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Aktuell

Waldpolitik in Rh-Pfalz

Höfken: Artenreiches Grünland und Landwirtschaft schützen, Wälder aufwerten

Umweltministerium Rheinland-Pfalz Pressemitteilung, 30.10.13

„Ausgleichsmaßnahmen müssen dem Naturschutz nützen und nicht schaden. Das gilt auch für Ersatzaufforstungen, wenn Wald etwa für den Straßen- oder Siedlungsbau gerodet wird. Deswegen wollen wir in den waldreichen Regionen von Rheinland-Pfalz ökologisch wertvolles Offenland stärker schützen“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken die Pläne der Landesregierung zur anstehenden Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes. Mit einem Waldanteil von 42 Prozent sei Rheinland-Pfalz neben Hessen das waldreichste Bundesland. In den vergangenen Jahrzehnten sei der Waldanteil kontinuierlich gestiegen. „Die weitere Zunahme von Wald in ohnehin sehr waldreichen Gebieten wollen wir verhindern, um Wiesen, Weiden und Äcker mit ihren wertvollen Biotopen zu bewahren“, so Höfken anlässlich des zweiten Trierer Waldforums. In den waldärmeren Regionen solle es aber bei dem bisherigen Verfahren zur Ersatzaufforstung bleiben.

Die Ministerin verwies auf die Umwelt- und Bauernverbände, die ebenfalls den Schutz des Grün- und Ackerlandes forderten und weitere Ersatzaufforstungen kategorisch ablehnten. „Es kann nicht sein, dass die letzten artenreichen Talwiesen im Pfälzerwald oder Magerwiesen im Westerwald zum Ausgleich eines Eingriffs aufgeforstet werden“, so die Ministerin. Auf Grünland in Deutschland kommen mehr als 2000 Pflanzenarten vor, zum Beispiel Arnika oder zahlreiche Orchideen. Auch für viele Tierarten sei Grünland von essentieller Bedeutung.

Höfken betonte, dass die Landesregierung den Schutz des Waldes keineswegs geringer einstufe. „Um den Wald zu bewahren, brauchen wir nicht zwangsläufig mehr Waldflächen, sondern naturnahen Wald, der Sturmkatastrophen, Sommertrockenheit und Schädlingsbefall stand hält und damit auch die Artenvielfalt garantiert“, so die Ministerin.

Eine nachhaltige Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz dürfe sich nicht allein auf die Fläche beziehen, sondern müsse auch die Situation vor Ort und die Qualität des vorhandenen Waldes berücksichtigen. Deshalb sollen Ausgleichsmaßnahmen etwa für Bauvorhaben in waldreichen Regionen künftig vorrangig vorhandene Waldflächen aufwerten. Höfken: „Zum Beispiel wollen wir auf diesem Weg den Laubholzanteil in unseren Wäldern erhöhen, Moore und Gewässer renaturieren.“

Zudem habe die Landesregierung mit der FSC-Zertifizierung des Staatswalds, dem Konzept zum Schutz von Biotopbäumen sowie dem geplanten Nationalpark im Hunsrück wichtige Maßnahmen zum Schutz und zum naturnahen Umbau des Waldes auf den Weg gebracht.


Debatte: Waldgesetz entzweit Naturschützer im Land

Der Vorschlag der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne), zukünftig weniger Wald aufzuforsten, hat bei den Naturschutzverbänden BUND und Naturschutzbund (Nabu) eine heftige Diskussion entfacht.

Rhein-Zeitung, 5.11.13

http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Debatte-Waldgesetz-entzweit-Naturschuetzer-im-Land-_arid,1062362.html


CDU gesprächsbereit im Streit um Waldgesetz

(dpa), 5. November, 2013

http://www.allgemeine-zeitung.de/nachrichten/politik/rheinland-pfalz/13590599.htm


Rettet den Wald vor den Grünen

Aus Protest gegen die rot-grüne Energiepolitik in RLP will sich der grüne Ortsverband Kelberg auflösen

Eifel Zeitung, 6.11.13

http://www.eifelzeitung.de/2013/11/rettet-wald-gruenen-45688/


Umweltministerin Höfken und Grüne: Der Wald ist nicht gefährdet

Umweltministerin Ulrike Höfken und die Grünen verteidigen die geplanten Änderungen des Naturschutz- und des Waldgesetzes. Es gehe nur um geringfügige Korrekturen, der Wald sei nicht in Gefahr. Die CDU sieht das anders.

Trierischer Volksfreund, 6.11.13

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierischen-Volksfreund-Umweltministerin-Hoefken-und-Gruene-Der-Wald-ist-nicht-gefaehrdet;art806,3695178




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