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BUND-Appell zu Yasuni

BUND-Appell an Bundestag: 50 Millionen Euro für Yasuní-Nationalpark in Ecuador bereitzustellen

Letzte Chance für Regenwald-Rettung

BUND Pressemitteilung, 2.11.11

Berlin: Eine Woche vor der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zur Verabschiedung des Haushalts 2012 hat der BUND die Parlamentarier aufgefordert, im kommenden Jahr 50 Millionen Euro für den Erhalt des Yasuní-Nationalparks in Ecuador zur Verfügung zu stellen. Als eines der artenreichsten Gebiete der Welt sei dieses Schutzgebiet von unschätzbarem Wert und müsse vor der Zerstörung durch Erdölförderfirmen bewahrt werden. Wegen der Blockadehaltung von Entwicklungsminister Dirk Niebel habe die Bundesregierung im Haushalt 2012 keine Gelder für den Schutz des Yasuní-Regenwaldes eingestellt. Dies müsse der Haushaltsausschuss dringend korrigieren, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Bei UN-Konferenzen zum Schutz der biologischen Vielfalt habe Bundeskanzlerin Angela Merkel Finanzhilfen für den weltweiten Erhalt bedrohter Ökosysteme zugesagt. Wenn trotz dieser Versprechen jetzt kein Geld in den von den Vereinten Nationen zur Rettung des Yasuní-Nationalparks eingerichteten Treuhandfonds fließe, schade das Deutschlands Glaubwürdigkeit beim internationalen Biodiversitätsschutz.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Mit ihrer Weigerung, in den Yasuní-Treuhandfonds einzuzahlen, nimmt die Bundesregierung die Zerstörung eines der wertvollsten Regenwälder der Welt billigend in Kauf. Damit wird auch ein fraktionsübergreifendes Votum des Deutschen Bundestags zur Rettung des Nationalparks ignoriert. Wir fordern die Haushälter des Deutschen Bundestages auf, diesen nicht nachvollziehbaren Schritt der Bundesregierung zu berichtigen und Ecuador die notwendige Unterstützung für den Erhalt des Yasuní-Regenwaldes zu gewähren."

Ecuador ist bereit, auf die Ausbeutung reicher Ölvorkommen unter dem Yasuní-Nationalpark zu verzichten. Voraussetzung dafür ist, dass die Weltgemeinschaft über einen Zeitraum von 13 Jahren die Hälfte der entgangenen Einnahmen von 7,2 Milliarden Dollar in einen UN-Treuhandfonds einzahlt. Mit dem Geld soll nicht nur der Yasuní-Nationalpark vor der Erdölförderung bewahrt werden. Zugleich sollen die gesamte Region im Sinne einer Energiewende nachhaltig entwickelt und die dort lebenden indigenen Völker geschützt werden. Der Deutsche Bundestag hatte den entsprechenden Vorschlag Ecuadors bereits 2008 in einem interfraktionellen Antrag unterstützt. Die schwarz-gelbe Koalition mit Entwicklungsminister Niebel kippte diese Unterstützung jedoch wieder.

Weiger: "Das Angebot von Minister Niebel, Gelder der Entwicklungszusammenarbeit für Ecuador für den Yasuní-Nationalpark umzuwidmen, ist nicht akzeptabel. Solchen Ablenkungsmanövern muss eine klare Absage erteilt werden. Alles was der Schutz dieses Nationalparks jetzt aus Deutschland benötigt, sind die 50 Millionen Euro für das kommende Jahr. Die internationale Gemeinschaft wartet auf ein klares deutsches Bekenntnis zum Schutz der letzten Regenwälder, den grünen Lungen unserer Erde."




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