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Aktuell

Marina Silva verlässt Grüne

Grüne Spitzenkraft geht

Von Norbert Suchanek, Junge Welt, 13.7.11

Zuviel Kröten geschluckt? Brasiliens bekannteste Umweltpolitikerin und langjährige Ministerin Marina Silva verläßt die Partido Verde. (...)

http://www.jungewelt.de/2011/07-13/022.php


Koordination im Kampf gegen Urwaldzerstörung

(sda) - Die Staaten der Amazonas-Region wollen künftig enger zusammenarbeiten, um illegale Rodungen im Regenwald einzudämmen. (...)

http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/211025


Bank Santander bestätigt weitere Unterstützung von Staudamm

Survival International Deutschland e.V. pressemitteilung, 12.7.11

Europas größte Bank Santander hat bestätigt, den kontroversen Bau des Santo Antonio Staudamms im brasilianischen Amazonasgebiet weiter zu unterstützen. Noch vor einiger Zeit hatte die Bank erklärt, von dem Vorhaben abgerückt zu sein.

Im März diesen Jahres hatte die Bank gegenüber Mitglieder der Öffentlichkeit berichtet, dass die Finanzierung aufgrund von sozialen und ökologischen Bedenken gestoppt wurde. Die Bank gab nun zu, dass sie die Finanzierung des Staudamms weiter unterstützt und entschlossen ist das kontroverse Vorhaben weiter zu fördern.

Der Santo Antonio Damm soll Teil eines im Bau befindlichen Staudammkomplexes am Madeira Fluss werden. Der Damm droht große Flächen Wald zu zerstören, auf die viele indigene Völker angewiesen sind. Zudem wird der Bau von Straßen durch das Gebiet die Zuwanderung, Ansiedlungen und Abholzung des Waldbestandes weiter befördern.

Die unkontaktierten Völker in dem Gebiet sind besonders gefährdet, da sie keine Abwehrkräfte gegen eingeschleppte Krankheiten besitzen. Der Kontakt mit Außenstehenden riskiert daher ihre Ausrottung. Die Anzahl von Malariaansteckungen ist seit dem Beginn des Baus drastisch gestiegen, was sich fatal auf die unkontaktierten Indianer auswirken könnte.

Die regionale Staatsanwaltschaft ermittelt in dem betroffenen Gebiet derzeit in 110 Fällen wegen Menschenrechtsverletzungen an Indigenen. Anfang diesen Jahres reisten drei Sprecher indigener Völker aus dem Amazonasgebiet nach Paris und London, um gegen den Santo Antonio Damm und andere Projekte zu protestieren, die das Leben der indigenen Völker bedrohen.

Almir Surui, ein Angehöriger des Surui Volkes der sich gegen das Projekt einsetzt, sagte: „ Ich frage mich, was die brasilianische Regierung darüber denkt; wie kann sie Projekte vorantreiben, die ein ganzes Volk auslöschen könnten?“ Viele Organisationen weltweit, darunter Survival International, haben zum Stopp der Madeira Staudämme aufgerufen.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff besuchte vergangenen Woche die Baustelle, um der Umleitung des Madeira-Flusses beizuwohnen, die einen wichtigen Schritt im Projekt darstellt. Es ist wahrscheinlich, dass der Damm noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird.


Belo Monte zerstört Lebensgrundlage indigener Bevölkerung

Falsche Technologie für nachhaltige Entwicklung

SPÖ-Bundesorganisation, 12.7.11

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, ist über die Vorgänge beim Bau des umstrittenen Mega-Wasserkraftwerks Belo Monte in Brasilien entsetzt. Nachdem der Präsident der Umweltbehörde, der nicht bereit war die Baubewilligung zu erteilen, von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff entlassen wurde, entschied sich dessen Nachfolger innerhalb von nur zwei Wochen für den Bau. 500 Hektar Land werden nun überflutet, zehntausende Menschen - unter ihnen viele indigene Gruppen - vertrieben. Protesten steirischer Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten zum Trotz verstärkt nun der heimische Anlagenbauer Andritz sein Engagement beim Bau des Kraftwerks.

Bayr: "Nur weil es ein Wasserkraftwerk ist, heißt das noch lange nicht, dass das Projekt automatisch auch gut ist. Es ist eine Schande, dass im Fall dieses Mega-Staudamms mit allen Mitteln einem veralteten Modernisierungsparadigma nachgeeifert wird, obwohl schon ganz andere, nachhaltigere Technologien vorhanden sind. Technologien, die für Brasilien durchaus erschwinglich wären und die wesentlich weniger negativen Einfluss auf die Lebensgrundlage der Bewohnerinnen und Bewohner Amazoniens hätten. Nachdem nun schon 30 Jahre diskutiert wurde, die Proteste der Bevölkerung unüberhörbar sind, die Staatsanwaltschaft sich eingeschalten hat und immer noch Verfahren laufen, wird dieses Monster-Kraftwerk nun trotzdem gegen alle Widerstände durchgezogen."

Die Entwicklungssprecherin zeigt sich verwundert, dass gerade in einem Land wie Brasilien umwelt- und menschenrechtspolitisches Versagen im großen Stil zugelassen wird: "Die Menschenrechte der Indigenen sind in Brasilien schließlich in der Verfassung verankert und trotzdem werden sie willkürlich, wie es den Anschein erweckt, auf dem Altar eines - vermeintlichen - Fortschritts und der Profitgier einiger weniger geopfert." So sehr es unbestritten sei, dass ein Land wie Brasilien Energie braucht, um seine Wirtschaft entwickeln zu können, so müsse doch die nachhaltige Entwicklung im Vordergrund stehen und nicht Technologien eingesetzt werden, die die Lebensgrundlage vieler zehntausender Menschen zerstören, so Bayr.


Steirische AktivistInnen fordern Baustopp des Mega-Kraftwerks Belo Monte im Amazonas

Südwind Pressemitteilung, 6.7.11

Graz. Nach der Erteilung der Baugenehmigung für das umstrittene Wasserkraftwerk Belo Monte im Juni spitzt sich die Lage in der betroffenen Region des brasilianischen Regenwaldes immer mehr zu. Das geplante Kraftwerk stößt auf heftige Widerstände, seine Auswirkungen auf Menschen und Umwelt wären dramatisch. Trotz allem hält der steirische Anlagenbau-Konzern Andritz AG an seiner Beteiligung am Projekt fest. Gestern versammelten sich AktivistInnen der entwicklungspolitischen Organisation Südwind bei der Hirzmannsperre im steirischen Edelschrott und forderten einen Baustopp für Belo Monte.

Mensch und Natur bedroht

Das brasilianische Wasserkraftwerk Belo Monte am Fluss Xingu im brasilianischen Bundesstaat Pará soll mit einer Leistung von 11 Gigawatt das drittgrößte seiner Art weltweit werden. Das Projekt wurde nun ohne Berücksichtigung der Einwände der betroffenen Bevölkerung und entgegen massiver Kritik von NGOs und wissenschaftlicher Seite durchgepeitscht. Am 1. Juni stellte die brasilianische Umweltbehörde IBAMA die endgültige Baugenehmigung aus, ohne die vollständige Erfüllung der gestellten Auflagen abzuwarten. Schon im Februar war ein Aktionsteam von Südwind vor Ort, um sich ein Bild von der Situation der Betroffenen zu machen. Zigtausende Indigene und Kleinbauernfamilien fürchten um ihre Existenz. Aus Angst vor Überflutungen haben im Juni bereits unzählige Familien begonnen, ihre Zelte abzubrechen und sich illegal in anderen Gebieten anzusiedeln. Auch die Folgen für das Ökosystem werden verheerend sein.

Steirische Andritz AG mit dabei

Vom Bau des umstrittenen Kraftwerks profitieren wird hingegen der steirische Anlagenbau-Konzern Andritz AG. In einem Konsortium mit der deutschen Voith und der französischen Alstom konnte sie sich Aufträge für Turbinen und technisches Equipment in dreistelliger Millionenhöhe sichern. Über 3000 Menschen in Österreich haben sich bereits bei einer von Südwind und der Dreikönigsaktion gestarteten E-Mail-Protestaktion gegen eine Beteiligung der Andritz AG an der Errichtung von Belo Monte ausgesprochen.

Steirische AktivistInnen fordern Stopp

Gestern versammelten sich AktivistInnen der entwicklungspolitischen Organisation Südwind bei der Hirzmannsperre im steirischen Edelschrott, um auf die Beteiligung der Andritz AG am umstrittenen Projekt aufmerksam zu machen und um einen Baustopp für das Kraftwerk Belo Monte zu fordern. Bei der Protest-Aktion seilten sie sich an der Staumauer ab und entfalteten ein überdimensionales Stoppschild. Die AktivistInnen solidarisierten sich mit den Menschen am Xingu und betonten, wie wichtig der Dialog mit der betroffenen Bevölkerung sei: "Demokratische Rechte und Mitbestimmung müssen bei Wasserkraftprojekten gewahrt bleiben, bei Projekten in der Steiermark genauso wie bei Mega-Vorhaben wie Belo Monte“, so Südwind-Aktivist Stefan Nabernegg. Wasserkraft könne eine sinnvolle Form der Energiegewinnung sein, sofern den Bedürfnissen von Menschen und Umwelt Rechung getragen wird. Im Fall von Belo Monte müsse man aber auch über Alternativen nachdenken.




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