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Aktuell

Natura 2000 Studie

Naturschutz im Wald voranbringen

Studie „Natura 2000 im Privatwald“ vorgelegt

NABU Pressemitteilung, 10.7.14

Berlin/Freiburg – Der NABU will private Waldbesitzer darin unterstützen, die neuen Fördermöglichkeiten der EU für Naturschutzmaßnahmen im Wald zu nutzen. Die jetzt vorgelegte Studie „Natura 2000 im Privatwald“ nennt Beispiele, wie private Wälder naturschutzgerecht bewirtschaftet werden können und wo Fördermöglichkeiten bestehen.

„Leider wird bisher nur ein Bruchteil der Gelder, die von der EU zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen im Wald angeboten werden, von den Privatwaldbesitzern auch tatsächlich abgerufen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Für die neue EU-Förderperiode 2014-2020 planen die Bundesländer derzeit die Verteilung von über einer Milliarde Euro jährlich für die so genannte Förderung des Ländlichen Raumes. „Der NABU sieht hier die Bundesländer in der Pflicht, ihre Förderprogramme attraktiv zu gestalten, damit auch mehr Landwirte und Waldbesitzer Naturschutzmaßnahmen auf ihren Flächen umsetzen“, so Miller.

Knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist in privater Hand. Viele Waldbesitzer wollen etwas für den Naturschutz tun, beispielsweise auf das Fällen alter Bäume oder die Entfernung von Totholz verzichten – insbesondere in den nach EU-Recht geschützten Natura-2000-Gebieten. Es fehlt ihnen aber oft an finanziellen Anreizen sowie an Einblicken in das Dickicht der Brüsseler Fördermöglichkeiten. Hier setzt die Studie an, die der NABU bei der Universität Freiburg in Auftrag gegeben hat.

Wälder bedecken ungefähr ein Drittel der Fläche Deutschlands. Aufgrund ihrer Artenvielfalt, ihrer zahlreichen Dienstleistungen für den Menschen und ihrer kulturellen Bedeutung ist ihr Schutz von großer Bedeutung. Doch nach wie vor sind zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten des Waldes im Rückgang begriffen. Die neuesten Daten der Bundesregierung zeigen: von den 17 hierzulande vorkommenden Wald-Lebensraumtypen sind 15 teilweise in einem unzureichenden bis schlechten Erhaltungszustand.

Diese Veröffentlichung entstand im Rahmen des NABU-Projektes „EU-Naturschutzfinanzierung 2014–2020“, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird.




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