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AKTION zu Belo Monte Staudamm

Staudamm für Aluminium - ein Bischof stellt sich quer - Protestieren Sie mit!

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 8.12.10

Der Staudamm "Belo Monte" in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratkilometer Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus. Leonardo Bauer Maggi, Mitglied der Bewegung der Staudamm-Betroffenen rechnet mit 2.500 Staudämmen, die es bis 2030 geben soll.

Wird "Belo Monte" umgesetzt, wird einer der artenreichsten Flüsse der Welt in seiner Struktur verändert. Im Rio Xingú leben heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen! Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.

Der Großteil der Energie, die "Belo Monte" produzieren soll, ist für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt. Vor allem die Hersteller von Aluminium im Norden des Landes werden sich über den günstigen Strom freuen. Sie zahlen nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises.

Der Protest der indigenen Völker gegen die Vernichtung ihrer Heimat wird von Bischof Erwin Kräutler unterstützt, der für sein Engagement im Amazonasregenwald nun mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Der Preis ist ein weiterer Beweis dafür, welch fatale Folgen der "Belo Monte" in Brasilien hätte und wie wichtig der Widerstand gegen das Projekt ist.

Rettet den Regenwald ruft anlässlich der Preisverleihung zum Protest gegen den "Belo Monte" auf. Noch ist die finale Genehmigung nicht erteilt! Bitte schicken Sie Ihre E-Mail an Everton Vieira Vargas, den Botschafter Brasiliens in Berlin (brasil@brasemberlim.de).

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