehnten die natürlichen Wanderrouten der
Savannenbewohner zerschneiden.
Milliarden sind nötig, um dem gigantischen Park von der Größe der Niederlande
Leben einzuhauchen. Die Osterweiterung eines der faszinierendsten
Wildlife-Angebote bietet gleichzeitig die Chance, im von der Natur reich
gesegneten, aber bitterarmen Mosambik den Tourismus zu fördern. Straßen und
Camps müssen gebaut sowie Manager und Wildhüter ausgebildet werden. Möglichst
schnell sollen die ersten Besucher ihre Devisen in Mosambik lassen und den
skeptischen Menschen in den Dörfern des Reservates überzeugende Beweise liefern,
dass die wilden Tiere ihr größtes Kapital sind. Gelingt dies nicht, warnt Anton
Rupert, südafrikanischer Multimillionär und Begründer der Peace-Park-Idee, wird
der Traum vom größten Naturschutzgebiet der Welt platzen. Das wäre eine
Katastrophe für die Tiere und ein herber Rückschlag auf dem Weg zu einem neuen,
friedlichen Afrika.
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Am 28.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Südafrika - Naturschutz am Kap | Kapstadt gehört zu den touristischen Topzielen in Afrika. Umspült vom Atlantik,
liegt die Millionenstadt zu Füßen des 1.000 Meter hohen Tafelbergs. Hier findet
man eine der artenreichsten Tier- und Pflanzenwelt der Erde. Neben 250 Land- und
rund 40 Meeressäugetierarten gibt es in Südafrika fast ein Zehntel aller
weltweit bekannten Blütenpflanzen, etwa 24.000 Arten. Das sind weit mehr, als in
ganz Europa vorkommen. Auf der Halbinsel um Kapstadt existiert sogar eines von
sechs Florenreichen der Erde: Capensis, das kleinste und artenreichste von
allen.
Doch die natürliche Vielfalt ist bedroht. Daher wurden bereits zu Beginn des 20.
Jahrhunderts erste Schutzzonen in Kapstadt eingerichtet. Mehr als 20 Parks und
Naturreservate sind seitdem in und um die Stadt entstanden. Da die Parks nicht
eingezäunt sind, ist der Schutz der Tiere und Pflanzen eine besondere
Herausforderung. Zusätzlich erschwerend wirkt der massive Zustrom von
Flüchtlingen, die mit provisorischen Hütten jegliche Freiflächen in und um die
Townships besiedeln. Wie also schaffen die Kapstädter konkret den Spagat
zwischen Naturschutz auf der einen und Stadtentwicklung auf der anderen Seite?
Da ist zum Beispiel Jenni Trethowan aus Kapstadt. Die 46-Jährige leitet die
Tierschutzorganisation "Baboon Matters". Mit einem Team aus 30 Wildhütern ist
die Tierschützerin permanent im Einsatz, um Paviane aus Wohngebieten
fernzuhalten. Rund 350 von ihnen leben noch am Kap, Tendenz fallend. Durch
zunehmende Verstädterung kommt es immer häufiger zu Konflikten zwischen Menschen
und Affen. Mülltonnen werden geplündert, und auch ein Besuch der Affen in den
Wohnhäusern ist nicht selten. Viele Betroffene versuchen, sich mit Gift oder
Waffengewalt des Problems zu entledigen. Zwischen zehn und 15 Affen kommen dabei
pro Jahr ums Leben. Um aufzuklären, organisiert Jenni Trethowan geführte Touren
zu den Pavianen. Und sie ist nur ein Beispiel für den konkreten Natur- und
Tierschutz am Kap.
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Am 28.05.08 22:30 - 23:00 Uhr auf | | SWR: Abenteuer Amazonien (4/4): Eine Reise durch den Regenwald | Wer vom Karneval in Rio schwärmt, der war noch nie am Amazonas. Auf einer
Flussinsel messen sich in der Stadt Parintins Jahr für Jahr die roten Garantidos
und die blauen Caprichosos. Sie kreieren atemberaubende Umzugswagen, ziehen
Hunderte von Tänzern zu einer farbenprächtigen Choreographie zusammen und
schicken ihre beiden schönsten Frauen an die Front. Der Film begleitet Maria von
den Caprichosos in ihren letzten Tagen bis zum Beginn des dreitägigen
Volksfestes.
Der Amazonas ist auch ein einzigartiges Naturparadies. Für das Überleben dieser
grünen Lunge der Erde zu kämpfen, kann lebensgefährlich sein. Zum Beispiel für
den Befreiungstheologen Padre Boeing. Er kämpft für ein Naturschutzgebiet in der
Gegend um Santarém. Doch hier im Norden steht der Staat auf Seiten der
Mächtigen: der Großgrundbesitzer, der Sojafarmer und der Holzfäller. Den
Todeskommandos der Mächtigen sind in den vergangenen 20 Jahren allein in diesem
Bundesstaat 450 Aktivisten zum Opfer gefallen. Umgerechnet 4000 Euro kostet der
Mord an einem Geistlichen.
In Belém mündet der Amazonas in den Atlantik. Rosilene lebt seit 42 Jahren hier,
und sie nimmt auch in diesem Jahr wieder teil am Círio de Nazaré, dem größten
religiösen Ereignis in Brasilien. Eine riesige Marienstatue wird an einem Seil
durch die Straßen gezogen. Am Ende des Festes wird die Statue auf den Fluss
hinausgezogen, ein Teil des ewigen Mythos Amazonas.
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Am 29.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Sumatra - Letzte Zuflucht Urwald | Im Dschungel Sumatras lebt die nomadische Volksgruppe der "Orang Rimba". Ihren
Namen haben sie sich selbst gegeben, er bedeutet so viel wie "Urwaldmenschen".
Von den Menschen außerhalb des Urwaldes werden sie "Kubu" genannt. Die Kubu
bewohnen diesen Wald seit Jahrhunderten, sie leben von der Jagd, dem Ackerbau
und dem Sammeln wilder Früchte. Der Dschungel bietet nicht nur eine reichhaltige
Nahrungspalette, sondern auch Holz, Fasern und Blätter, mit denen sie ihre
Hütten bauen. Die Blätter werden außerdem genutzt, um Verletzungen und
Krankheiten zu heilen.
Die Dokumentation begleitet einige Orang Rimba auf der Suche nach einem neuen
Siedlungsgebiet. Mit diesem Verhaltensmuster folgen sie ihrer Tradition: Wenn
jemand stirbt, muss die gesamte Großfamilie in einen anderen Teil des Dschungels
wechseln, da ansonsten der Geist des Toten Unglück oder sogar Tod über die
Stammesmitglieder bringen könnte.
Das Dilemma: Jeder Umzug führt die Kubu immer näher an den Rand ihres
schrumpfenden Territoriums. Verantwortlich für das kontinuierliche Verschwinden
ihres Lebensraumes sind die Holzfäller, mit denen die Orang Rimba zunehmend in
Konflikt geraten, obwohl sie im Grunde genommen ein friedliebendes Volk sind.
Seit jeher versuchen sie, Streit aus dem Weg zu gehen und ziehen so höchstens
symbolisch einen Graben um ihren Lebensraum. "WunderWelten" vermittelt einen
lebendigen Eindruck von der traditionellen Lebensweise der Kubu, deren komplexe
Kultur in der Zukunft zu verschwinden droht.
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Am 29.05.08 19:00 - 19:45 Uhr auf | | arte: Alarm am Panamakanal | Der Panamakanal: Das sind hohe Mauern, ausgefeilte Technik und gigantische
Bauwerke. Doch dieser Durchstich der engsten Stelle zwischen Atlantik und
Pazifik, der 60 Kilometer misst und aus einem System von Schleusen besteht, wird
vor allem vom Urwald beherrscht, den die Ozeanriesen auf dem Gatúnsee
durchqueren. Dieser See entstand zwischen 1907 und 1913 durch die Aufstauung des
Rio Chagres und dient als Speicher, der die Schleusen mit Wasser versorgt.
In den 100 Jahren seit Eröffnung des Panamakanals entwickelte sich an seinen
Ufern ein einzigartiger Zufluchtsort für Tiere und Pflanzen, während weiter
entfernte Regionen abgeholzt wurden. Doch seit 2007 wird der Kanal erheblich
verbreitert. Riesige Urwälder werden gerodet und Berge abgetragen. Um neuen
Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen, werden Ausgleichsflächen
ausgewiesen. Den Rodungsarbeitern folgen Tierretter, die die heimatlos
gewordenen Tiere an geeigneten Orten wieder aussetzen.
Für Archäologen und Paläontologen ist der Bau des neuen Kanals eine noch nie da
gewesene Chance, Informationen über die Besiedlung der Region zu erhalten, über
Tierwanderungen und Pflanzenverbreitung, über die Entwicklungsgeschichte des
gesamten amerikanischen Kontinents.
Die Dokumentation unternimmt eine Fahrt auf einem Panamax-Schiff, der größten
Schiffsklasse, die den Kanal durchqueren kann. Es ist eine Reise von Atlantik
zum Pazifik, die einen ganzen Tag lang dauert. Während das Schiff Schleusen
passiert, den mächtigen Gatúnsee durchquert, an verfallenen Städten vorbei kommt
und am Rio Chagres, der dieses Technik- und Naturwunder speist, wird nicht nur
die Funktionsweise des Kanals erklärt, sondern auch aufgezeigt welche
Auswirkungen ein Neubau auf die gesamte Landbrücke Panamas haben wird.
Zu der facettenreichen Fauna gehören die Affen auf den Inseln im Gatúnsee,
Tapire, Krokodile, Schildkröten, Schlangen sowie das vielfältige Leben unter
Wasser. Außerdem besucht das Filmteam die Emberá, einen Indianerstamm, der sich
vor 30 Jahren hier ansiedelte. Fraglich ist, ob die Indianer hier bleiben
können, wenn der Spiegel des Sees steigt, um die noch größeren Schleusen zu
betreiben?
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Am 29.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | arte: Peru - Delfine in Gefahr | Von der Pazifikküste bis in das wenig bekannte peruanische Amazonasbecken
begleitet "360o - Geo Reportage" den deutschen Biologen Stefan Austermühle und
seine peruanische Frau Nina Pardo bei ihrem schwierigen Unterfangen, die
peruanischen Fischer davon zu überzeugen, den Delfinfang aufzugeben.
Sowohl die Meeresdelfine vor der Küste Perus als auch die Flussdelfine der
Regenwaldregion sind in ihrem Bestand gefährdet. Doch für die Fischer ist der
Verkauf von Delfinfleisch eine wichtige Einnahmequelle. Nach wochenlanger
Recherche ist endlich eine Razzia auf dem Fischmarkt von Callao, einer
Hafenstadt nahe Lima, von Erfolg gekrönt. Der Einsatz ist für die Polizeibeamten
wie auch für die Mitarbeiter von "Mundo Azul" angesichts der extremen Armut und
der latenten Gewaltbereitschaft in Peru gefährlich. So galt der Verkauf billigen
Delfinfleisches auf dem Schwarzmarkt in der Vergangenheit nicht als
ernstzunehmendes Verbrechen.
Doch "Mundo Azul" macht mehr, als illegales Delfinfleisch aufzuspüren.
Regelmäßig forscht Stefan Austermühle auch an Delfinen in freier Natur. Er
fotografiert sie, um ihren Bestand zu erfassen. Und er will beweisen, dass es
einen Zusammenhang zwischen der Überfischung der Meere, der Umweltverschmutzung
und dem Rückgang der Delfinbestände gibt. Gleiches planen er und seine Frau auch
im Amazonasgebiet. Am Pazifik trägt eines der Projekte von "Mundo Azuls" erste
Früchte. Einige Fischer fahren zum ersten Mal mit ihren Booten Touristen zu den
Delfinen hinaus, statt Jagd auf sie zu machen.
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Am 30.05.08 18:05 - 19:00 Uhr auf | | arte: Nicaragua - Der Wald der Mayagna | In Awas Tingni, einem kleinen Dorf am Rio Wawa an der Atlantikküste Nicaraguas,
leben die 850 Angehörigen des Stammes der Mayagna. "WunderWelten" gewährt
Einblicke in das Leben dieser Indianer und schildert vor allem deren Kampf um
die Rechte an ihrem angestammten Gebiet. Sie zogen gegen ihren eigenen Staat vor
Gericht, denn 1996 verkaufte die Regierung Nicaraguas 90.000 Hektar des
indianischen Landes an ein koreanisches Forstunternehmen.
Würden die Indianer enteignet, müssten sie in die nächstgelegene Stadt, Puerto
Cabezas, umziehen. Dies hätte aber fatale Folgen, denn dadurch wäre die
traditionelle Lebensweise der Mayagnas bedroht.
Ihr Fall wurde zum ersten Landrechtsstreit zwischen einer indigenen Gruppe und
einer Staatsregierung, der dem Interamerikanischen Gerichtshof für
Menschenrechte in San José, Costa Rica, vorgelegt wurde. Ihrer Liebe zu ihrem
Land, die die Mayagnas in ihren Gesängen zum Ausdruck bringen, tat dies jedoch
keinen Abbruch. Die Dokumentation zeigt sie voller Erwartung der
Gerichtsentscheidung, die letztendlich über ihr Schicksal entscheiden soll.
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Weitere Sendungen, die nicht direkt zum Thema passen, aber vielleicht auch von Interesse für Sie sind:
Am 15.05.08 15:00 - 16:00 Uhr auf | | WDR/SWR: Pfadfinder - Jeden Tag eine gute Tat | | Sie sind eine der größten Vereinigungen der Welt: Rund eine halbe Milliarde aktive und ehemalige Mitglieder zählen die Pfadfinder, ein globales Unternehmen, das nur in sechs Staaten der Erde keine Verbände hat. Seit der britische Lord Robert Baden-Powell vor über hundert Jahren das erste Zeltlager errichtete, hat sich am Konzept wenig verändert: Learning by doing lautet die Devise. Kinder und Jugendliche leben in der Natur, lesen Spuren, schlafen in einfachen Zelten; sie tragen Hemd, Halstuch und Barett und natürlich singen sie am Lagerfeuer. Doch haben die Pfadfinder im Zeitalter von I-Pod, Handy und PC noch eine Zukunft? Oder werden ihre Werte gerade in unserer Zeit immer wichtiger? Gemeinsam mit Jugendforscher Wilfried Breyvogel und den Wölflingen der Kölner Pfadfinder will Planet Wissen herausfinden, ob sich hinter dem Pfadfinderprinzip "Allzeit bereit" tatsächlich ein zeitloses pädagogisches Konzept verbirgt.
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Am 22.05.08 11:00 - 11:45 Uhr auf | | 3sat: Deutsche Kolonien: Vom Entdecker zum Eroberer | Die Kolonialpolitik Deutschlands fand mit dem Ersten Weltkrieg ein rasches Ende. Mit dem Versailler Vertrag erlosch jeder Anspruch Deutschlands auf seine ehemaligen Übersee-Territorien. Die Sehnsucht nach den Kolonien lebte jedoch weiter. Kolonialausstellungen, Völkerschauen und Spielfilme zielten auf die nostalgische Verklärung der deutschen Kolonialzeit. Auch die Nazis bemächtigten sich des Themas. Schon früh forderten einige führende Köpfe die Rückgabe der Kolonien - eine taktische Möglichkeit, um andere außenpolitische Ziele zu erreichen. Bei vielen der in den ehemaligen Kolonien verbliebenen Deutschen fiel diese Rhetorik auf fruchtbaren Boden.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs erlebte der koloniale Gedanke dann einen letzten, kurzen Aufschwung: Spielfilme wie "Carl Peters" und "Germanin" feierten die Taten deutscher Kolonialpioniere und dienten zugleich der Propaganda gegen den Kriegsgegner England. Nach Stalingrad und den Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten gab Hitler 1943 endgültig seine Pläne für Afrika auf. Der Traum der Kolonialrevisionisten von einem deutschen Reich in Afrika war endgültig ausgeträumt. Ein Rückblick auf die deutsche Kolonialgeschichte.
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Am 22.05.08 20:15 - 21:00 Uhr auf | | phoenix: Pommern unter Palmen: Deutschstämmige in Brasilien | | Die deutsche Eiche ist hier eine Palme, aber ansonsten ist in Pomerode fast alles "wie in der guten alten Heimat" - mit Bier und Volksmusik, Dirndl und Entenbraten. Südlich von Sao Paulo, gleich am Atlantikstrand, liegt eine Art Deutschland im Mini-Format. Dort ließen sich Mitte des 19. Jahrhunderts Auswanderer aus Pommern nieder. Und noch heute fühlen sich ihre Nachfahren der alten Heimat eng verbunden.
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Am 27.05.08 22:00 - 22:30 Uhr auf | | 3sat: Charity Business - Die Schattenseiten der Wohltäter | | Das Jahr 2007 hat es erneut gezeigt: In der globalisierten Welt geht die Schere
zwischen Arm und Reich immer weiter auf. Erfolgreiche Geschäftsleute werden
immer reicher und mächtiger und übernehmen inzwischen auch Aufgaben, die
eigentlich Sache der Regierungen wären: den Kampf gegen Aids und Armut oder das
Eintreten für Menschenrechte zum Beispiel. Milliardäre wie Bill Gates und Warren
Buffet spenden riesige Summen für gute Zwecke - und lassen sich auch gern als
die neuen Retter der Welt feiern. Was steckt wirklich hinter ihrer
Großzügigkeit, welche Motive treibt diese "Achse des Guten" an? Keineswegs reine
Menschenliebe, sondern auch Imagepflege und beinharte Geschäftsinteressen.
Der französische Journalist Frederik Dupois schaut hinter die Kulissen des
großen Spenden-Business.
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Dauertipps
Umweltmagazine:
Globus (Seit Januar eingestellt, Nachfolger im Mai)
WDR: Dschungel (dienstags 21.00-21.45 einmal im Monat)
Bay3: Unkraut (montags 21.20-21.45 14-tägig)
arte: Sylva - Von Bäumen und Menschen (jeden dritten Montag im Monat 19.00-19.45)
Naturdokumentationen :
ARD: Abenteuer Wildnis (Montag bis Freitag 15.15-16.00)
ARD: Expeditionen ins Tierreich (abends, unregelmäßig)
ARD: Wunder der Erde (abends, unregelmäßig)
ZDF: Wunderbare Welt (Montag bis Freitag 16.15-17.00)
NDR: Tierwelten (mittwochs 20.15-21.00)
arte: GEO-Reportagen (erste Woche im Monat Montag bis Donnerstag 20.15-20.45)
vox: Tierzeit (samstags 17.55-18.30)
n-tv: Toyota World of Wildlife (sonntags 7.15-8.00, Wdh. 22.15)
kabel1: Abenteuer Natur (in Winterpause)
Auslandsmagazine :
ARD: Weltspiegel (sonntags 19.10-19.50 einmal im Monat?)
ZDF: Auslandsjournal (donnerstags 21.15-21.45 wöchentlich, Wdh. freitags 5.00)
3sat: Auslandsjournal extra (freitags 21.00-21.30)
SWR: Auslandsreporter (montags 21.45-22.15)
CNN: Alles, u.a. samstags 18.30 Insight Africa und sonntags 15.30 International Correspondents
NDR: Länder-Menschen-Abenteuer (montags bis donnerstags 15.15-16.00 und donnerstags 20.15-21.00, im WDR: Mo-Mi 16.15, SWR: Mi 16.15, Bay3: Mo-Do 17.02, h3: Mi 21.00, ORB: Sa 14.00, MDR: So 10.15 und Mo 13.00)
Beachten Sie auch die ausführlichen TV-Tipps zu Entwicklungspolitik von Misereor.
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Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Sa, 17.05.2008
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