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AKTION zu Uganda Regenwald

Uganda: Rettet den Mabira-Regenwald

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 26.10.11

Bereits 2007 sollten Teile des Mabira-Regenwaldes an ausländische Investoren veräußert werden – dagegen hat das lokale politische Netzwerk „Save Mabira Crusade“ zusammen mit der ugandischen Umweltorganisation NAPE (National Association of Professional Environmentalists) und der Bevölkerung erfolgreich protestiert. Der Mabira-Wald steht seit 1932 unter Schutz und beheimatet 312 Baumarten, 287 Vogel- und 199 Schmetterlingsarten.

Nun startet Ugandas Präsident Yoweri Museveni einen zweiten Versuch und begründet ihn mit der vermeintlichen Zuckerknappheit und den entsprechend hohen Preisen für dieses Grundnahrungsmittel. Angeblich sei allein das Gebiet des Mabira-Waldes zum Anbau von Zuckerrohr geeignet; Umweltaktivisten bestreiten das. Die Provinz Buganda und das Bistum Lugazi hatten alternative Flächen für den Zuckerrohranbau angeboten, um den Mabira-Wald vor der Zerstörung zu bewahren. Beide Angebote lehnte der Präsident ab und erklärte, er sei bereit für den „Zuckerkrieg“.

Die zunehmende industrielle Landwirtschaft hat in Uganda bereits großen Schaden angerichtet: So ist die Waldfläche zwischen 1990 und 2005 um 1,5 Millionen auf 3,5 Millionen Hektar geschrumpft. Außerdem geht die traditionelle Landnutzung durch Kleinbauern immer mehr zurück; und der Wasserpegel des Viktoriasees ist unter anderem durch die intensive Bewirtschaftung bereits erheblich gesunken.

Weite Teile der Bevölkerung stehen diesen Entwicklungen besorgt gegenüber und lehnen auch die geplante Verfassungsänderung zur Privatisierung von Waldgebieten ab. Laut Verfassung gehören die Wälder gemeinschaftlich der Bevölkerung Ugandas. Der Staat darf die Regenwälder des Landes lediglich im Interesse der Bevölkerung verwalten.

Die Umweltschützer von NAPE fordern Präsident Museveni auf, den Mabira Wald zu bewahren und alternative Anbauflächen für die Zuckerrohrplantagen zu suchen. Zudem dürfen solche Investitionsprojekte nicht ohne Abstimmung mit der betroffenen Bevölkerung entschieden werden. Unterstützen Sie NAPE bei der Rettung des Mabira Waldes.

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