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Aktuell

Waldklimafonds gestartet

Waldklimafonds erfolgreich gestartet

BMU Pressemitteilung, 30.12.13

Sechs Monate nach Start des Waldklimafonds (WKF) ziehen das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und das Bundesumweltministerium (BMU) eine erste positive Zwischenbilanz des gemeinsamen Förderprogramms. Bislang sind für 19 Vorhaben 52 Einzelanträge auf Fördermittel in einem Umfang von rund 24 Mio. Euro eingegangen. Für zahlreiche Projekte konnte mit der Bewilligung sogar bereits der Startschuss gegeben werden. Mit den Mitteln werden Projekte unterstützt, die zum Erhalt und zum Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz und zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel beitragen.

Die Nachfrage vonseiten der Forst- und Holzwirtschaft, von Naturschutzinitiativen und aus Wissenschaft und Forschung war von Beginn an enorm und hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Projekte bilden die ganze Bandbreite der mit der Förderrichtlinie des Waldklimafonds festgelegten Schwerpunkte ab. Das Themenspektrum umfasst zum Beispiel neue Konzepte, um Wälder besser an den Klimawandel anzupassen und sie damit widerstandsfähiger zu machen zum Beispiel gegen Schadereignisse. Ebenfalls abgedeckt ist die Erprobung von Möglichkeiten der Risikoabschätzung und des -managements klimawandelgefährdeter Wälder und deren Biodiversität, modellhafte Maßnahmen zur Wiedervernässung und Renaturierung wertvoller Waldmoore – sowie Au- und Feuchtwälder, praxisorientierte Konzepte für den effizienten Rohstoffeinsatz und Informations- und Aufklärungsprojekte für unterschiedlichste Zielgruppen. Besonders erfreulich ist auch der hohe Anteil länderübergreifender Verbundvorhaben.

Das Bundesumweltministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium sehen in der hohen Nachfrage und Bandbreite der Themen den Bedarf für den Waldklimafonds, seine Zielsetzung und inhaltliche Ausgestaltung bestätigt. Die Ausrichtung der Projekte verdeutlicht den hohen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert der Förderung aus dem Waldklimafonds als wichtigem Beitrag zum Klimaschutz durch Wald und Holz sowie zur Sicherung der vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes. Diese hohe Bedeutung des Waldklimafonds hat sich auch im Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode niedergeschlagen. Dort wird der Stellenwert des Waldklimafonds und das Erfordernis seiner angemessenen Finanzierung bekräftigt.

Die Projektträgerschaft Waldklimafonds wird im neuen Jahr an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) übertragen. Sie wird dann die Fortsetzung der Antragsprüfung und Wiederaufnahme des Antragsverfahrens übernehmen und als Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Waldklimafonds dienen. Über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Antragsverfahrens im Jahr 2014 wird - abhängig von der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes 2014 - auf der Homepage www.waldklimafonds.de informiert, hier finden sich auch alle Hintergrundinformationen zum Waldklimafonds.


NABU: EU-Parlament will Klimaschutz und Energiewende voranbringen

Tschimpke: Vorschläge für Klima- und Energieziele für 2030 nicht ehrgeizig genug

NABU Pressemitteilung, 9.1.14

Berlin – NABU-Präsident Olaf Tschimpke kommentiert die heutige Entscheidung des Umwelt- und Industrieausschusses im Europäischen Parlament zur Energie- und Klimapolitik:

„Wir begrüßen, dass die federführenden Ausschüsse im EU-Parlament auch für 2030 EU-weite Ziele für die Senkung der Treibhausgas-Emissionen, die Steigerung der Energieeffizienz und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen haben.“

Es sei aus NABU-Sicht richtig, für die anstehende Debatte über die europäische Energie- und Klimapolitik nach 2020 endlich auch auf die verbindliche Erschließung der immensen Energie-Einsparpotenziale zu setzen. Angesichts der weltweiten Herausforderungen bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Ressourcenknappheit sind aber die von den Parlamentsausschüssen angestrebten Ziele von 40 Prozent weniger Treibhausgasausstoß und einem Anteil von 30 Prozent erneuerbaren Energien bis 2030 nicht ehrgeizig genug.

„Um die ökologischen, sozialen und ökonomischen Chancen durch eine zukunftsfähige Energieversorgung und eine innovative Industriepolitik in Europa zu sichern, müssen die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im März bei dem europäischen Beitrag zum globalen Klima- und Ressourcenschutz deutlich nachbessern“, sagte Tschimpke.

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über ein neues Weltklimaabkommen hält der NABU es für erforderlich, dass die EU ihren Treibhausgasausstoß bis 2030 gegenüber 1990 mindestens halbiert sowie den Anteil natur- und umweltverträglicher Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen zwischen 2020 und 2030 verdoppelt.


NABU und Burung Indonesia starten Klimaschutzprojekt auf Sulawesi

Tennhardt: Biologische Vielfalt in gefährdeten Tropenwaldgebieten ist besonders hoch

NABU Pressemitteilung, 13.1.14

Berlin – Der NABU und sein indonesischer Partner im BirdLife-Netzwerk, Burung Indonesia, haben ein neues Projekt zum Tropenwaldschutz auf der indonesischen Insel Sulawesi gestartet. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums fördert das von der KfW-Bank getragene Projekt mit 4,405 Millionen Euro. Umgesetzt wird das Projekt von NABU und Burung Indonesia bis April 2019 in der Provinz Gorontalo im Norden Sulawesis. „68,5 Prozent dieser Provinz sind noch mit Wäldern bedeckt, die sich durch eine einzigartige, sehr hohe Biodiversität auszeichnen“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. „Daher gilt Gorontalo als einer der 34 globalen 'Hotspots der biologischen Vielfalt'.“ Allein im Projektgebiet leben 36 endemische Vogelarten und zahlreiche weitere Tierarten, die nur hier vorkommen, darunter Gorontalo-Makaken (Macaca nigrescens) und Sulawesi-Hirscheber (Babyrousa celebensis).

Das Projektgebiet verbindet zwei Schutzgebiete (Panua Nature Reserve und Nantu Wildlife Reserve) und sechs geschützte Waldgebiete. Damit fördert es die Vernetzung von insgesamt 257.000 Hektar Waldflächen. Aufgrund der hügeligen Topographie und des erschwerten Zugangs zeichnet sich ein großer Teil des Waldes durch eine relativ gute Qualität aus. Allerdings wurden im Westen des Gebietes bereits erste, größere Flächen für Ölpalmpflanzungen vergeben. Die von NABU und Burung Indonesia im Projekt vorgesehene Ausweisung eines 84.798 Hektar großen Gebietes als „Gebiet für Ökosystem-Restaurationen“ stoppt die weitere Ausbreitung der Ölpalmplantagen.

NABU und Burung Indonesia arbeiten bereits seit dem Jahr 2009 bei dem ebenfalls von der IKI geförderten Modellprojekt im Harapan-Regenwald auf Sumatra erfolgreich zusammen. Damals wurde dort das erste so genannte Gebiet für Ökosystem-Restaurationen in Indonesien geschaffen. Die neuartige Waldnutzungslizenz (engl.: Ecosystem Restoration Concessions, ERC) wurde im Jahr 2004 per Gesetz in Indonesien eingeführt und verbietet jedes Abholzen sowie die Umwandlung in Agrarflächen. Zugleich verlangt sie vom Inhaber den Schutz und die Wiederherstellung des Waldökosystems. Zuvor waren Forstlizenzen in Indonesien lediglich zum Abholzen von Wäldern vergeben worden.

Nun besteht die Chance, auch in Gorontalo einen der artenreichsten Wälder der Erde und seine seltenen Bewohner zu schützen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In Gorontalo geht es vor allem darum, die gefährdeten Tropenwaldgebiete als Speicher von Kohlenstoff, als Lebensraum für indigene Völker und zum Schutz der einzigartigen Biodiversität zu erhalten. Zudem sind Maßnahmen zur Stärkung der strukturellen Wirkungen der ERC sowie zur Verbesserung des gesetzlichen Rahmens geplant. Hierzu soll über das von Burung Indonesia initiierte ERC-Forum der Wissensaustausch zwischen Naturschutzorganisationen und die Einbeziehung der entsprechenden Regierungsstellen unterstützt werden. Das Vorhaben leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung der ERC als erfolgversprechendes Naturschutzinstrument in Indonesien.

In Indonesien befinden sich etwa zehn Prozent (90 Millionen Hektar) der weltweit verbliebenen tropischen Wälder. Zwei Drittel davon sind als Produktionswald klassifiziert. Werden diese Waldgebiete wie bisher genutzt, könnten nach Schätzungen der indonesischen Regierung innerhalb der nächsten 20 Jahre etwa 14 Millionen Hektar Wald zerstört oder nachhaltig geschädigt sein, was einen Ausstoß von 2,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zur Folge hätte. Durch das neue IKI-Projekt in Gorontalo und den konsequenten Schutz der Wälder könnte Schätzungen zufolge innerhalb der fünfjährigen Laufzeit allein im Projektgebiet der Ausstoß von drei bis sieben Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalenten (CO2e) vermieden werden.


Strom aus Braunkohle erreicht Rekordwert

Von Sara Westerhaus, Greenpeace-Online, 8.1.14

Braunkohle boomt: Die klimaschädliche Stromproduktion ist 2013 in Deutschland auf den höchsten Wert seit 1990 geklettert, so die vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Insgesamt wird - trotz eines Ökostromanteils von inzwischen knapp 25 Prozent - mit einem erneut gestiegenen CO2-Ausstoß in Deutschland gerechnet.

Im Jahr 1990, als noch viele alte DDR-Meiler liefen, erzeugten Deutschlands Braunkohlekraftwerke knapp 171 Milliarden Kilowattstunden Strom. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang steigt die Braunkohleverstromung jetzt wieder an. Mit 162 Milliarden Kilowattstunden erreichte sie 2013 den bisher höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Gerald Neubauer, Klimaexperte bei Greenpeace, über diesen Boom und die Folgen für den Klimaschutz:

Redaktion: Wie konnte es dazu kommen, dass die Braunkohle trotz Energiewende boomt?

Gerald Neubauer: Die Braunkohle ist der schmutzigste aller fossilen Energieträger – Braunkohlekraftwerke heizen den Klimawandel an und schädigen unsere Gesundheit durch Feinstaub, Schwefeldioxid und Schwermetallemissionen. Trotzdem ist die Braunkohle im jetzigen Energiemarkt konkurrenzlos billig. Der gegenwärtige Braunkohleboom liegt vor allem am Einbruch der CO2-Preise, die bei unter fünf Euro pro Tonne dümpeln. Die Regierungen Europas haben es versäumt, den Emissionshandel zu reformieren und davon profitieren nun vor allem die Betreiber von Kohlekraftwerken. Außerdem werden viele externe Kosten der Braunkohle, wie z.B. Gesundheitsschäden durch Schadstoffemissionen, bei der Preisfindung am Energiemarkt nicht berücksichtigt.

Redaktion: Wie wirkt sich der Kohleboom auf Deutschlands Klimaziele aus?

Gerald Neubauer: Wenn die Entwicklung so weitergeht wie zurzeit, wird es kaum möglich sein, das Reduktionsziel für 2020 – minus 40 Prozent CO2 im Vergleich zu 1990 – zu erreichen. Deutschlands CO2-Emissionen steigen seit vergangenem Jahr wieder. Ein zentraler Grund dafür sind die Kohlekraftwerke. Und es wird noch schlimmer: Vier oder fünf neue Kohlekraftwerke stehen kurz davor, ans Netz gehen. Das wird die CO2-Bilanz Deutschlands weiter verhageln.

Redaktion: Wäre eine Reform des Emissionshandels, die zu höheren CO2-Preisen führt, die Lösung?

Gerald Neubauer: Höhere CO2-Preise wären ein wichtiger erster Schritt. Allerdings ist es eine Illusion zu glauben, dass alleine der Emissionshandel den Kohleausstieg herbeiführen wird. Um die Braunkohle zurückzudrängen, bräuchten wir CO2-Preise von über 50 Euro - und das liegt in sehr weiter Ferne. Greenpeace fordert daher ein Kohleausstiegsgesetz, das für die Kohlekraftwerke verbindliche Restlaufzeiten festlegt. Um Deutschlands Klimaziele zu erreichen, ist es unumgänglich, dass Deutschland bis 2030 aus der Braunkohleverstromung aussteigt. Bis 2040 können auch die Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden.

Redaktion: Wird in der neuen Bundesregierung die Notwendigkeit für einen Kohleausstieg erkannt?

Gerald Neubauer: Ganz klar nein. Gerade in der SPD ist die Kohlelobby aus NRW und Brandenburg noch sehr stark. Der neue Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel hat vor einem halben Jahr sogar eine Unterschriftenliste für einen neuen Vattenfall-Braunkohletagebau in der Lausitz unterschrieben. Da ist noch sehr viel Überzeugungsarbeit nötig. Ohne einen Beschluss zum Kohleausstieg ist die Energiewende nur eine halbe Energiewende.




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