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AKTION: Abholzung auf Philippinen

Wir brauchen unser Land – keine Ölpalmen!

Die Regierung der Philippinen will auf den Inseln Palawan und Mindanao den großflächigen Anbau von Ölpalmen vorantreiben und holt vor allem malaysische Investoren ins Land. Das ist eine Katastrophe für die Regenwälder und das Leben der indigenen Bevölkerung. Umweltschützer fordern dringend ein Palmöl-Moratorium.

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 3.3.17

Palawan ist ein Hotspot seltener Tier- und Pflanzenarten im gesamten Inselreich der Philippinen. Ihr Naturschatz ist so bedeutend, dass die UNESCO die Insel 1990 zum Biospähren-Reservat erklärt hat. Dennoch fördert die Regierung massiv den Anbau von Ölpalmen – mit gewaltigen Schäden für die Natur und die Lebensgrundlagen Hunderter Gemeinden. Mindestens 9.000 Hektar Regenwald wurden dort bereits gerodet. Zurzeit plant das asiatische Unternehmen ALIF, auf Palawan groß ins Palmölgeschäft einzusteigen.

Doch auch die Insel Mindanao leidet unter dem Palmöl-Boom: In der Provinz Agusan del Sur wurden gerade 128.000 Hektar Land für Plantagen ausgewiesen. Malaysische Investoren haben nun angekündigt, auf Palawan und Mindanao eine Milliarde US-Dollar ins Palmölgeschäft zu investieren.

Als Präsident Rodrigo Duterte 2016 die Macht übernahm, ist er vehement gegen den Bergbau eingeschritten. Er hat die Firmen aufgefordert, Bäume zu pflanzen, Menschenrechte zu achten und dafür zu sorgen, dass Chemiegifte nicht das Ökosystem schädigen. „Warum unterstützt der Präsident jetzt die Palmölindustrie, die für ihre riesigen Umweltschäden berüchtigt ist und dafür, dass die Menschen sich bei Firmen und Banken verschulden und immer ärmer werden?“ Diese Frage stellen sich unsere Partner der lokalen „Koalition gegen Landraub“, CALG. Die indigenen Gemeinden und Bauern fordern ein Moratorium für die Anlage von Palmölplantagen. Nur so kann verhindert werden, dass große Unternehmen sich weiterhin das Land und die Naturressourcen der Bevölkerung aneignen.

Wenn die Regierung ernsthaft beabsichtigt, die Armut zu beseitigen, muss sie dafür sorgen, dass das Land für die Ernährung der Filipinos genutzt wird und nicht für den Anbau von Konsumgütern für den internationalen Markt.

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