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Aktuell

AKTION zu Regenwaldzerstörung auf Sumatra

Auf Sumatra wird der Regenwald abgeholzt – für unser Papier

Regenwaldzerstörer beliefern deutsche Papierhändler

"Rettet den Regenwald" e.V. Pressemitteilung, 12.8.11

APRIL ist einer der größten Regenwaldvernichter Südostasiens. Der Konzern mit Sitz in Singapur betreibt in Riau auf Sumatra über seine indonesische Tochterfirma PT Riau Andolan Pulp and Paper (PT RAPP) die größte Papiermühle der Welt. Jährlich werden dort über 2 Millionen Tonnen Papierfasern aus Holz hergestellt. Das von APRIL produzierte Papier der Marke „PaperOne“ wird in Deutschland über verschiedene Händler vertrieben, der größte davon ist die Papier Union. In einer aktuellen Reportage des australischen Senders ABC vom 2. August 2011 bezeichnet der renommierte Biologe Bill Laurance die Zerstörungen in Riau durch APRIL als „eine der schlimmsten Waldzerstörungen, die ich jemals gesehen habe.“

Papier tötet Tiger und Elefant

Die Regenwälder im Osten Sumatras sind Heimat des Sumatra-Tigers und asiatischer Elefanten. Die kleinste bekannte Tigerart lebt nur auf dieser indonesischen Insel und ist vom Aussterben bedroht. Die Rote Liste der gefährdeten Arten (IUCN) gibt als die größte Bedrohung für den Sumatra-Tiger an: „Verlust des Lebensraumes durch Palmöl- und Akazienplantagen.“ IUCN schätzt den verbliebenen Bestand der in Freiheit lebenden Sumatra-Tiger auf 300–500 Tiere. In den letzten 25 Jahren ist die Anzahl der Tiger und Elefanten auf Sumatra um 75 Prozent zurückgegangen.

APRIL vertreibt Kleinbauern und heizt Klima an

Seit 2002 haben sich die Akazienplantagen immer weiter ausgedehnt. Obwohl Umweltschützer und Biologen vor den verheerenden Folgen für Artenvielfalt und Klima warnen, rodet APRIL nicht nur Regenwald, sondern legt auch die artenreichen und für das globale Klima bedeutsamen Torfmoore trocken. Die in den Mooren lebenden indigenen Gruppen werden vertrieben. Auf den Riau vorgelagerten Inseln wehren sich Kleinbauern gegen die Expansion der Plantagen, die ihre Lebensgrundlagen bedrohen. APRIL versucht seine Interessen mit Gewalt durchzusetzen, dabei gab es auch schon Todesopfer.

APRIL betreibt Greenwashing

In einer Stellungnahme von 2008 erklärte die Papier Union: "APRIL forstet jährlich ca. 35.000 bis 50.000 Hektar Plantagenwaldfläche neu auf. Damit leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Wiederbewaldung Sumatras und zu einer positiveren CO2-Bilanz." „Ich denke, APRIL betreibt Greenwashing. Die aufgeforsteten Plantagen werden nach fünf Jahren gerodet und zu Papierfasern verarbeitet. Das bezeichne ich nicht als umweltfreundlich oder nachhaltig“, kritisiert Laurance. Selbst das industriefreundliche FSC-Siegel wurde APRIL 2010 aufgrund der Umweltzerstörungen auf Sumatra aberkannt.

Unterstützen Sie unseren Aufruf zum Verkaufsstopp von APRIL-Papier in Deutschland und schicken Sie den Händlern untenstehende Mail. Bitte informieren Sie uns auch, wenn Sie PaperOne bei anderen Händlern entdecken.

Update: Ihr Protest zeigt erste Erfolge. Die Händler Mercateo AG, J.C.C. Bruns Betriebs GmbH und officept.org haben auf den Protest reagiert, die Angaben überprüft und daraufhin PaperOne aus dem Sortiment genommen.

Bitte beteiligen Sie sich weiterhin an der Protestaktion.

Zur AKTION


Gewalt für Rama-Margarine

Für Palmöl des Rama-Produzenten Unilever wird auf Menschen geschossen

Gemeinsame Pressemitteilung von Watch Indonesia!, Rettet den Regenwald und ROBIN WOOD, 16.8.11

Die Organisationen Watch Indonesia!, Rettet den Regenwald und ROBIN WOOD fordern den Konsumgüter-Konzern Unilever auf, unverzüglich auf den Einsatz von Palmöl seines Lieferanten Wilmar zu verzichten. Aktueller Anlass: Vorige Woche zerstörten Sicherheitskräfte von Wilmar mit Waffengewalt und schweren Maschinen das Dorf Sungai Beruang auf der indonesischen Insel Sumatra. Auf diese Weise soll der Widerstand der DorfbewohnerInnen gebrochen werden, die sich gegen den Landraub für Palmöl-Plantagen wehren.

Zu ersten Auseinandersetzungen war es gekommen, nachdem Wilmar-Sicherheitskräfte einen Dorfbewohner festgesetzt hatten, weil der Palmölfrüchte verkaufen wollte, die Wilmar für sich beansprucht. Zwei Tage später verwüsteten Sicherheitskräfte der Wilmar-Tochter „Asiatic Persada“ zusammen mit der gefürchteten indonesischen Polizeibrigade Brimob das Dorf. Brimob schoss auch mit scharfer Munition auf Menschen.

„Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wilmar ist ein blutiges Unternehmen. Die Behauptung dieses Konzerns, nachhaltiges Palmöl zu produzieren, ist eine Lüge“, sagte Rivani Noor von der indonesischen Nichtregierungs-Organisation Cappa. Mitglieder von Cappa haben den Gewaltexzess von Wilmar vor Ort dokumentiert.

Die Bewohner des Dorfes Sungai Beruang gehören zu den letzten Indigenen Sumatras. Palmölkonzerne haben diesen Menschen ihr traditionell genutztes Land und damit ihre Lebensgrundlage geraubt, es kahl geschlagen und anschließend in profitable Plantagen verwandelt. Das Dorf Sungai Beruang ist heute komplett von Palmöl-Plantagen eingeschlossen.

„Wilmar führt Krieg gegen die Menschen in Indonesien“, urteilen ROBIN WOOD, Watch Indonesia! und Rettet den Regenwald, „und hier kriegen die Konsumenten das Palmöl aufgetischt, ohne etwas von brutalen Vertreibungen und Waldzerstörung zu ahnen. Den Reibach machen internationale Lebensmittelkonzerne, allen voran Unilever.“

Unilever ist einer der größten Palmölverbraucher weltweit, und Wilmar zählt zu den wichtigsten Palmöl-Lieferanten von Unilever. ROBIN WOOD hat Unilever wiederholt aufgefordert, seine Geschäftsbeziehungen mit Wilmar zu beenden. Doch der Hersteller von Rama, Sanella, Knorr und vielen weiteren bekannten Lebensmittelmarken kauft weiter in großem Stil bei dem asiatischen Raubbaukonzern.

Statt zu handeln, versucht sich Unilever mit dem Palmöl-Siegel RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) grün zu waschen. Die Industrie hält beim „Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ die Mehrheit. Unilever und Wilmar-Manager sind im RSPO-Vorstand. Damit zertifiziert sich die Industrie dort gewissermaßen selbst. Deshalb erhalten selbst Konzerne wie Wilmar, die vor Gewalt nicht zurückschrecken, das RSPO-Siegel.




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