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Indigenen-Proteste in Kanada

Indigene Proteste in ganz Kanada

Survival International Deutschland e.V. Pressemitteilung, 17.1.13

Angehörige indigener Völker haben als Teil der Grassroots-Bewegung Idle No More (Nicht länger untätig) in ganz Kanada Straßen, Brücken und Eisenbahnstrecken blockiert. Von British Columbia, wo Dutzende Demonstranten vor einem Gebäude, während dort laufender Anhörungen zu einer geplanten Erdölleitung protestierten, bis nach Ontario, wo Grenzübergänge zwischen den USA und Kanada gesperrt wurden, zeigt das Ausmaß der Proteste kein Zeichen für eine Abnahme der Bewegung.

Die Idle No More-Bewegung startete im November 2012, als vier Frauen der Provinz Saskatchewan eine Podiumsdiskussion über die voraussichtlichen Auswirkungen des Gesetzes C-45 organisierten: Dieses Gesetz, vorgeschlagen vom Premierminister Stephen Harper, würde eine Reihe von Rechtsvorschriften im Bereich Umwelt stark schwächen.

Am 4. Dezember wurde einer Gruppe von Anführern der Versammlung der First Nations (AFN), Kanadas größter Indigenen-Organisation, verboten das Parlamentsgebäude zu betreten, wo sie den Abgeordneten ihre Anliegen zum Gesetz darstellen wollten. Über Sozialnetzwerke wurde die Nachricht dieser Brüskierung im ganzen Land schnell verbreitet.

Ein anderer wichtiger Aspekt der Proteste ist der Hungerstreik von Theresa Spence, Anführerin der Attawapiskat im Norden Ontarios. Obwohl sich dort die Victor-Diamantenmine von De Beers befindet, leidet diese Cree-Gemeinde unter sozialen Problemen, unter anderem schlechte Wohnbedingungen und unzureichende Bildungsmöglichkeiten.

Häuptling Theresa Spence sagte, dass sie ihren Hungerstreik solange weiterführen würde, bis der Premierminister und der Gouverneur (Stellvertreter der Königin in Kanada) einem Treffen mit ihr zur Besprechung indigener Rechte zustimmen würden.

Am 11. Januar traf sich eine Delegation von First Nations-Anführern unter der Leitung der AFN mit Herrn Harper und anderen Ministern. Der Generalgouverneur jedoch war nicht anwesend. Das Treffen war ergebnislos, und der Minister für indigene Angelegenheiten berichtete, dass “Diskussionen auf hoher Ebene zwischen dem Premierminister und Shawn Atleo [Leiter der AFN] stattfinden würden”.

Wie es die indigene Autorin Lisa Charleyboy beschreibt, verfolgt die Idle No More-Bewegung das Ziel, “eine indigene Souveränität aufzubauen, die Beziehung zwischen den indigenen Völkern Kanadas (First Nations, Métis, Inuit), der Krone und der kanadischen Regierung aus der Grassroots-Ebene zu verbessern und für alle Kanadier die Umwelt zu schützen, damit die nächsten Generationen sie auch genießen können”.

Idle No More hat zu einem internationalen Aktionstag am 28. Januar aufgerufen.




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