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AKTION: Investmentfond gegen Kamerun-Regenwald

Afrika: Heuschrecke gegen Regenwald

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 10.5.11

Die Blackstone Gruppe ist mit 110 Milliarden Dollar einer der weltweit größten Investmentfonds. Dem US-Finanzinvestor mit Sitz in New York gehören unter anderem Aktien der Deutschen Telekom, die bekannte Hilton-Hotelkette und sowie ein Milliarden schweres Immobilienpaket der Deutschen Bank. Nun will Blackstone auch am weltweiten Palmölboom mitverdienen.

Über ein undurchsichtiges Geflecht von Unternehmensbeteiligungen ist Blackstone an Ölpalmplantagen in Afrika beteiligt. In Kamerun wollen die Energiefirma Sthe Global, an der Blackstone 100 Prozent der Anteile hält, und die zu Sithes gehörende Investmentfirma Herakles sowie deren Ableger Herakles Farms auf mindestens 60.000 Hektar Ölpalmen pflanzen.

Im Südwesten des Landes soll dafür das artenreiche Mosaik aus Primär- und Kommunalwäldern gerodet werden. Dieses Gebiet grenzt direkt an den Korup Nationalpark und die Rumpi Hills Waldreserve. Es ist der Lebensraum vieler bedrohter Primaten und weiterer Arten sowie die Lebensquelle von 38 Dorfgemeinschaften. Für die Palmölplantagen würden die Menschen ihr angestammtes Land mit all seinen Ressourcen verlieren. In Zukunft sollen die Bauern auf den Plantagen arbeiten, so die amerikanischen Investoren.

Rettet den Regenwald fordert Blackstone und die beteiligten Firmen auf, die Palmölprojekte unverzüglich einzustellen. Der Regenwald in Afrika sowie das traditionelle Land der dörflichen Gemeinschaften dürfen nicht dem Profitstreben von Investoren und für angebliche Entwicklungsprojekte mit Ölpalmen geopfert werden.

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REWE, Real und Co: Pommes fressen Regenwald

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 2.5.11

Palmöl wird von der Lebensmittelindustrie massenhaft importiert und ist in fast jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten. Denn es ist das mit Abstand billigste Pflanzenöl und in großen Mengen auf dem Weltmarkt zu haben. Jahresproduktion 2010: 53 Millionen Tonnen; zwei Drittel fließen in die Lebensmittelindustrie.

Für den Palmöl-Anbau werden die Regenwälder gerodet, Torfmoore trockengelegt, die Orang-Utans und Tausende weiterer bedrohter Tier- und Pflanzenarten vernichtet, das Klima angeheizt und die dort lebenden Menschen von ihrem Land vertrieben. Das tropische Öl steht daher seit Jahren massiv in der Kritik.

Die Industrie verschleiert Palmöl häufig. Auf den Produktverpackungen wird dessen Einsatz oft nicht deklariert. Es verbirgt sich hinter der Bezeichnung „pflanzliche Öle und Fette“. Nach der gängigen Gesetzgebung ist das möglich.

Ökotest hat in der Mai-Ausgabe seiner Zeitschrift 20 Produkte von tiefgekühlten Pommes Frites für den Backofen geprüft. Die Eismann Backofen-Fritten wurden demnach in Palmöl frittiert. Bei den Real Quality Pommes Frites aus dem Real-Discounter steht „hochwertiges Öl“ zu lesen, tatsächlich hat Ökotest aber reines Palmöl gefunden. Und der von Ökotest nachgewiesene „stark erhöhte“ Schadstoffgehalt entlarvt diese Behauptung. Die Note für beide Produkte: Ungenügend.

Nicht legal ist jedoch der nun aufgeflogene Etikettenschwindel bei Penny (gehört zur Rewe-Gruppe) und Aviko. Die Marena Pommes Frites von Penny sollen nach Herstellerangaben „reines“ Sonnenblumenöl enthalten. Tatsächlich sind aber nach Ökotest 35 Prozent Palmöl dabei. Auch auf der Verpackung der Aviko Ofenfrites steht „100 Prozent“ Sonnenblumenöl zu lesen, obwohl 20 Prozent Palmöl enthalten sind. Die Gesamturteile von Ökotest: Mangelhaft.

In allen vier Pommes Frites-Marken wurden Schadstoffe festgestellt. Das ist keine Überraschung, denn bei der Raffination von Palmöl fallen besonders hohe Konzentrationen gesundheitsschädlicher Substanzen an, sogenannte Fettsäureester. Diese stehen im Verdacht, gutartige Tumore und Nierenschäden (Schadstoff 3-MCPD-Ester) und Krebs (Fettschadstoff Glycidylester) zu verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit Jahren vor den Schadstoffen im Palmöl. Auch ist Palmöl wegen seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren ungünstig für die Ernährung.

Rettet den Regenwald fordert die Hersteller auf, den Einsatz von Palmöl und Grünwasch-Kampagnen für das tropische Öl sofort einzustellen und die Produkte korrekt zu etikettieren. Die übrigen 16 von Ökotest geprüften Backofen-Pommes Frites werden mit Sonnenblumenöl hergestellt. Bitte beteiligen Sie sich. Wir sammeln die Unterschriften und leiten Sie an Rewe, Aviko, Real und Eismann weiter.

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