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50 Jahre WWF Deutschland

Als die Pandas laufen lernten

2013 wird der WWF Deutschland 50 Jahre alt

WWF Pressemitteilung, 10.5.13

Chi Chi, der Panda, der einst im Londoner Zoo für das WWF-Logo Modell saß, lebt schon lange nicht mehr. Als Markenzeichen für eine der größten Umweltorganisationen der Welt bleibt der schwarz-weiße Bambusbär auch hierzulande lebendig. Der deutsche Arm der weltweiten Organisation feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Es war ein illustrer Kreis, der sich einst im Keller der Dienstresidenz des damaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier zusammengefunden hatte, um den „Verein zur Förderung des World Wildlife Fund“ ins Leben zu rufen. Am 10. Mai 1963 erfolgte der offizielle Eintrag ins Vereinsregister der damaligen Bundeshauptstadt Bonn – zwei Jahre nachdem die Mutterorganisation WWF International in der Schweiz gegründet worden war. Zu den Gründungsvätern zählten unter anderem Bernhard Grzimek und der spätere Ministerpräsident und Bundesverteidigungsminister Gerhard Stoltenberg.

In den frühen Jahren beschränkte sich der Verein darauf Geld zu sammeln und es an andere Organisationen, insbesondere die Weltnaturschutzunion, weiterzuleiten. Das änderte sich erst als sich der Verein zur Umweltstiftung WWF Deutschland umwandelte und Ende der 70er Jahre von Bonn nach Frankfurt am Main zog. Es ging nun nicht mehr allein darum, Geld zu sammeln, man wollte es auch selbst ausgeben. Der Schutz bedrohter Arten wie Tiger, Orang-Utans oder Gorillas zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der Naturschützer. Meist ging es dabei um den Erhalt ihres Lebensraumes, etwa durch die Ausweisung von Nationalparks.

Im Laufe der Jahre wurde die Arbeit zunehmend politischer. Themenfelder wie Klimaschutz, Energie- und Agrarpolitik rückten zunehmend ins Blickfeld. Das erweiterte Aufgabenspektrum schlug sich auch in einer Namensänderung nieder: WWF steht seit 1987 für „World Wide Fund for Nature“. Obwohl die internationale Schwerpunktsetzung blieb, zeigt man seit den 80er Jahren auch in Deutschland Flagge. Projekte zum Schutz des Wattenmeeres oder für den Erhalt von Flussauen an der Elbe sind Beispiele für den Einsatz der WWF Naturschützer.

„Wir freuen uns, dass wir mithelfen konnten, den Bestand an Tigern in der Amur Region zu stabilisieren“, so WWF-Vorstand Eberhard Brandes. „Das Wattenmeer, die Galapagosinseln und der zentralafrikanische Regenwald sind auch dank unseres Einsatzes bislang vor der Zerstörung bewahrt worden. Doch die Herausforderungen bleiben gigantisch. Deshalb wollen wir die Rolle des WWF Deutschland als Anwalt der Natur weiter ausbauen. Der Schutz der biologischen Vielfalt muss einen deutlich höheren Stellenwert bekommen. Unsere Gesellschaft setzt noch immer die falschen Scherpunkte: Anstatt täglich in den TV-Nachrichten die aktuellsten Börsenkurse zu vermelden, wäre eine kontinuierliche Berichterstattung über den Gesundheitszustand unserer Erde Planeten weitaus angemessener.“

In seinem Jubiläumsjahr präsentiert der WWF auf www.wwf.de die wichtigsten Erfolge aus fünf Jahrzehnten Umweltschutz. Der WWF Deutschland ist von einer illustren Herrenrunde in fünf Jahrzehnten zu einer schlagkräftigen Organisation mit rund 200 hauptberuflichen, oft hochspezialisierten Mitarbeitern geworden. Mehr als 430.000 Förderer unterstützen die Naturschützer im Zeichen des Pandas und tragen dazu bei, dass der aktuelle Jahresbericht Einnahmen in Höhe von 56 Millionen Euro ausweist.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Interview mit WWF Vorstand Eberhard Brandes zu 50 Jahre WWF Deutschland

50 Jahre WWF Deutschland - Fragen und Antworten




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