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Vertreibung im Mau Wald

Vertreibung im Mau Wald: Häuser Indigener niedergebrannt

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 10.4.10

Schläger und Polizeibeamte in Zivil zerstören die Häuser der indigenen Ogiek in Kenias Mau Wald – und lassen die Familien mittellos zurück. Einige Häuser wurden niedergebrannt, andere mit Macheten und Kettensägen zerstört.

Die Angriffe im Ngongori Gebiet des Mau Waldes begannen letzte Woche, während einige Ogiek Männer einer Beerdigung in einem anderen Gebiet beiwohnten.

Die Betroffenen glauben, dass die Übergriffe von einflussreichen Landbesitzern in der Gegend beauftragt wurden. Diese versuchen ihre Anbauflächen für Weizen auszuweiten. In dem Gebiet gibt es nur noch wenige Waldflächen, da Außenstehende einen Großteil des Landes für landwirtschaftliche Nutzung abgeholzt haben.

Am Mittwoch kam es erneut zu Übergriffen durch Schläger. Ein Ogiek Mann, Kiplangat Cheruyot, erzählte gegenüber Survival, dass „die Menschen nur noch weinten und die Kinder davon liefen.“

Dies ist nicht das erste Mal, dass die Ogiek gedrängt werden ihr angestammtes Land zu verlassen. Obwohl sie bereits seit Generationen dort leben, haben sie keinen rechtlichen Anspruch auf das Land. Ein Mann berichtet gegenüber Survival, dass „sie dies schon seit langer Zeit tun. Häuser zerstören, während wir sie wieder aufbauen.“

Diese Ogiek sind Besetzer auf ihrem eigenen Land. Aufgrund einer desaströsen Maßnahme zur Landvergabe in den 1990er Jahren, die es korrupten Einzelpersonen erlaubte große Teile des Mau Waldes zu erwerben, leben die Ogiek nun gedrängt zwischen den Feldern anderer Menschen. Die Maßnahme ermöglichte die Zerstörung des Waldes im großen Stil – ein Fehler den die kenianische Regierung nun unter Mühen versucht mit einem Bewaldungsprojekt zu berichtigen.

Die Ogiek, die ursprünglichen Bewohner des Mau Waldes, werden nicht angemessen in dieses Projekt zur Bewaldung eingebunden. Da sie keinen rechtlichen Anspruch auf ihr Land haben, fürchten sie nun, für die Zerstörung des Waldes durch andere bestraft zu werden.







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