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WWF-Jahresbericht 2016

Gemeinsam stark

Umweltstiftung WWF veröffentlicht Jahresbericht 2016: „Eine starke Zivilgesellschaft kann Großes bewegen“

WWF Pressemitteilung, 8.2.17

Am Ende wurden die Anstrengungen belohnt: In den vergangenen Monaten konnte der Naturschutz beachtliche Erfolge feiern. Dazu zählt der Erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien. „Politik und Wirtschaft haben den Naturschutz in Europa infrage gestellt – aber die Zivilgesellschaft hat dagegen gehalten. Gemeinsam waren wir stark genug, um die bestehenden Richtlinien zu schützen“, sagt Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand beim WWF Deutschland. „Mit der Kampagne #naturealert hat der WWF im Schulterschluss mit anderen Organisationen dazu beigetragen, ein Aufweichen des europäischen Naturschutzes zu verhindern.“

Nicht der einzige Erfolg aus jüngster Vergangenheit, auf den der WWF in seinem neuen Jahresbericht blicken kann: Im November 2016 trat das Pariser Klimaabkommen unerwartet früh in Kraft. Und das Wappentier des WWF, der Große Panda, ist aktuell nicht mehr vom Aussterben bedroht. „Wenn wir zusammenhalten und unermüdlich dafür eintreten, unsere Welt zu erhalten, können wir viel bewirken – trotz oder gerade wegen des großen Eigennutzes und der fehlenden Weitsicht, die wir aktuell in Teilen von Politik und Wirtschaft beobachten“, sagt Brandes.

Die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft nimmt angesichts bevorstehender Herausforderungen weiter zu. Denn derzeit übernutzen wir die Erde. Im Living Planet Report hat der WWF im Oktober 2016 gezeigt, dass die Menschheit jedes Jahr 60 Prozent mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Und nicht nur hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch das Pariser Klimaabkommen wartet auf seine Umsetzung, um die Erderwärmung auf ein Maß zu begrenzen, das keine katastrophalen Folgen hat. Für Deutschland bedeutet das: Spätestens 2019 muss der geregelte Kohleausstieg beginnen. Das hat die aktuelle WWF-Studie „Zukunft Stromsystem“ berechnet.

Der WWF Deutschland kann sich angesichts dieser bevorstehenden Aufgaben über breite Unterstützung freuen. Im vergangenen Geschäftsjahr ist die Zahl der Förderer auf mehr als eine halbe Million angewachsen. Auch die Gesamteinnahmen liegen mit 68,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (66,8 Mio. Euro). Die privaten Spenden haben einen Anteil von 31,2 Mio. Euro (2015: 29 Mio. Euro). „Viele Menschen stärken dem WWF den Rücken und machen so möglich, dass er sich mit ganzer Kraft für den Erhalt unserer Umwelt einsetzen und die Waagschale hoffentlich zugunsten künftiger Generationen kippen kann“, sagt Brandes.




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