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Aktuell

Illegaler Holzeinschlag in Peru

Amazonas-Indianer bestätigen Abholzung nahe unkontaktierter Völker

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 24.9.11

Eine neue Expedition im Amazonasgebiet hat bestätigt, dass illegale Abholzung in Peru weiterhin “rasend schnell voranschreitet und bis in brasilianisches Gebiet eindringt”.

Fünfzehn Indianer der Ashéninka und Asháninka Völker aus Peru und Brasilien haben gemeinsam die illegalen Abholzungsaktivitäten an der Grenze erforscht. Ihre fünftägige Expedition hat umfassende Beweise für illegale Abholzung enthüllt. In dem erforschten Gebiet gab es aktive Holzfällercamps – und Bäume waren in Brasiliens Asháninka-Gebiet zur Abholzung markiert.

Die Ausbreitung der illegalen Abholzung über Perus Grenze hinaus nach Brasilien bedroht mehrere Gruppen unkontaktierter Indianer die in der Nähe leben. Sie sind für ihre Nahrung und Unterkunft auf den Wald angewiesen; ohne können sie nicht überleben. Die unkontaktierten Indianer sind auch wegen eingeschleppter Krankheiten gefährdet, gegen die sie nicht immun sind. Kontakt zu Eindringlingen könnte sie töten.

Die Erkenntnisse der Expedition sind auf GPS-Systeme aufgezeichnet und den brasilianischen Behörden vorgelegt worden. Die Mannschaft fordert eine effizienteres Beobachtungssystem, ergänzt durch die unbeschränkte Teilnahme der lokalen Indianer.

Eine alarmierende Ausbreitung der illegalen Abholzung verwüstet die peruanische Seite der Grenze. Die Wälder der peruanischen Ashéninka werden zerstört und ihre Anführer bedroht, weil sie darum kämpfen ihr Land zu bewahren.

Ein Ashéninka-Indianer sagte: “Wir machen uns die größten Sorgen darüber, dass die Behörden ihrer Verantwortungen noch nicht nachgekommen sind. Wenn sie das Problem nicht lösen, wird unser Gebiet weiterhin besetzt werden, was dazu führen wird, dass wir weiterhin Todesdrohungen erhalten.”

Im Juli wurde ein Gebiet unkontaktierten Indianer, dass sich in der Nähe des Geländes befindet, welches die Expedition erforscht hat, von Drogenhändlern überfallen. Es wird vermutet, dass die Drogenhändler sich noch immer in der Gegend befinden. Die Lage bleibt angespannt.




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