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Tigerschutz in Russland

Wo die letzten Tiger brüllen

Deutsch-russische Partnerschaft zum Schutz des "Russischen Amazonas"

WWF Pressemitteilung, 18.12.13

Die Naturschutzorganisation WWF zieht nach fünf Jahren eine positive Bilanz des deutsch-russischen Kooperationsprojekts zum Schutz der letzten Urwälder im Fernen Osten Russlands. Im Rahmen des Bikin-Projektes wurde der indigene Volkstamm der Udege seit Mitte 2008 darin unterstützt, die Wälder entlang des Bikin-Flusses nachhaltig zu nutzen und zu schützen und somit deren Abholzung zu verhindern.

Für das Bikin Projekt wurde zudem ein innovativer Finanzierungsmechanismus entwickelt. Erlöse aus dem Verkauf von Kohlenstoff-Zertifikaten sollen langfristig den Schutz der Wälder absichern. Aus dem nun erfolgten Verkauf solcher Zertifikate wurden dafür 395.000 Euro erlöst.

Die Mischwälder im Fernen Osten Russlands gelten als die größten zusammenhängenden borealen Nadel-Laubwälder der nördlichen Hemisphäre. Sie sind die Heimat des Volksstamms der Udege. Außerdem finden sich dort zahlreiche bedrohte Tierarten, wie etwa der seltene Amur-Tiger. „Nicht nur die Udege und die Tiger haben etwas vom Erhalt des Waldes. Der WWF schätzt, dass die Urwälder im Bikin-Tal durch den verbesserten Schutz jährlich rund 183.000 Tonnen CO2 binden. Damit wird zugleich ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den globalen Klimawandel geleistet “, sagt Markus Radday, WWF-Referent für die Region.

Durch einen Pachtvertrag über 49 Jahre kann mittelfristig eine Freisetzung d er CO2-Emissionen verhindert werden. In diesen knapp fünf Jahrzehnten können die Udege den Wald nachhaltig nutzen, indem sie anstatt Holzprodukte vor allem Pinienkerne, Sibirischen Ginseng , Farne, Pilze und Beeren sammeln und weiterverkaufen. Auch Anti-Wilderei-Einheiten, die Brandbekämpfung und der Einsatz gegen den illegalen Holzeinschlag sind Teil des Kooperationsprojektes und fallen in den Verantwortungsbereich von WWF und den Udege.

Das „Bikin Projekt “ wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der KfW Entwicklungsbank im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung finanziert.




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