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Aktuell

Kritik am Palmölsiegel RSPO

Palmölsiegel RSPO gescheitert

ROBIN WOOD Pressemitteilung, 8.3.12

Die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD kritisiert anlässlich der Hauptversammlung des Palmölsiegels RSPO am heutigen Donnerstag in Kuala Lumpur, dass von dieser Zertifizierungsinitiative bislang keine Impulse für eine bessere Palmölwirtschaft ausgegangen sind. Im Gegenteil: Der RSPO dient vielen Palmölkonzernen als grünes Deckmäntelchen, während sie weiter Regenwälder zerstören oder auf geraubtem Land ihre Monokulturen betreiben.

Der RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil/ Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl) ist eine von der Industrie dominierte Zertifzierungsinitiative. 581 Unternehmen aus der Palmölwirtschaft stehen lediglich 26 Nichtregierungs- organisationen gegenüber. Dementsprechend lax sind die Standards: Der RSPO erlaubt das Umwandeln von Tropenwäldern in Ölpalmen-Monokulturen. Lediglich so genannte Wälder „mit hohem Schutzwert“ (High Conservation Value Forests) werden geschützt.

„In der Praxis führt das zu großflächigen Kahlschlägen, unterbrochen von winzigen, nicht miteinander vernetzten Schutzgebieten“, kritisiert Tropenwaldreferent Peter Gerhardt. „Die RSPO-Kontrolleure sind außerdem nicht unabhängig, sondern werden von den Konzernen, die sie kontrollieren sollen, direkt bezahlt.“ Indonesische Umweltschutzorganisation wie Save our Borneo empfinden den RSPO deshalb als verlängerten Arm der Palmöl-Konzerne.

Bedenklich ist auch, dass bekannte Raubbau-Konzerne beim RSPO mitmachen dürfen: Unilever oder der Palmölgigant Wilmar, die gute Geschäfte mit Palmöl machen, für das Menschen mit Gewalt vertrieben wurden, sitzen auf den Vorstandsstühlen beim RSPO (http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M50446f1d772.0.html). Für Unilever kommt der RSPO deshalb als Greenwash-Instrument wie gerufen.

„Aus Sicht von ROBIN WOOD sollten sich die im RSPO organisierten Unternehmen für einen sofortigen Expansionsstopp bei Palmölplantagen stark machen“, sagt Gerhardt. „Das würde den Wäldern und Menschen in Ländern wie Indonesien eine dringend notwendige Atempause verschaffen.“




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