powered by <wdss>
Aktuell

Landrechte im Tigergebiet

Indien: Indigenes Volk sichert erstmals Landrechte in Tigerreservat

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 2.11.11

Zum ersten Mal wurden die Rechte eines indigenen Volkes in Indien an seinem angestammten Land anerkannt, obwohl das Gebiet innerhalb eines Tigerschutzgebietes liegt.

Bereits 1974 vertrieb die lokale Verwaltung im indischen Bundesstaat Karnataka Angehörige der indigenen Soliga aus ihrer Heimat in den Biligirirangan Bergen, als sie versuchte, Wildtiere zu schützen. Nun wurde jedoch das Recht der Soliga offiziell bestätigt, in dem Rangaswamy Temple Schutzgebiet zu sammeln, Walderzeugnisse zu nutzen und diese auch zu verkaufen.

Diese richtungsweisende Entscheidung folgt einer 30-jährigen Diskussion im Bundesstaat Karnataka darüber, wie man die Rechte der indigenen Bevölkerung mit dem Naturschutz vereinbaren kann. Die Entscheidung erlöst die Soliga nun von der Angst vor Vertreibung und dem Verbot von Jagd und Feldbau. Erst im Januar mussten 1.500 Soliga um ihre Heimat bangen, nachdem das Schutzgebiet wieder als Tigerreservat eingestuft wurde, um 30 der Großkatzen zu schützen.

Die Soliga bestreiten, dass die Vertreibungen und Verbote eine Lösung für den Naturschutz darstellen. Gegenüber Indiens Umweltminister gaben sie an, “lieber vergiftet zu werden,” als ihr Land verlassen zu müssen. Unter dem indischen Forest Rights Act haben die Soliga nun das Recht, bis zu 60 Prozent des Parks zu nutzen, darunter auch Teile des Kerngebietes.

Die Soliga arbeiten derzeit zusammen mit den Behörden in Karnataka an einem Vorschlag, wie sie den Park gemeinsam schützen können und dabei auch ihr traditionelles Wissen eingesetzt werden kann. Fast 20.000 Soliga leben im Bundesstaat Karnataka. Sie sind seit Generationen eng mit ihrem Land in den Biligirirangan Bergen verbunden.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: “Die indische Regierung beginnt langsam zu erkennen, dass indigene Völker bei weitem die besten Wächter ihrer Umwelt sind. Wenn das bloß auch der Rest der Welt verstehen würde. Die Vertreibung indigener Völker von ihrem angestammten Land ist nicht nur illegal und zerstört diese Menschen, es ist auch ein Desaster für die lokale Umwelt und Tierwelt.”




» zurück
 

Druckversion












































16.11.20 20:15 - 21:50
ARD-alpha: Die Welt ist noch zu retten?!

19.11.20 09:30 - 11:05
arte: Arten retten - Gegen das große Verschwinden

21.11.20 23:30 - 00:55
rbb: Koyaanisqatsi

09.11.20 20:15 - 21:00
hr: Natur retten - Hilfe für Wald, Insekten und Co.

16.11.20 23:20 - 00:50
ARD: Ich bin Greta

13.11.20 10:55 - 11:55
WDR: Nationalparks - Was sind sie wert?

25.11.20 16:55 - 17:20
arte: Rewilding - Von Chancen und Schwierigkeiten

18.11.20 23:00 - 23:45
WDR: Die Waldretter

21.11.20 09:30 - 10:00
BR: Eine Welt ohne Insektensterben

25.11.20 22:00 - 22:45
BR: Tatort Wald - Holzraub in den Karpaten

18.11.20 23:45 - 01:15
WDR: Die rote Linie - Widerstand im Hambacher Forst

15.11.20 08:25 - 09:10
ZDFneo: Aus Liebe zum Leben - Artenschutz

18.11.20 20:15 - 21:45
ARD: Ökozid

25.11.20 07:30 - 08:00
hr: Das leise Sterben der Bienen und Schmetterlinge

18.11.20 16:15 - 16:45
ARD-alpha: Unser Klima - Handeln gegen den Wandel!

22.11.20 20:15 - 21:45
ONE: Ökozid

15.11.20 09:10 - 09:55
ZDFneo: Unsere Wälder (1/3) - Die Sprache der Bäume

23.11.20 23:30 - 00:15
ARD: Das große Artensterben

18.11.20 10:15 - 11:00
3sat: Klima und Corona - Was bleibt von "Fridays for Future?"

15.11.20 09:55 - 10:40
ZDFneo: Unsere Wälder (2/3) - Ein Jahr unter Bäumen

26.11.20 23:45 - 01:10
hr: Mission "Die Erde retten"

15.11.20 10:40 - 11:25
ZDFneo: Unsere Wälder (3/3) - Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel