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Aktuell

Erneut Rekorddürre in Amazonien

Neue Studie zur Dürre 2010 in Amazonien

Von Sigrid Totz, Greenpeace-Online, 4.2.11

Ein neuer Report bestätigt, dass schwere Zeiten auf Amazonien zukommen könnten. Die Region hat 2010 erneut eine Jahrhundertdürre erlebt - die zweite innerhalb von nur sechs Jahren. Britische und brasilianische Forscher stellten fest, dass ein noch größeres Gebiet unter extremer Trockenheit litt als 2005.

Das Amazonas-Becken mit seinen zahlreichen Flüssen, vor allem dem Amazonas selber, gehört normalerweise zu den wasserreichsten Gebieten der Erde. Seine ausgedehnten Urwälder sind als CO2-Speicher unverzichtbar für das Klima. Doch die massive Entwaldung für Rinderweiden und Soja-Anbau zeitigt bereits Folgen. Sie gilt als mitverantwortlich für die extremen Wetterereignisse der vergangenen Jahre.

Die Autoren der Studie The 2010 Amazon Drought, die jetzt im Magazin Science erschien, befürchten zudem, dass der Dürre ein Baumsterben folgen könnte. Dieser Prozess wäre doppelt schädlich für das Klima: Der Urwald fällt nicht nur zunehmend als CO2-Speicher aus, er setzt durch den Verrottungsprozess Kohlenstoff in Form von CO2 frei.

17 bis 20 Prozent des Amazonas-Urwalds sind bereits völlig vernichtet, weitere 20 Prozent sind degradiert, also nicht mehr intakt. Diese degradierten Flächen bilden keinen ausreichenden Puffer mehr gegen Folgen des Klimawandels wie schwere Stürme. Zudem sind sie durch ihren geringeren Wasserhaushalt stärker durch Waldbrände bedroht.

Wissenschaftler warnen, dass das Ökosystem Amazonas nicht mehr zu retten sei, wenn 40 Prozent des Urwalds endgültig zerstört sind. Mit ihm würde nicht nur die immense Artenvielfalt des Regenwalds verschwinden. Auch für das globale Klima wäre diese Entwicklung verhängnisvoll: Intakte Urwälder sind als CO2-Speicher unverzichtbar.

Zwar hat die Entwaldungsrate 2010 mit 645.100 Hektar den niedrigsten Stand seit 21 Jahren erreicht. Doch Grund zur Entwarnung gibt es nicht. "Machen wir uns nichts vor", warnt die Biologin und Greenpeace-Waldexpertin Andrea Cederquist, "2010 wurde in Brasilien immer noch eine Waldfläche vernichtet, die mehr als doppelt so groß ist wie das Saarland. Wir müssen es schaffen, die Entwaldung ganz zu stoppen."


3. Februar, 2011

«Russisches Roulette» mit Amazonas-Regenwald

Buenos Aires (dpa ) - Der Mensch spielt durch den hohen Ausstoß an Klimagasen möglicherweise «russisches Roulette» mit dem Amazonas-Regenwald. Nach den neuesten Daten übertraf die Dürre 2010 dort sogar noch das extrem trockene Jahr 2005.(...)

http://de.news.yahoo.com/26/20110203/tsc-russisches-roulette-mit-amazonas-reg-dd61bdb.html


2010 erneut Rekorddürrejahr in Amazonien

Von Daniel Lingenhöhl, Spektrum direkt, 3.2.11

Letztes Jahr suchte extreme Trockenheit das Amazonasbecken heim, die in ihren Ausmaßen selbst noch diejenige von 2005 übertraf. Die damaligen Bedingungen galten bereits als "Jahrhundertdürre", da über Monate hinweg deutlich zu wenig Regen fiel und zahlreiche Flüsse versiegten – ein Naturereignis, das sich 2010 nicht nur wiederholte, sondern sogar noch großräumiger und heftiger ausgeprägt war.(...)

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1062899


Amazoniens Wälder trocknen aus

ORF, 4.2.11

Der tropische Regenwald Südamerikas hat 2005 unter einer "Jahrhundert-Trockenphase" gelitten. 2010 war laut eine aktuellen Studie mindestens ebenso trocken. Forscher befürchten, der Regenwald könnte bald mehr CO2 abgeben als aufnehmen.(...)

http://science.orf.at/stories/1675101/




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