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Kongo: Wildhüter getötet

Wildhüter im Kongo getötet

Sechs Ranger im Nationalpark Virunga in der Demokratischen Republik Kongo geraten in Hinterhalt

WWF Pressemitteilung, 10.4.18

Berlin: Im Nationalpark Virunga in der Demokratischen Republik Kongo sind am Montag fünf Wildhüter sowie ein Fahrer getötet worden. Ein weiterer Mitarbeiter wurde verletzt. Wie die Verwaltung des Nationalparks mitteilte, wurden die Ranger aus dem Hinterhalt angegriffen, während sie durch das Schutzgebiet patrouillierten. Hintergründe über die Täter sind bislang nicht bekannt. Es wird vermutet, dass es sich um Rebellen handelt, die im Park wilderten. Seit 1996 wurden damit allein im Nationalpark Virunga über 130 Wildhüter bei ihrer Arbeit getötet.

Katharina Trump, Referentin für Wildartenkriminalität beim WWF Deutschland: „Dieser traurige Vorfall zeigt, dass Wildhüter jeden Tag ihr Leben riskieren, um die letzten großen Naturparadiese zu schützen. Sie kämpfen dafür, Welterbestätten wie Virunga auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Obwohl die Ranger im wahrsten Sinne des Wortes an vorderster Front des Naturschutzes stehen, haben sie es häufig mit beschämend schlechten Arbeitsbedingungen zu tun. Viele Wildhüter haben mit geringer Bezahlung und mangelhafter Ausrüstung zu kämpfen. Gleichzeitig sind sie oft für den Ernstfall nicht abgesichert, etwa durch Kranken-, Invaliditäts- oder Lebensversicherung. Zu häufig sind Wildhüter schutzlose Helden. Das müssen wir ändern.“

Hintergrund:

Der Virunga Nationalpark, Unesco-Weltnaturerbe und Ramsar-Feuchtgebiet, ist ein 790.000 Hektar großer Park im Osten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Ruanda und Uganda. Ebenso wie der Volcanoes Nationalpark in Ruanda entstand der Park 1969 aus dem bereits seit 1925 bestehenden Albert-Nationalpark. Er ist der älteste, artenreichste und landschaftlich vielfältigste Nationalpark Afrikas und unter anderem Heimat von knapp 200 der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Der im Park gelegene Edwardsee ist zudem Lebensgrundlagen für mehr als 50.000 Menschen.




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