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AKTION: Palmölterror in Honduras

Stoppt den Palmöl-Terror in Honduras

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 6.9.12

Der weltweite Palmölboom hat auch in Honduras fatale Auswirkungen. Durch die Nachfrage und die hohen Weltmarktpreise wachsen die Palmöl-Ausfuhren des mittelamerikanischen Landes sprunghaft. Im vergangenen Jahr exportierte Honduras 200.000 Tonnen Palmöl, vor allem nach Mexiko.

Die Kehrseite: Immer mehr Palmölplantagen breiten sich aus und zerstören die Natur und die bäuerliche Landwirtschaft. Im Nordosten des Landes im Bezirk Colón werden vor allem die ökologisch sehr wichtigen Feuchtgebiete an der Karibik-Küste und im Tal des Aguán-Flusses trockengelegt. Die artenreichen Lebensräume weichen den öden Monokulturen aus Ölpalmen.

Die Industrie will die Anbaufläche von derzeit rund 135.000 Hektar fast verdoppeln. Schon jetzt hat Honduras mit drei Prozent eine der weltweit höchsten Entwaldungsraten. Durch illegale Abholzung und die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen verliert das Land jedes Jahr 80.000 bis 120.000 Hektar Regenwald – für immer.

Die Einwohner leiden unter dem Landhunger. Kriminelle Banden im Dienste der Palmölindustrie terrorisieren die Kleinbauern, die Schwarzen und indigenen Minderheiten, so die Klagen. Allein am Unterlauf des Aguán-Flusses wurden in den letzten zwei Jahren schon 60 Menschen getötet. Viele von ihnen hatten die Proteste der Bevölkerung angeführt und friedliche Besetzungen der Palmöl-Plantagen organisiert.

Die Menschen am Aguán-Fluss und die Dörfer der schwarzen Minderheiten (Garifunas) bitten um internationale Unterstützung. Sie fordern von den honduranischen Behörden, dass ihre Landrechte eingehalten und sie vor den bewaffneten Gruppen geschützt werden. Bitte unterzeichnen Sie unser Protestschreiben an die Regierung des Landes.

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