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Aktuell

UN-Indigenenbericht

UN veröffentlicht Bericht über kritische Situation Indigener

Survival International Deutschland e.V., 22 Januar 2010

Die Vereinten Nationen haben einen Bericht veröffentlicht, der die großen Probleme, mit denen indigene Völker konfrontiert sind, unterstreicht. Die Situation der Indigenen wird als „kritisch“ beschrieben und es wird explizit darauf hingewiesen, dass die Landrechte entscheidend für das kulturelle und physische Überleben der Indigenen seien.

'The State of the World’s Indigenous Peoples' erklärt, dass „einige die Situation indigener Gemeinschaften beinahe einem Genozid gleichsetzen würden“. Der Bericht nennt den Bau von Dämmen, die Abholzung der Wälder, Bergbau und Sojaplantagen als besonders bedrohlich.

Der Bericht sagt weiter, dass diese Projekte oftmals langfristige Umweltschäden verursachen und Krankheiten wie Malaria und Fieber, gegen welche die Indigenen nur eine schwache Resistenz haben, einschleppen. Am Ende läuft es meist auf eine Vertreibung der indigenen Völker von ihrem angestammten Land hinaus.

Inhaltlich ähnelt dieser Bericht dem Survival Report „Fortschritt kann töten“. Dieser zeigt, dass Maßnahmen, die im Namen des Fortschritts ergriffen werden, meistens großes Leid in Form von Krankheiten, Fettleibigkeit, Selbstmord, Sucht und geringer Lebenserwartung zu den indigenen Menschen bringen.

Der UN Bericht weist auch auf die indigenen Völker hin, die in „freiwilliger Isolation“ leben, zum Beispiel die „unkontaktierten“ Völker, die erheblichen Risiken ausgesetzt werden, sobald Eindringlinge in ihr Land kommen. Dazu wird der Fall der illegalen Holzarbeiter auf dem Gebiet unkontaktierter Völker in Peru angeführt.

Es wird auch die zum Teil hohe Selbstmordrate bei indigenen Völkern betont. So diese zum Beispiel zwischen 2000 und 2005 bei den Guarani neunzehnmal höher als Brasiliens nationale Selbstmordrate.

Der Bericht erörtert die Probleme, welche bei der Erschaffung von Nationalparks auf dem Land der Indigenen entstehen. Nochmals unterstreicht der Bericht das Urteil des Höchsten Gerichts in Botswana, wonach die Vertreibung der Buschleute von ihrem angestammten Land im Kalahari Game Reservat (CKGR) verfassungswidrig war.

Bei der Präsentation des Berichts in Rio de Janeiro verurteilte Indigenenanführer Marcos Terena die „patriarchalische Politik“ von „Entwicklungsprojekten“ welche die Selbstbestimmung der indigenen Völker missachte.







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